Reifen auswuchten
Preis pro Rad*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
12,25 €*
18,82 €
33 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet Reifen auswuchten?

Genau genommen werden Reifen nie ausgewuchtet, sondern die Räder, also auf eine Felge montierte Reifen. Die sogenannte Unwucht entsteht, weil Reifen und Felgen nie absolut symmetrisch aufgebaut sind.

Anders ausgedrückt: Ein Rad ist immer an einer Seite etwas schwerer. Dies gleicht die Werkstatt mit einem Gegengewicht, das sie am Rand der Felge anbringt, aus.

Reifen auswuchten: Kosten im Überblick

PostenReifen ohne RDKSReifen mit RDKS
Demontieren und Montieren des Radesth>5 bis 12 €5 bis 12 €
Zuschlag für RDKS beim Montieren-3 bis 4 €
Kosten des RDKS Service Kits-7 bis 20 €
Auswuchten2 bis 3 €2 bis 3 €
Summe7 bis 15 €17 bis 39 €

Service Beispiel

Alle Preise beziehen sich auf ein Rad. Bei Alufelgen erhöhen sich die Kosten um zwei bis vier Euro. Wer die Reifen selber demontiert zahlt für das Wuchten fünf bis acht Euro.

Durch schnelle Rotation setzen bereits kleine Gewichtsunterschiede große Kräfte frei. Wiegt das Rad an einer Stelle nur zehn Gramm mehr, das entspricht etwa dem Gewicht von drei Stück Würfelzucker, dann zerrt bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h eine Gewichtskraft, die 2,5 Kilogramm entspricht, am Reifen. Je schneller das Auto fährt, umso stärker sind die Kräfte. Bei Tempo 200 wirken zehn Kilo auf das Rad.

Die Gewichtsunterschiede machen sich beim Lenken bemerkbar und belasten darüber hinaus Achsen und verschiedene Lager. Die Kosten für das Auswuchten sind gering, das Beheben der Schäden kann sehr teuer werden.

Arbeitskosten – was Werkstätten üblicherweise für das Auswuchten verlangen

Autoreifen
Nicht der Reifen, sondern das gesamte Rad muss ausgewuchtet werden.
Quelle © pixabay.com

Es wird sicher die Ausnahme sein, dass ein Autofahrer mit einem einzelnen Rad in die Werkstatt kommt, um es auswuchten zu lassen. In der Regel sind die Räder am Fahrzeug montiert und die Werkstatt wird zumindest zwei Räder auswuchten. Zuvor muss sie diese aber vom Wagen demontieren und später wieder anbringen. Dies berechnen die Betriebe mit fünf bis zwölf Euro pro Rad. Wenn ein Reifendruckkontrollsystem im Auto installiert ist, sind Zuschläge von drei bis vier Euro üblich.

Das Auswuchten eines Rades kostet zwischen zwei und drei Euro, wenn die Werkstatt den Reifen auch demontiert. Wer die Reifen selber abbaut, muss meist zwischen fünf und acht Euro für das Auswuchten bezahlen. Bei Alufelgen ist außerdem ein Zuschlag von zwei bis vier Euro üblich.

Kosten für ein RDKS-Service-Kit

Die meisten Autohersteller schreiben vor, dass bei jedem Reifenwechsel das Kit getauscht werden muss. Durch die Demontage des Reifens kann es zu Störungen des Systems kommen. Aus diesem Grund sollten Besitzer von Fahrzeugen mit Reifendruckkontrollsystem das Kit austauschen. Die Kits koten zwischen 7 und 20 Euro.

Kein Radwechsel ohne Auswuchten

Achtung

Das Risiko, auf ein erneutes Auswuchten zu verzichten, sollten nur Fahrer auf sich nehmen, die ein Auto ohne RDKS mit Stahlfelgen fahren.

Viele Autofahrer gehen davon aus, dass ein erneutes Auswuchten der Reifen überflüssig ist, wenn diese saisonbedingt nach beziehungsweise vor dem Winter montiert werden. Dies stimmt nur bedingt, denn die Gewichte können sich leicht verschoben haben. Wer beim Wechsel die Kontrolle der Unwucht unterlässt, spart sich die Kosten für das Auswuchten in Höhe von zwei bis drei Euro pro Rad, geht aber das Risiko ein, dass er nach kurzer Fahrt feststellt, dass dies ein Fehler war.

Da die Räder nun wieder demontiert werden müssen, entstehen nun höhere Kosten. Besonders wenn ein teures RDKS-Service-Kit benötigt wird. Bei Alufelgen, kann diese Sparsamkeit nun zu Kosten von fast 50 Euro pro Rad führen. Das Risiko auf das erneute Auswuchten zu verzichten, sollten nur Fahrer auf sich nehmen, die ein Auto ohne RDKS mit Stahlfelgen fahren.

Anzeichen, dass Auswuchten nötig ist

Das Flattern in der Lenkung macht sich nur bei hohen Geschwindigkeiten bemerkbar. Wer nur in der Stadt unterwegs ist, läuft Gefahr, die Unwucht erst bei der ersten Fahrt auf der Landstraße oder der Autobahn zu bemerken.

Aus diesem Grund sollten Autofahrer sich merken, wo Wuchtgewichte an den Felgen sitzen und sofort in die Werkstatt fahren, wenn eines fehlt.

Tipp:

Jedes Rad sofort nach der Montage fotografieren. So lässt sich jederzeit durch Vergleich mit dem Foto feststellen, ob sich etwas verändert hat.

Mit dem Monteur sprechen

Wuchtgewichte sind keine Zierde am Fahrzeug und die Ausführungen zum Clipsen beschädigen die Felge. Wer schöne Alufelgen hat, sollte daher mit dem Monteur reden, dass er Gewichte zum Kleben verwendet. Außerdem kann, durch Verschieben des Reifens auf der Felge oder durch eine andere Verteilung der Wuchtgewichte, oft auf große hässliche Gewichte verzichtet werden. Ein kleines Trinkgeld motiviert, auch die Schönheit des Autos beim Auswuchten zu berücksichtigen.

Bei breiten Reifen sollte der Fahrer ein dynamisches Auswuchten in Auftrag geben. Dies ist meist nur zwei bis drei Euro teurer. Dafür berücksichtigt diese Art des Wuchtens auch ob der Reifen in Richtung Rand des Wagens oder nach innen schwerer ist. Das Rad „eiert“ auf der Achse, wenn dies nicht beachtet wird.

Checkliste zum Auswuchten von Reifen

Wann Wuchten nötig ist:
  • Zwingend bei jedem Reifenwechsel.
  • Sinnvoll bei jedem Radwechsel.
  • Zwingend, wenn ein Gewicht verloren geht.
Mit der Werkstatt klären:
  • Prüfen, ob neues RDKS-Service-Kit nötig ist.
  • Fragen, ob dynamisches Auswuchten möglich ist.
  • Bei Alufelgen um eine Sonderbehandlung bitten.
Bildnachweis © pixabay.com