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Was kostet das Ölen von Parkett?

Die Gesamtkosten im Überblick

In der Tabelle sind die Kosten für die Renovierung von 20 Quadratmeter Parkettboden zusammengestellt. Die Kosten, die ausschließlich nur das Ölen des Parketts entstehen sind in der Tabelle hervorgehoben.

PostenEinheitPreis je Einheit in EuroGesamtpreis in Euro
Parkett-Öl (Verbrauch auf 1 m² berechnet)2,50 - 3 €50 - 60 €
Entfernen/montieren Fußleisten (18 m)m3 - 4 €54 - 72 €
Schleifen des Bodens15 - 20 €300 - 400 €
Ölauftrag5 - 10 €100 - 200 €
Endreinigung4 - 5 €80 - 100 €
Gesamtsumme--548 - 832 €

Öl ist neben Wachs und Lack die übliche Art, ein Parkett zu versiegeln. Generell ist bei Wachs und Öl zwischen einer Nachbehandlung und der Grundversiegelung zu unterscheiden.

Die Nachbehandlung gehört genau genommen zur laufenden Reinigung und wird üblicherweise selbst vorgenommen. Die etwas aufwendigere Grundversiegelung kann ebenfalls in eigener Regie erfolgen, sofern der Boden zuvor nicht zu schleifen ist.

Lackierte oder gewachste Böden sowie verkratzte geölte Böden bedürfen grundsätzlich eines Schliffs, dem ein Teil der Nutzschicht zum Opfer fällt.

Den Löwenanteil der Rechnung für das Ölen des Parketts fällt für den Schliff an. Dieser sollte nicht nur aus Kostengründen vermieden werden. Billige Parkettböden mit einer dünnen Nutzschicht verkraften oft nur ein zweimaliges Abschleifen. Auch Böden mit dicker Nutzschicht sollten nicht häufiger als sechs Mal geschliffen werden.

Die Kosten im Detail

Im Folgenden geht es um einen Parkettboden aus Nadelholz, Kork oder Tropenholz, der vor dem Ölen abgeschliffen werden muss.

Materialkosten – das fällt für die Versiegelung an

geöltes Fischgrätenparkett

Firmen die Böden aufbereiten, berechnen das Abschleifen nach Quadratmetern. In diesem Preis sind die Kosten für Schleifpapier und andere Hilfsmittel enthalten. Daher fallen nur die Kosten für das Parkett-Öl ins Gewicht.

Ein Liter Öl kostet zwischen 25 und 30 Euro. Er reicht für etwa zehn Quadratmeter bei zweimaliger Ölbehandlung.

Diese Kosten sind für den Handwerker zu erwarten

Die Betriebe berechnen üblicherweise vier Euro pro Meter zu demontierende Fußleiste. Das Abschleifen kosten zwischen 15 und 20 Euro und der Ölauftrag fünf bis zehn Euro jeweils pro Quadratmeter. Für die Endreinigung erheben die Unternehmen etwa vier bis fünf Euro.

Das Ölen von Buchenholzparkett ist meist einen Euro teurer, da dieses Holz eine dritte Schicht Öl benötigt.

Beachtenswertes beim Ölen des Parketts

geschliffene Dielen

Mehrschichtparkett hat eine Nutzschicht von 2,5 bis 6 Millimeter, bei Massivparkett kann die Holzstärke bis zu 22 Millimeter betragen. Je Schliff werden mindestens 0,5 Millimeter abgetragen. Ungeübte Heimwerker schrubben schnell eine Schicht von 1,5 bis 2 Millimeter ab. Daran sollte jeder denken, der den Boden selbst behandeln möchte.

Wann ein Schleifen erforderlich ist

Bei jedem Umstieg der Versiegelungsart ist grundsätzlich ein Schliff bis ins Holz erforderlich. Viele kleine Kratzer sind ebenfalls ein Grund zur Schleifmaschine zu greifen. Einige tiefe Kratzer sollten dagegen besser mit Spachtelmasse verfüllt werden. Diese lassen sich ohnehin nicht ausschleifen.

In vielen Fällen reichen eine gründliche Reinigung mit einem Spezialreinigungsmittel und ein leichtes Aufrauen der Oberfläche. Das Öl verhindert, dass Schmutz ins Holz eindringt. Daher lässt sich dieser zusammen mit der alten Ölschicht chemisch entfernen. Im Zweifel sollte sich ein Parkettleger den Boden ansehen und über die geeignete Maßnahme entscheiden.

Unterschiede bei den Ölen

geölte Dielen

Es gibt härtende und nicht härtende Öle. Aushärtendes Öl enthält Kunstharz. Diese Substanz beschleunigt das Trocknen und verhärtet zu einer harten belastbaren Oberfläche. Das Nachölen sollte im Abstand von zwei bis drei Jahren erfolgen. Der Boden ist zuvor lediglich gründlich zu reinigen.

Nichthärtende Öle und Hartwachsöle versiegeln den Boden nicht vollständig. Ein Nachölen im Abstand von einem halben Jahr ist daher sinnvoll.

Hinweise zur Nachbehandlung

Das Öl wird durch Putzmittel und durch Begehen abgetragen. Aus diesem Grund sollte Parkett nur gefegt oder gesaugt, aber nur selten mit Wasser geputzt werden. Natürlich ist eine Nachbehandlung in Bereichen, über die viele Personen gehen, häufiger erforderlich. Vor der Terrassentür ist daher auch bei härtendem Öl eine Nachbehandlung oft schon nach einem halben Jahr notwendig.

Generell ist wichtig, die sogenannten Laufstraßen, also die Bereiche, die starken Belastungen ausgesetzt sind, im Auge zu behalten. Sobald der Boden anfängt matt zu werden, ist Nachölen hier grundsätzlich nötig.

In der Regel genügt es, den gesamten Boden erst nach vielen Jahren neu zu ölen, wenn die Laufstraßen und die zugänglichen Bereiche regelmäßig behandelt werden.

Das ist bei der Versiegelung zu beachten

klassisches Parkett, geölt

Kälte lässt das Öl erstarren und Hitze verdunsten. Daher dürfen die Raumtemperaturen nicht unter 18° und nicht über 25° Grad Celsius liegen. Auch sollte der Raum, in dem das Öl aufgetragen wird, vor Sonne geschützt werden.

Der Boden ist frühestens nach 12 Stunden wieder zu betreten. Zur Sicherheit sollte niemand vor Ablauf von 24 Stunden in den Raum gehen. Erst nach drei Tagen ist der Raum wieder normal nutzbar, das heißt, nun dürfen auch die Möbel wieder ihren Platz einnehmen

Mögliche Eigenleistungen beim Ölen von Parkett

Das Ausräumen des Raumes und die Demontage der Fußleisten kann der Hausherr problemlos selber durchführen. Das Abschleifen ist auf jeden Fall in der Hand eines Fachbetriebs besser aufgehoben. Bei ungeübten Heimwerkern besteht die Gefahr, dass Dellen im Boden entstehen oder Spuren der Schleifarbeiten zu sehen sind. Diese fallen oft erst nach dem Versiegeln auf.

Der Fachbetrieb sollte auch das Reingen des Bodens nach dem Schleifen übernehmen, da feine Spuren des Schleifstaubs zu „Pickeln“ in der Versiegelung führen. Die restlichen Arbeiten kann ein Heimwerker durchaus alleine schaffen.

Checkliste zum Parkettölen

Erste Schritte:

  • Betrieb suchen, der Erfahrungen mit dem Abschleifen von Parkett hat.
  • Beratung erbitten, ob Schleifen nötig ist.
  • Mit dem Betrieb zusammen ein geeignetes Öl auswählen.
  • Kostenvoranschlag anfordern.
  • Termin vereinbaren, dabei auf zu erwartenden Raumtemperaturen achten.

Renovieren des Parketts:

  • Möbel und Fußleisten entfernen.
  • Abschleifen und Reinigen des Bodens.
  • Vorhänge oder Rollläden schließen, damit keine Sonne in den Raum gelangt.
  • Für ausreichende Beleuchtung sorgen.
  • Öl auftragen.

Nach dem Versiegeln:

  • Raum für 24 Stunden nicht betreten.
  • Boden reinigen.
  • Fußleisten anbringen.
  • Möbel einräumen.

Rund um das Parkett

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