Sondermüll entsorgen
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
100 €*
567 €
859 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet das Entsorgen von Sondermüll?

Kleine Mengen Sondermüll lassen sich meist gratis entsorgen. Bei größeren Mengen können teils erhebliche Kosten anfallen. Ein Teil davon entfällt auf den Abbau und den Transport des Mülls.

Die Kosten einer Sondermüllentsorgung im Detail

Das fachgerechte Beseitigen von verschlossenen Gebinden ist kein Problem. Höhere Kosten fallen an, wenn der Inhalt von Tanks zu entsorgen ist oder wenn eine Asbestsanierung ansteht.

Sondermüll entsorgen: Kosten im Überblick

WasFreimengeBasisKosten
Feuerlöscher, Druckgasverpackungen-Stück5 – 10 €
PCB-haltige Elektronik5 – 10 kgkg1,50 – 2,00 €
Sauberes Öl-kg0,30 – 0,50 €
Altöl5 – 10 kgkg1,10 – 1,50 €
Ölfilter-Stück0,50 – 1,00 €
Wandfarbe10 – 20 kgkg0,20 – 0,50 €
Chemikalien (Labor, Foto)5 – 10 kgkg1,50 – 2,00 €
Farben, Kitt, Spachtelmasse (Lösungsmittelhaltig)5 – 10 kgkg1,00 – 1,80 €
Säuren, Laugen, Pflanzenschutzmittel5 – 10 kgkg1,50 – 2,00 €
Spraydosen mit schädlichen Inhalten (FCKW, Farben)5 – 10 kgkg1,00 – 1,80 €

Mit diesen Kosten ist für den Transport von Sondermüll zu rechnen

Das Reinigen und Entsorgen von kleinen Restmengen von Öl in einem Tank durch einen Fachbetrieb kostet meist zwischen 200 und 400 Euro pro 1.000 Liter Tankinhalt. Wer eine Fassade hat, in der Asbest verbaut wurde, muss mit 30 bis 35 Euro pro Quadratmeter für das Entfernen und Verpacken rechnen. Foliensäcke, in denen der Transport von staubenden Abfällen erlaubt ist, kosten zwischen 10 und 15 Euro.

Sondermüll entsorgen
Sondermüll: Das Entsorgen von Ölen und Chemikalien kostet zwischen 30 Cent (reines Öl) bis über 10 Euro (Quecksilber) pro Kilogramm.
Quelle © pixabay.com

Der Transport von Sondermüll ist in der Gefahrgutverordnung „Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt“ (GGVSEB) geregelt. Diese schreibt vor, ab welcher Menge eine ADR-Schulungsbescheinigung (Gefahrgutführerschein) nötig ist. In der Regel dürfen nicht mehr als 10 bis 20 Kilogramm eines Stoffes ohne diese Bescheinigung transportiert werden. Pro Tonne ist mit 150 bis 300 Euro für einen Transportweg von 100 Kilometern zu rechnen. Der Transport von kleinen Mengen über eine kurze Entfernung ist deutlich teurer.

Mit diesen Kosten ist auf der Mülldeponie zu rechnen

Das Entsorgen von Ölen und Chemikalien kostet zwischen 30 Cent (reines Heizöl oder Motorenöl) bis über 10 Euro (Quecksilber) pro Kilogramm. Das Entsorgen von Kleinmengen (je nach Deponie gelten fünf bis zehn Kilogramm als Obergrenze) ist meist gratis.

Belastete Gegenstände wie Feuerlöscher oder Druckgasverpackungen nehmen Deponien üblicherweise gegen einen Stückpreis von fünf bis zehn Euro an.

Beachtenswertes beim entsorgen von Sondermüll

Die Kosten für die Entsorgung von Sondermüll sind je nach Gemeinde unterschiedlich. Auch gibt es unterschiedliche Vorschriften, die einzuhalten sind.

Transport auf eigene Verantwortung

Kleinmengen darf jeder im Pkw selber anliefern. Der Anlieferer muss aber für eine sichere Ladung sorgen. Wer sich nicht sicher ist, welche Menge er transportieren darf, sollte bei der Gemeinde oder bei der Polizei nachfragen. Für diese Fragen nicht die Notrufnummer wählen, sondern die Nummer eines örtlichen Polizeirevieres.

Wichtig:

Rechnung über die fachgerechte Durchführung geben lassen und diese aufheben.

Wenn die Gesamtmenge unwesentlich über der Menge liegt, die ohne Gefahrgutführerschein transportiert werden darf, ist es sinnvoll zweimal zu fahren. Die Bußgelder, die für ein Überschreiten der Menge zu zahlen sind, übersteigen die Kosten für eine zweite Fahrt erheblich.

Größere Mengen von einem Fachbetrieb entsorgen lassen

Ansprechpartner für die Entsorgung von Sondermüll sind Containerdienste und Entsorgungsunternehmen. Diese nennen konkrete Preise, die für das Entsorgen anfallen. Die Verantwortung für fachgerechten Transport und Entsorgung geht auf das Unternehmen über.

Checkliste für das Entsorgen von Sondermüll

Erfassen der Müllmenge:
  • Zu entsorgendes Material sichten und nach Müllarten sortieren.
  • Bei der Gemeinde fragen, welche Regelungen für die Abfälle gelten.
  • Mülldeponie, Wertstoffhof oder Gefahrgutsammelstelle kontaktieren (Freimengen und Preise erfragen).
  • Richtlinien für den Transport in Erfahrung bringen (Höchstmengen, Verpackung).
  • Fachbetrieb hinzuziehen, wenn Höchstmengen überschritten werden.
Entsorgungsbetrieb suchen:
  • Entsorgungsauftrag unter Angabe von Müllart und Menge ausschreiben.
  • Angebote sichten.
  • Erkundigen, ob Betrieb die fachgerechte Entsorgung bescheinigen kann.
  • Auftrag erteilen.
Bei Sondermüll beachten:
  • Müll muss entsprechend der Vorschriften für den Transport verpackt sein.
  • Rechnung und Bescheinigung über fachgerechte Entsorgung des Mülls verlangen.
  • Die Dokumente der Entsorgung sorgfältig archivieren.
Bildnachweis © pixabay.com

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