Winterdienst
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
45 €*
220 €
1.000 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet Winterdienst?

Naht ein schneereicher Winter, beginnt damit auch die oft lästige Räumpflicht vor dem eigenen Haus. Der Hauseigentümer ist dazu verpflichtet, Gehwege, Fußwege, Einfahrten und Parkflächen im Zeitraum von 7 bis 20 Uhr täglich zu räumen. Kommt er seiner Räumungspflicht nicht nach, geht er ein Haftungsrisiko, im Falle eines dadurch entstandenen Unfalles, ein.

Ist diese Aufgabe alleine nicht zu schaffen, hilft ein professioneller Winterdienst beim Schneeräumen und Streuen der Flächen. Die Preise für den Räumdienst variieren von Region zu Region und Siedlungsgebiet und sind daher nicht genau zu kalkulieren.

Die Kosten im Detail

Gewöhnlich berechnet sich der Winterdienst nach einem Quadratmeterpreis, aber auch Pauschalangebote, die die Wintermonate von November bis März einbeziehen, sind möglich.

Winterdienst: Kosten im Überblick

PostenKosten ländliches GebietKosten Stadt
Handräumung (Fußweg)10 - 25 €75 - 90 €
Maschinenräumung (Parkplatz / Einfahrt)50 - 75 €225 - 325 €
Streugut12 - 30 €12 - 30 €
Gesamtkosten72 - 130312 - 445

Service Beispiel

Ein Winterdienst wird mit der Schneeräumung eines Mehrfamilienhauses an Werktagen beauftragt. Ein Fußweg von 10 m² soll von Hand geräumt werden. Parkplatz und Einfahrt haben eine Fläche von insgesamt 50 m² und werden mit einer Maschine geräumt.

Hinweis: In der Tabelle sind keine Bereitschaftspauschale und keine Nacht- oder Wochenendzuschläge enthalten, die den Preis nochmals erhöhen. Die Kosten für Stadt und ländliche Gebiete werden zum Vergleich gegenübergestellt.

Kosten für Streugut werden gesondert berechnet

Neben der reinen Arbeit des Schneeschiebens, wird Streugut benötigt. Hier muss der Auftraggeber mit 0,20 bis 0,50 Euro pro Quadratmeter rechnen. Umso größer die zu räumende Fläche ist, desto wahrscheinlicher sind Rabatte beim Streugut.

Die Kosten für die Räumung

Schneeschaufel
Selbst zur Schaufel zu greifen ist kaum eine Option, will man im Berufsalltag allen Verpflichtungen nachkommen.
Quelle © pixabay.com

Bei der Kostenberechnung sind die Region und das Gebiet ein preisbestimmender Faktor. Auch ob es sich um eine Maschinen- oder Handräumung handelt, ist wichtig für die Kalkulation der Gesamtkosten.

In ländlichen Bereichen ist mit einem Quadratmeterpreis von 1 bis 1,50 Euro für das reine Schneeräumen und Streuen zu rechnen. In kleineren Städten steigen die Preise auf bis 2,50 Euro pro Quadratmeter.

In größeren Städten oder sehr dicht besiedelten Gebieten liegen die Preise deutlich höher. In Berlin oder Hamburg kostet eine Maschinenräumung beispielsweise 6,50 pro Quadratmeter. Die Räumung von Hand, kann mit bis zu 9 Euro pro Quadratmeter zu Buche schlagen. Hier ist aber zu berücksichtigen, dass die zu räumenden Flächen in Städten deutlich kleiner sind, als in ländlichen Gebieten.

Hinzukommt eine monatliche Bereitschaftspauschale, die bei etwa 20 bis 60 Euro liegt. In der Regel fällt diese Pauschale zwischen November und März an und gibt die Sicherheit, dass der Winterdienst zuverlässig kommt und auch spontan zur Verfügung steht.

Wochenend- und Feiertagszuschläge für den Winterdienst

Zuschläge:

Feiertagszuschlag: 50% - 75%
Nachtzuschlag: 30% - 40%

Für die Feiertage muss mit Zuschlägen gerechnet werden. Diese Zuschläge liegen bei etwa 50 bis 75 Prozent. Zuschläge für die Nacht (zwischen 20 und 5 Uhr) belaufen sich auf 30 bis 40 Prozent des veranschlagten Quadratmeterpreises.

Pauschal- und Stundenpreise beim Winterdienst

Auch Pauschalpreise sind bei einigen Winterdiensten möglich. Diese gelten für den gesamten Winter oder auch nur für einzelne Monate.

Die Entscheidung für ein Pauschalangebot sollte sorgfältig überdacht werden, da nie vorhersehbar ist, wie schneereich der Winter wird. Im Zweifelsfall zahlt man viel für wenig Service, weil kein Schnee vorhanden ist.

Beachtenswertes beim Beauftragen eines Winterdienstes

Preise der verschiedenen Anbieter zu vergleichen, lohnt sich hier ganz besonders. Dennoch ist es nicht ratsam, nur auf den Preis zu schauen. Arbeitet der Winterdienst nicht gründlich, entsteht ein höheres Risiko für mögliche Haftungsschäden.

Faktoren, die den Quadratmeterpreis für die Schneeräumung bestimmen

Schneefräse
Professioneller Winterdienst mit spezialisierten Fahrzeugen.
Quelle © pixabay.com

Die Berechnung des Quadratmeterpreises für den Winterdienst ist nicht nur abhängig von der Region, er richtet sich auch nach der Zugänglichkeit des Geländes.

Maschinenräumungen sind in der Regel günstiger als Handräumungen. Es lohnt sich also, die Handräumung selbst zu übernehmen, wenn man Kosten sparen möchte.

Den Winterdienst besser einem Dienstleister als einem Privatmann überlassen

Muss der Winterdienst abgegeben werden, weil der Hausherr aus unterschiedlichen Gründen verhindert ist, sollte der Auftrag immer einem professionellen Dienstleister übergeben werden. Dies hat versicherungstechnische und rechtliche Gründe. Jeder Betrieb ist in der Regel versichert, aber danach zu fragen ist erforderlich. Manchmal ist eine Versicherung nur mit einem Aufpreis zu bekommen.

Durch einen professionellen Dienstleister senkt sich das Haftungsrisiko bei Schäden durch Schnee- und Eisglätte auf den Wegen vor dem Grundstück.

Checkliste für die Beauftragung eines Winterdienstes:

Vor der Beauftragung eines Räumungsdienstes:

  • Überlegen, was geräumt werden muss.
  • Kann ein Teil der Räumung von Hand selbst übernommen werden? (spart Kosten).
  • Angebote vergleichen und sich für eines entscheiden. /li>
  • Nach Versicherung erkundigen, wegen Haftungsrisiko bei Schäden.
  • Besprechen, wie das Angebot aussehen soll und nach Rabatten fragen (Kosten pro Räumung / Pauschalangebot für den ganzen Winter).
  • Eventuell Material für die Räumung besorgen (Art und Umfang mit dem Räumdienst besprechen).

Die Durchführung des Winterdienstes:

  • Arbeitszeiten genau definieren.
  • Welche Zufahrten und Wege müssen geräumt werden? Schriftlich festhalten, um Missverständnisse zu vermeiden.
  • Arbeitet der Räumdienst gründlich? Bei Unzufriedenheit sofort reklamieren, um unnötigen Ärger zu vermeiden.
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