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Was kostet Parkett abschleifen?

Massive Gebrauchsspuren, Brandflecken oder Verfärbungen lassen sich bei Parkettböden durch Abschleifen restlos entfernen. Bei diesem Vorgang trägt eine Maschine etwa 0,5 Millimeter des Holzes ab. Anschließend erfolgt ein neues Versiegeln mit Öl oder Lack.

Wohnungs- oder Hausbesitzer, die ihr Parkett abschleifen wollen, sollten bedenken, dass dabei die Nutzschicht dünner wird. Sogenanntes Mehrschichtparkett hat eine Nutzschicht von 2,5 bis 6 Millimetern. Je nach Schichtdicke ist daher nur ein zweimaliges Schleifen möglich. Massivparkett hat eine Nutzschicht von bis zu 22 Millimetern und kann daher häufiger geschliffen werden. Unnötiges Schleifen des Parketts sollten Hausbesitzer also vermeiden, denn der Vorgang kann nicht beliebig oft erfolgen.

Die Kosten im Überblick

Beispielrechnung: Parkett von 25 m² ist zu schleifen

Posten Fachkraft/Öl Fachkraft/Lack
Materialkosten 15 - 25 € 50 - 75 €
Demontage und Anbringen von Fußleisten 80 - 100 € 80 - 100 €
Abschleifen 375 - 500 € 400 - 600 €
Versiegeln 125 - 250 € 150 - 400 €
Gesamtkosten 595 - 875 € 680 - 1.175 €

Hinweis: Anfahrtskosten berücksichtigen: Für das Abschleifen und Versiegeln des Parketts mit Lack, können bis zu acht Fahrten anfallen. Fahrtkosten müssen in die Kalkulation einbezogen werden. Diese betragen laut ADAC je nach Auto zwischen 0,50 und 1 Euro pro Kilometer.

Generell steht jeder Parkettbesitzer vor der Wahl, das Schleifen selber vorzunehmen oder einen Fachbetrieb zu beauftragen. Die benötigten Maschinen kann man mieten. Die Preise, die ein Fachmann verlangt, sind in Relation zu den Mietkosten der Maschinen zu betrachten. Zumindest einen größeren Boden kann niemand mit der Hand oder mit einem Schwingschleifer bearbeiten.

Die Kosten im Detail

Kosten- Werkzeuge zum Abschleifen mieten

Zum flächigen Abschleifen ist eine große Schleifmaschine für Böden erforderlich. Diese verleihen viele Baumärkte zu Tarifen von 80 bis 100 Euro pro Tag. Da mehrere Schleifgänge nötig sind, reicht ein Tag nicht aus. In zwei Tagen ist die Arbeit zu schaffen, wer den Boden mit Lack versiegelt, braucht die Maschine noch einen Tag länger, da die erste Lackschicht nach dem Trocknen geschliffen werden muss.

Um den Boden auch in den Ecken fachgerecht abzuschleifen, ist zusätzlich ein Eckenschleifer erforderlich. Dieser kostet etwa 40 bis 60 Euro pro Tag.

Fairerweise dürfen die Fahrtkosten zum Baumarkt nicht vergessen werden. Diese betragen laut ADAC je nach Auto zwischen 0,50 und 1 Euro pro Kilometer. Die Strecke zwischen Einsatzort und Baumarkt ist insgesamt mindestens viermal zurückzulegen.

Kosten für Öl- und Lackversiegelung

Um einen Quadratmeter mit Öl oder Wachs zu versiegeln, ist Material im Wert von 0,60 bis 1 Euro erforderlich. Der Auftrag erfolgt einmalig, ein weiterer Schliff ist nicht nötig.

Parkettlack kostet zwischen zwei und drei Euro pro Quadratmeter. Ein zweimaliges Streichen mit Zwischenschliff ist nötig.

Kosten für das Abschleifen durch den Profi

Frosch im Gartenteich

Die meisten Betriebe berechnen die Arbeit pro Quadratmeter. Für das reine Abschleifen fallen etwa 15 bis 20 Euro pro Quadratmeter an. Das Versiegeln verursacht Kosten zwischen fünf und zehn Euro, wenn der Betrieb auch das Abschleifen erledigt. Ein Preis von 10 bis 15 Euro ist üblich, wenn der Fachbetrieb nur versiegeln soll.

Die Demontage und Montage von Fußleisten berechnen die meisten Handwerker nach Metern. Je Meter sind vier Euro üblich. Fahrtkosten rechnen einige Firmen zusätzlich ab. Für eine Anfahrt mit einem PKW sind bis 0,75 Euro pro Kilometer zu rechnen, kommt der Handwerker mit dem LKW, sind oft bis zu 1,10 Euro zu zahlen. Die Fahrtzeit darf der Handwerker zusätzlich als Arbeitszeit abrechnen.

Beachtenswertes beim Parkettabschleifen

Parkettabschleifen

Die Maßnahme ist notwendig, wenn sich Schmutz in das Holz gefressen hat. Bei einem lackierten Boden reicht es in der Regel, nur den Lack zu entfernen. Das Holz wird nur leicht angeschliffen. Geölte oder gewachste Böden müssen immer bis in die Nutzschicht geschliffen werden.

Das Abschleifen sollte ein Fachmann übernehmen

Durch einen falschen Schliff kann Parkett erheblichen Schaden nehmen. Unter Umständen ist ein Austausch nötig, um diesen zu beheben. Häufige Fehler von ungeübten Heimwerkern sind, stellenweise zu viel Material abzutragen oder mit zu großem Druck zu arbeiten.

Der ungleichmäßige Abtrag geschieht meist, wenn ein Fleck im Boden ist. Um diesen zu entfernen, neigen Laien oft dazu, mit der Schleifmaschine mehrfach über diese Stelle zu fahren. Das Ergebnis ist eine Vertiefung, die sich nur entfernen lässt, wenn der ganze Boen auf dieses Niveau abgeschliffen wird.

Wer mit zu viel Druck arbeitet oder die Maschine auf volle Touren bringt, erwärmt beim Schleifen das Holz stark. Es entstehen Brand- oder Senkspuren, die sich ebenfalls nur durch einen weiten Schliff mit starkem Abtrag entfernen lassen.

Zu bedenken ist, dass „Selber machen“ auch Kosten verursacht und das Risiko, dem Parkett zu schaden hoch ist. Der Fachmann dagegen garantiert für seine Arbeit.

Den richtigen Betrieb auswählen

Seerose im Teich

Unternehmen, die nur Schleifen aber nicht versiegeln, sind meist keine Fachbetriebe für Parkettaufbereitung. Sie bieten oft sehr günstige Preise. Zu bedenken ist, dass durch fehlende Erfahrung, das Risiko von Fehlern größer ist als bei einem Fachmann.

Generell sollte die Qualifikation des Betriebes bei der Auswahl eine größere Rolle spielen, als ein günstiger Preis. Die meisten Unternehmen haben Referenzen, die beweisen, wie zuverlässig und sicher sie ein Parkett aufbereiten.

Genaue Absprachen bei der Berechnung des Gesamtpreises sind wichtig

Ein Betrieb darf Fahrtkosten berechnen, wenn er dies zuvor vereinbart. Schon vor der Auftragsvergabe ist zu klären, ob er eine Pauschale erhebt, ob alle Fahrten berechnet werden oder nur eine bestimmte Anzahl. Da sich das Versiegeln über Tage erstrecken kann, sind manchmal mehr Anfahrten erforderlich als gedacht.

Außerdem ist von Bedeutung ob Nebenarbeiten, wie die Reinigungsarbeiten oder das Demontieren und Anbringen von Fußleisten im Quadratmeterpreis enthalten sind. Ein scheinbar günstiges Angebot kann sich als sehr teuer erweisen, wenn viele Arbeiten zusätzlich berechnet werden.

Checkbox zum Abschleifen von Parkett:

Planung im Vorfeld:

  • Prüfen, ob ein Schliff bis ins Holz nötig ist.
  • Art der vorhandenen Versiegelung feststellen.
  • Gewünschte Versiegelung auswählen.
  • In einem Fachbetrieb erfragen, ob die Wunschversiegelung beim vorhandenen Untergrund möglich ist.

Angaben in der Ausschreibung der Arbeiten:

  • Größe des Raumes in Quadratmetern.
  • Länge der Fußleisten.
  • Vorhandene Versiegelung.
  • Eventuelle Schäden beschreiben.
  • Gewünschte Art der Versiegelung.

Das Abschleifen vorbereiten:

  • Auftrag vergeben.
  • Termin vereinbaren.
  • Raum zu diesem Termin leer räumen.
  • Eventuell Fußleisten entfernen.
  • Falls nötig Schäden an den Wänden beheben und Tapezieren oder Streichen.
  • Schliff vor dem Versiegeln kontrollieren und eventuell reklamieren.
  • Fertige Arbeit abnehmen, falls nötig rekalmieren.

Rund um das Parkett abschleifen:

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