Terrasse bauen
Kosten pro m²*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
50,22 €*
105,84 €
237,33 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet der Bau einer Terrasse?

Eine Terrasse ist im Sommer eine perfekte Erweiterung des Wohnraums. Hier spielt sich in der warmen Jahreszeit ein großer Teil des Familienlebens ab. Es lohnt sich daher, eine Terrasse ans Haus zu bauen.

Die Kosten hängen von der Größe, dem Untergrund und natürlich auch von der Bauart der Terrasse ab. Sie hat üblicherweise eine Größe von 20 bis 30 Quadratmeter. Am preisgünstigsten ist die Terrasse, wenn das Niveau des Bodens ungefähr dem der Wohnfläche entspricht, da oft ein Pflastern des Bodens als einzige Baumaßnahme ausreicht. Teurer wird es, wenn ein Höhenunterschied zu überwinden ist oder ob der Boden aufwendig zu verfestigen ist.

Terrasse bauen: Kosten im Überblick

PostenBetonterrasseHolzterrasse
Splitt60 - 80 €60 - 80 €
Betonpfosten (Fundament)60 - 100 €60 - 100 €
Balkenkonstruktion (Holz)-160 - 200 €
Dielenbelag-700 - 900 €
Randeinfassung (13 m)182 - 208 €-
Pflastersteine/Terrassenplatten160 - 2.400 €-
Einkehrmaterial60 - 80 €-
Planung400 - 1.000 €400 - 1.000 €
Handwerkerkosten1.400 - 3.000 €1.600 - 4.400 €
Summe2.300 - 6.000 €2.980 - 4.700 €

Die Kosten für den Terrassenbau im Detail

Je nach Art und Lage der Terrasse fallen Kosten an für:

Terrasse vor weitläufigem Park
Eine Terrasse mit Blick auf eine weitläufige Parkanlage.
Quelle © pixabay.com

1. Planung

2. Aushub

3. Unterbau

4. Bodenbelag

5. Randeinfassung

Die Materialkosten hängen in erster Linie von der Größe und den Ansprüchen an das Material ab. Edle Bodenplatten oder wertvolle Hölzer machen den Bau teurer. Die Arbeitskosten sind stark vom erforderlichen Aufwand abhängig, also von dem nötigen Aufbau des Unterbaus und ob beispielsweise eine Treppe gebraucht wird.

Materialkosten – das kosten Unterbau und Belag

Hinweis: Die genannten Preise beziehen sich auf einen Quadratmeter und sind als Richtwert zu verstehen.

Im einfachsten Fall sind lediglich Kosten für Splitt in Höhe von drei bis vier Euro relevant. Realistischer ist es, zusätzlich auch die Kosten für ein Punktfundament aus Betonpfeilern in Höhe von drei bis fünf Euro einzuplanen.

Falls die Terrasse nicht ebenerdig angelegt werden kann, ist eine Holzterrasse sinnvoll. Die Balkenkonstruktion schlägt mit acht bis zehn Euro zu Buche. Der Bodenbelag aus Holzdielen mit 35 bis 45 Euro. Diese Kosten addieren sich zu denen für Splitt und Fundament.

Sofern es keinen großen Höhenunterschied zu überwinden gilt, reicht es, die Terrasse zu pflastern und den Rand mit Steinen einzufassen. Die Randsteine kosten etwa 14 bis 16 Euro pro Meter und Pflastersteine gibt es bereits ab acht Euro pro Quadratmeter. Für Fugen-Einkehrmaterial fallen etwa drei bis vier Euro an.

Arbeitskosten für den Bau einer Terrasse

Naturgemäß steht vor dem Bau die Planung. Es ist grundsätzlich sinnvoll diese einem Fachmann zu überlassen. Dieser weiß am besten, wie der Unterbau in Abhängigkeit vom vorhandenen Gelände und der Beschaffenheit des Unterbodens aufzubauen ist. Je nach Aufwand kostet die professionelle Planung zwischen 400 und 1.000 Euro.

Terrasse mit Blick auf Wasserfläche
Terrasse mit Blick auf Wasserfläche: das verspricht Lebensqualität.
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Für das Fundament und das Pflastern ist mit 70 bis 100 Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Höhere Preise sind möglich, wenn beispielsweise bestimmte Verlegemuster oder Steine mit unregelmäßigen Rändern gewünscht sind.

Fundament und Bau einer Holzterrasse berechnen die meisten Betriebe mit 80 bis 120 Euro pro Quadratmeter.

Terrassen sind nicht überall erlaubt

Eine Baugenehmigung ist für eine Terrasse selten erforderlich, aber natürlich sollte sich jeder, der einen solchen Freisitz plant, zuvor erkundigen. Generell sind Regeln bezüglich des Erscheinungsbildes des Hauses zu beachten. Auch dürfen die Nachbarn nicht unnötigerweise belästigt werden. Daher macht es Sinn, sich mit diesen abzusprechen.

Der Bau einer Terrasse erfordert in der Regel einen Bauantrag. Bei diesem Verfahren prüft die Behörde, ob eine Baugenehmigung nötig ist beziehungsweise ob der Bau generell verboten oder erlaubt ist. Diese Fragen klären die Fachbetriebe bei der Planung des Baus.

Teures Material ist nicht immer das beste

Der Preis des Baumaterials besagt nur wenig über den Preis. Teure Hölzer sind beispielsweise seltener, aber nicht unbedingt haltbarer als preisgünstige. Bei Terrassenplatten oder bei Pflastersteinen hängt der Preis meist vom Design ab. Eine teure Platte aus Naturstein kann empfindlicher sein, als eine einfach aus Beton.

Wem ein langlebiger Bodenbelag wichtig ist, sollte nach Abriebs-, Witterungs- und UV-Beständigkeit wählen. Zumindest auf Anfrage geben die Hersteller entsprechende Daten über die zu erwartende Haltbarkeit heraus.

Die Sicherheit der Terrasse nicht vergessen

Tipp:

Bei der Wahl des Bodenbelags beachten: Terrassen sind häufig feucht, teilweise bilden sich Moose und Flechten auf dem Boden. Ein rauer Belag bietet mehr Standsicherheit als ein glatter.

Terrassen sind häufig feucht, teilweise bilden sich Moose und Flechten auf dem Boden. Ein rauer Belag bietet mehr Standsicherheit als ein glatter. Das sollte bei der Wahl des Bodenbelags bedacht werden.

Bei den Kostenrechnungen ist kein Geländer eingeplant. Dieses ist aus rechtlicher Sicht nicht erforderlich, wenn der Terrassenboden nur knapp über dem umgebenden Erdreich liegt. Hier ist zu bedenken, dass auch kleine Stufen zu Unfällen führen können. Auf der anderen Seite schränken Geländer die Bewegungsfreiheit ein.

Eigenleistungen nur nach Absprache mit dem Fachmann

Immer wenn die Kosten für die Arbeit den Materialpreis übersteigen, stellt sich die Frage, ob ein Heimwerker nicht ohne Handwerker auskommt. Bei der Planung sollte niemand auf den Fachmann verzichten. Die Vorbereitung des Untergrunds, den Bau des Fundaments und auch das Aufbringen des Belags, kann ein Laie erledigen.

Wichtig ist aber, sich mit dem Fachbetrieb abzusprechen. Nicht selten führt die Sparsamkeit des Bauherrn später zu erheblichen Mehrkosten. Ein nicht fachgerecht gesetztes Fundament führt beispielsweise später zur Absenkung der Terrasse. Ein falsch verlegter Bodenbelag kann den Untergrund beschädigen.

Checkliste zum Terrassenbau

Vor dem Bau:

  • Klären, ob eine Terrasse am gewünschten Ort rechtlich möglich ist.
  • Größe des Freisitzes festlegen.
  • Betrieb für die Planung einschalten.
  • Sich für die Art der Terrasse und den Bodenbelag entscheiden.
  • Konkreten Plan erstellen und mit dem Bauamt abklären.

Ablauf der Bauphase:

  • Hindernisse aus dem Baubereich entfernen.
  • Boden auskoffern.
  • Fundament anlegen.
  • Falls nötig: Unterkonstruktion anlegen.
  • Belag aufbringen.

Nach dem Bau:

  • Boden reinigen.
  • Falls nötig imprägnieren.
  • Eventuell Geländer anbringen.
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