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Was kostet das Abdichten einer Terrasse?

Die Gesamtkosten im Überblick

Die Kosten für die drei unterschiedlichen Arten der Abdichtung sind in der Tabelle übersichtlich zusammengefasst. Die Kostenrechnungen beziehen sich auf 20 Quadratmeter Terrasse, die in einer Länge von fünf Metern an eine Hauswand angrenzt.

PostenBitumenFolieFlüssig-kunststoff
Bahnen/Kunststoff300 - 600 €200 - 400 €1.200 - 1.800 €
Fliesen200 - 400 €200 - 400 €-
Dichtband25 - 30 €25 - 30 €25 - 30 €
Materialkosten525 - 1.030 €425 - 830 €1.225 - 1.830 €
Vorbereiten des Bodens500 - 600 €500 - 600 €20 - 40 €
Abdichten Bodenplatte400 - 600 €400 - 600 €300 - 360 €
Abdichten Wandanschluss20 - 25 €20 - 25 €20 - 25 €
Fahrtkosten100 - 200 €100 - 200 €50 - 100 €
Handwerkerkosten1.020 - 1.425 €1.020 - 1.425 €350 - 525 €
Summe1.545 - 2.455 €1.445 - 2.225 €1.575 - 2.255 €

Eine undichte Terrasse kann zu Feuchtigkeit im Keller und in angrenzenden Räumen führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Bau korrekt und fachgerecht abzudichten.

Eine kostengünstige Lösung, die dauerhaft etwas nützt, gibt es nicht. Es gelten die gleichen Regeln, wie beim Abdichten von Flachdächern.

Die Kosten der Terrassenabdichtung im Detail

Generell ist zu beachten, dass sich Wasser in den meisten Baustoffen einen Weg sucht und dabei auch größere Strecken zurücklegen kann. Es macht also keinen Sinn, einfach etwas abdichtendes Material auf einen bestehenden Belag aufzubringen. Drei Verfahren haben sich durchgesetzt: Bitumenbahnen, Folien oder flüssiger Kunststoff.

Materialkosten, um Boden und Fugen abzudichten

Das Abdichten des Bodens kann über Bitumenbahnen, Folien oder flüssigen Kunststoff erfolgen. Bitumenbahnen kosten zwischen 15 und 30 Euro pro Quadratmeter, Folien mit Kleber sind für 10 bis 20 Euro erhältlich. Bei diesen Arten des Abdichtens ist zusätzlich ein dekorativer Belag wie Fliesen erforderlich. Für diese ist mit 10 bis 20 Euro pro Quadratmeter zu rechnen.

Terrasse

Flüssiger Kunststoff dichtet auch Risse ab, daher ist die Vorbereitung des Bodens weniger aufwendig. Er wird meist dreimal aufgetragen. Beim letzten Auftrag kommen Chips als dekoratives Element zum Einsatz. Pro Quadratmeter entstehen Materialkosten in Höhe von 60 bis 90 Euro.

Zusätzlich ist der Bereich zwischen Mauerwerk und Bodenplatte mit einer Dichtfuge zu versehen. Entsprechende Dichtbänder kosten zwischen 5 und 6 Euro pro Meter.

Diese Kosten sind für den Handwerker zu erwarten

Bei Bitumen- oder Kunststoffbahnen muss der alte Bodenbelag restlos entfernt werden. Mit Entsorgung fallen in der Regel 25 bis 40 Euro pro Quadratmeter an. Für das Aufbringen der Bahnen ist mit etwa 20 bis 30 Euro pro Stunde zu rechnen. Das Abdichten der Fugen berechnen die meisten Firmen mit vier bis fünf Euro pro Meter und das abschließende Fliesen und Verfugen schlägt mit weiteren 30 bis 50 Euro zu Buche. Meist fallen drei bis vier Anfahrten an, die durchaus zu zusätzlichen Kosten von 100 bis 200 Euro führen können.

Terrasse

Flüssiger Kunststoff lässt sich auf die meisten vorhandenen Bodenbeläge auftragen. Dieser ist gut zu reinigen und kostet ein bis zwei Euro pro Quadratmeter. Je Anstrich ist mit etwa fünf bis sechs Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Ein Abdichten des Wandanschlusses für vier bis fünf Euro pro Meter ist ebenfalls erforderlich. Allerdings fallen in der Regel nur ein bis zwei Anfahrten an, die Kosten belaufen sich auf 50 bis 100 Euro.

Beachtenswertes beim Abdichten einer Terrasse

Generell ist wichtig, die Ursache für das Eindringen von Feuchtigkeit herauszufinden. Ein Fachbetrieb wird daher nicht einfach mit dem Abdichten beginnen, sondern im Vorfeld einiges Abklären.

Ohne Gefälle geht es nicht

Terrasse

Stehendes Wasser lässt sich kaum daran hindern, den Boden oder die Wände zu durchweichen. Wasser fließt bekanntlich bergab und ist nur schwer aufzuhalten. Eine Terrasse ohne Gefälle oder wenn sich der niedrigste Punkt an der Hauswand befindet, wird immer Probleme bereiten.

Daher ist darauf zu achten, dass der Boden mit zwei bis drei Prozent zum Garten hin abfällt. Er muss also pro Meter etwa zwei bis drei Zentimeter abfallen. Wenn der Garten von einer Mauer umgeben ist, muss das Wasser an dieser abfließen können. Kleine Durchbrüche reichen aus, um einen Stau zu vermeiden.

Rechte Winkel vermeiden

Die Bodenplatte stößt senkrecht auf die Hauswand. Der Wandanschluss ist großen Spannungen ausgesetzt. Jede Art der Abdichtung wird in diesem Bereich schnell reißen. Abhilfe schafft eine sogenannte Hohlkehle, die aus dem Dichtungsband geformt wird. Der Übergang zwischen Boden und Mauer verläuft in einer leichten Rundung. Diese lässt Wasser ablaufen und verhindert Spannungsrisse.

Ränder der Bodenplatte

Terrasse

Beton und Stein saugen Wasser auf wie ein Schwamm. Durch die feinen Kapillare gelangt das Wasser bis tief in das Material. Dies führt unter Umständen dazu, dass Wasser in die Hauswand eindringt, obwohl der Boden der Terrasse dicht ist. Manchmal genügt es, nur die Ränder der Platte abzudichten.

Vor dem Abdichten trocknen

Grundsätzlich muss der Boden vollkommen trocken sein, bevor das Abdichten erfolgt. Jedes Material, welches Eindringen von Wasser verhindert, schließt es auch im Material ein. Wer einen feuchte Terrasse abdichtet, leitet das darin enthaltene Wasser ins Mauerwerk des Hauses.

Kosten sparen ist beim Abdichten der Terrasse möglich

Das Vorbereiten des Bodens kann jeder Hausherr selbst erledigen. Viel Geld lässt sich auch sparen, wenn preisgünstige Fliesen gewählt werden. Bei Flüssigkunststoff lässt sich eher weniger einsparen, denn hier gilt, dass teure Produkte meist auch qualitativ besser sind. Eine Ausnahme sind Farben, die nicht mehr in Mode sind. Wer bei der farblichen Gestaltung Abstriche macht, kann auf Schnäppchen hoffen.

 

Checkliste für das Abdichten einer Terrasse

Ursachen ermitteln:

  • Sind die offenen Ränder der Bodenplatte rau, lohnt es sich, nur diese versiegeln zu lassen.
  • Falls Risse zwischen Hauswand und Bodenplatte vorhanden sind, genügt es oft, diese abzudichten (Hohlkehle).
  • Gefälle mit einer Kugel prüfen. Rollt sie nicht von der Wand weg, muss für Gefälle gesorgt werden.
  • Auf Risse im Bodenbelag achten beziehungsweise darauf, ob Wasser erkennbar an einigen Stellen eindringt.

Auftrage gezielt erteilen:

  • Größe der Terrasse ermitteln.
  • Genaues Schadensbild dokumentieren.
  • Arbeiten ausschreiben.
  • Eine Ortsbesichtigung vereinbaren und sich beraten lassen.
  • Auftrag erteilen und Termin vereinbaren.

Abdichten und abschließende Maßnahmen:

  • Terrasse leerräumen.
  • Boden trocknen lassen, beispielsweise durch Folie vor Regen schützen.
  • Vorbereitungen nach Absprache durchführen.
  • Dafür sorgen, dass der Betrieb Zugang zur Terrasse hat sowie zu einem Strom- und Wasseranschluss.

Rund um das Abdichten einer Terrasse:

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