Trittschalldämmung
Kosten pro m²*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
5,70 €*
8,31 €
13,50 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet eine Trittschalldämmung?

Ohne Trittschalldämmung ist jeder Schritt in den darunterliegenden Räumen zu hören. Das Dämmen ist bei jedem Boden sinnvoll, aber bei Laminat, Parket und Fliesen unvermeidbar. Die Kosten hängen vom Material, dessen Dicke und von der Größe des Raumes ab.

Die Kosten im Detail

Bei der Trittschalldämmung sollte niemand am Material sparen. Generell gilt, ein dicker Dämmstoff ist besser als ein dünner, aber auch teurer.

Kosten des Dämmstoffs

Weit verbreitet ist das Dämmen mit PE-Schaum, der geschlossene Zellen hat. Pro Quadratmeter kostet das Material zwischen 0,50 und 1,50 Euro. Das Material ist zwischen zwei und fünf Millimeter stark. Polystyrolschaum kostet, bei einer Stärke von fünf Millimetern, etwa zwei bis drei Euro. Dieses Material absorbiert Schall besser als PE. Hochwertige Dämmunterlagen kosten bis zu zehn Euro pro Quadratmeter.

Trittschalldämmung: Kosten im Überblick

PostenTrittschalldämmungBodenbelag
Dämmstoff 200 - 240 €400 - 800 €
Verlegen40 - 80 €320 - 450 €
Fahrtkosten-15 - 20 €
Tür abfräsen-25 - 40 €
Übergangsprofil anbringen-5 - 10 €
Sockelleisten 19 m-95 - 130 €
Sockelleisten montieren 19 m-40 - 50 €
Gesamtkosten 240 - 320 €900 - 1500 €

Service Beispiel

In einem Wohnzimmer mit 40 Quadratmetern soll Laminat verlegt werden und gleichzeitig eine Trittschalldämmung von mittlerer Qualität.

Preise für das Verlegen einer Trittschalldämmung

Da eine Trittschalldämmung immer mit dem Verlegen eines Fußbodens zusammenfällt, bietet es sich an, den Bodenleger auch mit dem Dämmen zu beauftragen. Die meisten Betriebe verlangen einen Aufpreis von ein bis zwei Euro pro Quadratmeter.

Beachtenswertes bei einer Trittschalldämmung

Pro Quadratmeter kostet das Verlegen der Dämmung meist nur ein bis zwei Euro, das Material ist deutlich teuer. Die Auswahl sollte also sorgfältig erfolgen.

Funktionen der Dämmstoffe

Die Platten oder Matten reduzieren den Trittschall, den Raumschall und schonen den Bodenbelag. Manche Stoffe gleichen auch Unebenheiten des Untergrundes aus.

Die Reduzierung des Trittschalls wird in der Regel in dB angeben. Ein guter Dämmstoff vermindert beispielsweise den Schall, der in den darunterliegenden Räumen ankommt, um 17 bis 20 dB.

Hammer auf Holzboden
Trittschalldämmung: damit Fußtritte nicht wie Hammerschläge durch das Gebäude schallen.
Quelle © pixabay.com

Der Raumschall bezieht sich auf die Geräusche, die in dem Raum, in dem der Boden liegt, zu hören sind. Diese Minderung wird in Prozent angeben. Gute Dämmstoffe schaffen es, 30 Prozent des Schalls zu absorbieren.

Genaue Angaben über die Fähigkeit, Unebenheiten auszugleichen, gibt es nicht. Starre dicke Platten sind besser als weiches elastisches Material.

Welche Auswahlkriterien sind von Bedeutung?

Wenn der Untergrund eben ist, beispielsweise Fließestrich, ist die Fähigkeit des Dämmstoffs ausgleichend zu wirken, bedeutungslos. Auch braucht niemand eine gute Trittschalldämmung, wenn es unterhalb des Bodens keine Räume gibt, in denen sich Menschen aufhalten. In einem Keller ist lediglich der Raumschall wichtig.

Die Ansprüche an das Reduzieren des Raumschalls dürften geringer sein, wenn in dem Raum ein Teppichboden verlegt wird. Er schluckt ohnehin den Schall.

Je nach Räumlichkeiten kann auch Beständigkeit gegen Nässe von Bedeutung sein. Auch die Eignung für Fußbodenheizungen ist unter Umständen entscheidungsrelevant.

Information

Niemand braucht eine gute Trittschalldämmung, wenn es unterhalb des Bodens keine Räume gibt, in denen sich Menschen aufhalten. In einem Keller ist lediglich der Raumschall wichtig.

Auf jeden Fall ist es nicht sinnvoll, Trittschalldämmstoffe zu erwerben, bei denen der Anbieter keine Angaben über die schalldämmende Wirkung machen kann. Die Annahme, dass jeder Schaum etwas bewirkt, ist falsch. Es kann sogar vorkommen, dass es lauter wird, wenn ein ungünstiger Stoff zum Einsatz kommt.

Eigenleistungen bei der Trittschalldämmung gut überdenken

Bodenleger bringen die Trittschalldämmung meist in einem Arbeitsgang mit dem Oberboden an. Es macht also wenig Sinn, den Dämmstoff vorab auszulegen. Die zusätzlichen Kosten für das Dämmen sind ohnehin, im Vergleich zum Verlegen des Bodens, gering.

Natürlich kann ein geübter Heimwerker beides selber verlegen. Allerdings birgt dies das Risiko, dass der fertige Boden nicht perfekt ist. Bei einem teuren Bodenbelag sollte niemand auf das Verlegen durch einen Fachmann verzichten.

Checkliste fürs Verlegen einer Trittschalldämmung

Grundsätzliche Erwägungen:

  • Bodenbelag aussuchen.
  • Entscheiden, ob das Material Trittschall oder Raumschall oder beides dämmen muss.
  • Weitere Eigenschaften wie Ausgleich von Unebenheiten und Dampfsperre mit einbeziehen.
  • Bei Fußbodenheizung auf entsprechende Eignung achten.
  • Material auswählen.

Einen Handwerker finden:

  • Arbeiten mit Angabe des Bodenbelags, der Trittschalldämmung und der Raumgröße ausschreiben.
  • Angebote vergleichen.
  • Betrieb nach Qualifikation und Preis auswählen.

Verlegen und abschließende Arbeiten:

  • Termin vereinbaren.
  • Raum nach Absprache für das Verlegen vorbereiten.
  • Für Zugang zum Raum, Wasser und Strom sorgen.
  • Erst nach Freigabe durch den Handwerker den Raum betreten.
  • Boden reinigen und dabei auf Fehler achten.
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