Nachtspeicherofen entsorgen
Was kostet es?*
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DURCHSCHNITT Ø
MAX
50 €*
157,19 €
370 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Nachtspeicherofen entsorgen: was kostet es?

Die Kosten für die Entsorgung eines Nachtspeicherofens können stark variieren und hängen von mehreren Faktoren ab. Der Artikel gibt eine Übersicht über die zu erwartenden Kosten.

Nachtspeicherofen entsorgen: Kosten im Überblick

PostenKosten pro Ofen
Nachtspeicherofen-Entsorgung ohne asbesthaltige Stoffe90 – 150 €
Nachtspeicherofen-Entsorgung mit asbesthaltigen Stoffen150 – 230 €
Summe90 – 230 €

Die Tabelle stellt eine ungefähre Kostenkalkulation dar. Bei Einbau neuer Heiztechnik durch den selben Betrieb können sich die Entsorgungskosten stark reduzieren.

Alte Nachtspeicheröfen sind ineffizient und teuer im Betrieb, außerdem belasten sie die Umwelt durch asbesthaltige Materialien. Bei der Entsorgung kommt es vor allem auf die Schadstoffbelastung des Ofens an.Je nachdem ist die Entsorgung durch einen Fachmann Pflicht.

Es gibt Betriebe, welche die einzelnen Posten wie Abtransport, Rückbau und die Demontage der Elektrik oder die Verwendung eines Krans sowie die Zerlegung mit einem Unterdruckzelt als einzelne Posten in der Rechnung aufstellen. Oft variieren die Preise hier stark, ein Vergleich mehrerer Anbieter lohnt sich deshalb.

Die Kosten im Detail

Bevor ein Betrieb beauftragt werden kann, muss der Hausherr feststellen, ob der Nachtspeicherofen mit Schadstoffen belastet ist. Geräte, die vor 1984 gebaut wurden, können mit Stoffen wie Asbest, Chromat (Chrom VI) oder künstlichen Mineralfasern belastet sein. Das stellt eine erhebliche Gefahr für Umwelt und Gesundheit dar.

Vor der Entsorgung ist deshalb die Schadstoffbelastung abzuklären. Auf dem Typenschild der Heizung oder in den Originalunterlagen sind die notwendigen Daten zu finden, um sich beim Hersteller oder anderen Stellen darüber zu erkundigen. Im Zweifelsfall ist immer davon auszugehen, dass Nachtspeicherheizungen schadstoffhaltig sind.

Kosten für das Entsorgen schadstofffreier Heizungen

Wenn ein Nachtspeicherofen nachweislich nicht mit Schadstoffen belastet ist, kann er an der Abgabestelle für Elektroschrott in der Kommune entsorgt werden. Die Speichersteine der Heizung müssen separat entsorgt werden, sie gelten als Bauschutt.

Die Beauftragung eines Fachbetriebes ist sinnvoll, da das Gewicht eines Ofens zwischen 80 und über 300 Kilogramm liegen kann. Die Speichersteine der Heizung sind am schwersten. Für den Abtransport demontiert der Fachbetrieb die Heizung und transportiert sie mit speziellen Geräten ab.

Auch die Tatsache, dass es sich bei einem Nachtspeicherofen um ein elektrisches Gerät handelt, ist nicht zu unterschätzen. Die Installation muss fachmännisch abgeklemmt und demontiert werden.

Für die Entsorgung eines schadstofffreien Nachtspeicherofens ist mit Kosten von etwa 90 bis 150 Euro pro Heizung zu rechnen. Je mehr Öfen entsorgt werden müssen, desto günstiger wird der Stückpreis. Meist bietet der Betrieb die ganze Arbeit zu einem Komplettpreis an.

Schadstoffbelastete Nachspeicherheizungen entsorgen

Wenn der Nachtspeicherofen schadstoffbelastet ist oder die Schadstofffreiheit nicht eindeutig nachweisbar ist, dürfen nur zertifizierte Fachfirmen nach TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe), den Nachtspeicherofen zerlegen und entsorgen. Eine eigene Zerlegung ist nicht erlaubt und außerdem stark umwelt- und gesundheitsschädlich. Die Stoffe können krebserregend sein.

Oft transportiert der Fachbetrieb den Ofen ohne Zerteilung mit einem Kran aus dem Haus, um ihn in Ruhe fachgerecht zu zerlegen. Vor dem Abtransport werden die Lüftungsöffnungen mit Klebeband verschlossen und der Ofen in reißfeste Folie verpackt, damit keine giftigen Stoffe in die Umwelt gelangen. Ist ein Abtransport ohne Zerlegung nicht möglich, Arbeiten die Fachfirmen mit einem Unterdruckzelt für die Demontage.

Bei schadstoffbelasteten Öfen steigen die Kosten je nach Aufwand und Menge des asbesthaltigen Materials. Pro Heizkörper ist mit 150 bis 230 Euro für die fachgerechte Demontage und den Abtransport sowie der Entsorgung zu rechnen.

Nachtspeicherofen entsorgen
Nachtspeicherofen entsorgen: in der regel komplizierter als bei klassischen Heizkörpern...
Quelle © pixabay.com

Beachtenswertes beim Entsorgen einer Nachtspeicherheizung

In den 1970iger Jahren war der Nachtspeicherofen ein beliebtes Heizsystem, weil sie mit Strom, erzeugt aus einheimischer Kohle, beheizt werden konnten. Durch die aufkommenden erneuerbaren Energien und auch zugunsten der Klimapolitik, wurde 2007 ein Verbot beschlossen, welches ab 2019 in Kraft treten sollte.

Dieses Verbot bezog sich auf die Nutzung eines Nachtspeicherofens in Häusern mit mehr als sechs Wohneinheiten. Das Verbot wurde aber 2013 wieder aufgehoben.

Förderung durch die KfW

Der Austausch eines Nachtspeicherofens rechnet sich schon nach wenigen Jahren. Die KfW bietet Förderprogramme für die Erneuerung der Heizung an, wie beispielsweise einen Zuschuss von zehn Prozent (KfW-Programm 430) der Kosten. In diesem Förderprogramm ist auch die Entsorgung der alten Heizung enthalten, wenn die Entsorgung der alten Nachtspeicherheizung als Teil einer Energieeffizienz-Maßnahme im Rahmen einer Modernisierung durchgeführt wird (Förderprogramm „energieeffizient Sanieren).

Es lohnt, sich vor der Entsorgung über ein passendes KfW-Programm zu informieren.

Ein Fachbetrieb ist bei der Entsorgung immer sinnvoll

Auch wenn sich nachweislich schadstofffreie Nachtspeicherheizungen auch selbst entsorgen lassen, ist ein Fachbetrieb ratsam. Das fachmännische Abklemmen der Elektrik und der Transport der sehr schweren Teile, sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Bei schadstoffhaltigen Öfen ist die Entsorgung nach TRGS 519 Pflicht. Wenn Nachtspeicheröfen, die mit Asbest belastet sind, unsachgemäß zerlegt werden, setzen sich die Asbestfasern im Raum fest wie beispielsweise in Teppichen, Tapeten oder Fußbodenleisten. Oft sind sie noch nach Monaten nachweisbar. Für die Folgen ist man haftbar.

Checkliste für die Entsorgung eines Nachtspeicherofens

Vor der Entsorgung:
  • Feststellen, ob es sich um einen schadstoffhaltigen oder schadstofffreien Ofen handelt.
  • Sich nach Fördermitteln der KfW erkundigen und beantragen.
  • Nach Alternativen Heizmöglichkeiten erkundigen.
  • Auftrag mit genauen Angaben ausschreiben.
  • Mehrere Angebote für die Entsorgung einholen und vergleichen.
  • Sich für einen Betrieb entscheiden und Termin vereinbaren.
Die Entsorgung des Nachtspeicherofens:
  • Vor der Entsorgung klären, ob der Ofen luftdicht verpackt werden soll oder ob dies der Betrieb übernimmt.
  • Platz für den Abtransport schaffen.
  • Nachtspeicherheizung durch den Elektriker fachgerecht deinstallieren lassen.
  • Transport muss nach TRGS 519 durch einen zertifizierten Fachbetrieb erfolgen, sodass keine Schadstoffe austreten können.
  • Zertifizierte Fachbetriebe stellen einen Nachweis für die fachgerechte Entsorgung nach TRGS 519 aus.
Nach der Entsorgung:
  • Ggf. vom Fachbetrieb neues Heizsystem einbauen lassen.
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