Wohnung tapezieren
Was kostet es?
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
300 €*
1391 €
3600 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Preisradar Wohnung tapezieren

Beim Erstbezug oder nach einem Umzug ist oft eine ganze Wohnung zu tapezieren. Die Arbeit ist zeitaufwendig und erfordert einiges an Geschick. Der Gedanke, die Arbeit einem Profi zu überlassen liegt nahe. Doch was kostet es eine ganze Wohnung zu tapezieren?

Die Kosten des Tapezierens einer Wohnung im Detail

Die Höhe der Kosten ist abhängig vom Untergrund und von der gewählten Tapete sowie der Länge der zu tapezierenden Wände. Auch besondere Schwierigkeiten wie Erker, schräge Wände und Nischen erhöhen die Kosten.

Die Gesamtkosten im Überblick

PostenKosten
Tapete (95 Bahnen)360 – 480 €
Kleister 125 m²10 – 25 €
Summe Material370 – 525 €
Spachteln 30 m²150 – 1.200 €
Tapezieren 125 m²870 – 1.250 €
Anfahrtskosten 3x150 – 240 €
Summe Handwerker1.170 – 2.690 €
Gesamtsumme1.540 – 3.215 €

Beispieltabelle: Eine Wohnung mit 100 Quadratmetern Wohnfläche und einer Wandlänge von 50 Metern sowie einer Höhe von 2,50 Metern, soll komplett neu tapeziert werden. Alte Tapete ist nicht zu entfernen, aber 1/4 der Wände ist zu verspachteln. Der Hausherr entscheidet sich für Papier- und Vliestapeten mittlerer Qualität.

Mit diesen Materialkosten ist zu rechnen

Nahezu alle Tapetenrollen haben einen Breite von 0,53 Metern. Die Menge der benötigten Tapeten lässt sich überschlagsmäßig leicht ermitteln: Länge aller zu tapezierenden Wände in der Wohnung, dividiert durch 0,53, ergibt die Anzahl der Bahnen. Die Gesamtlänge an Tapete errechnet sich aus diesem Wert, multipliziert mit der Raumhöhe.

Für Papier-, moderne Acryl- und Vliestapeten ist mit Kosten von 0,50 bis 3 Euro pro Meter zu rechnen. Raufaser kostet zwischen 0,30 und 0,50 Euro pro Meter. Allerdings ist bei dieser Tapete mindestens ein Anstrich nötig. Für Farbe ist mit einem bis zwei Euro pro Meter zu rechnen.

Kleister schlägt mit 5 bis 20 Cent pro Meter zu Buche. Gute Qualität lässt sich besser verarbeiten und hält auch schwere Tapeten.

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Kosten für das Anbringen der Tapete

Die Arbeit berechnen die meisten Betriebe nach Stunden oder nach Quadratmeter Wandfläche. Diese errechnet sich aus der Länge aller Wände, multipliziert mit der Raumhöhe. Fenster- und Türflächen werden nicht gesondert berechnet.

Das Entfernen alter Tapeten schlägt mit 5 bis 20 Euro zu Buche. Es kommt auf die Art der Tapeten und die Anzahl der Schichten an, die zu entfernen sind. Stark beschädigte Wände spachtelt der Fachmann vor dem Tapezieren. Bei sehr dünnen Tapeten bringt er außerdem eine sogenannte Makulatur auf. Dieses kostet zwischen 5 und 40 Euro pro Quadratmeter. Überschlagsmäßig ist damit zu rechnen, dass etwa 1/4 bis 1/3 der Wände zu spachteln sind.

Gut zu klebende Tapeten, bei denen kein Rapport zu beachten ist, bringen Tapezierer für fünf bis acht Euro pro Quadratmeter an. Bei Tapeten, die sich schlecht verarbeiten lassen, ist mit sieben bis zehn Euro zu rechnen. Für das Tapezieren mit gemusterte Tapeten veranschlagen die Betriebe zwischen 7 und 14 Euro, je nach Schwierigkeitsgrad.

Raufaser lässt sich gut anbringen, es ist daher mit etwa fünf Euro zu rechnen. Aber für den nötigen Anstrich sind vier bis sechs Euro pro Quadratmeter zusätzlich einzukalkulieren.

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Beachtenswertes beim Tapezieren von Wohnungen

Die Höhe der Kosten hängt ganz entschieden von der richtigen Vorbereitung und von der Art der Tapete ab, die angebracht werden soll. Es macht Sinn sehr sorgfältig zu planen, um die Kosten zu senken.

Tapeziertisch mit Kleister und Tapete
Ein Fachbetrieb bringt benötigte Arbeitsmaterialien gleich mit: Tapeziertisch mit Kleister und Tapete.
Quelle © pixabay.com

Wahl der Tapete

Günstige dünne Tapeten lassen sich oft schwer kleben. Der Untergrund muss absolut eben sein und manchmal ist sogar eine Untertapete unbedingt erforderlich. Der Betrieb muss außerdem die Wände sorgfältig verspachteln, das verursacht alles hohe Kosten.

Dicke Strukturtapeten sehen auch auf nicht optimalem Untergrund gut aus. Ideal sind Sorten, die sich mehrfach überstreichen lassen, aber nicht wie Raufaser sofort eines Anstrichs bedürfen.

Gemusterte Tapeten setzen kluge Auftraggeber nur sehr sparsam ein, dort wo Muster tatsächlich wichtig sind, um einen Raum zu verschönern.

Kosten sparen und die Wohnung selbst vorbereiten

Wichtig ist, die Wände von alten Belägen schonend zu befreien. Im ersten Schritt sind alle Nägel und Schrauben zu entfernen. Anschließend kommt eine Nagelwalze zum Einsatz, um die Überfläche der Tapeten zu lochen. Nun heißt es mit Wasser und Tapetenlöser den Belag zu durchweichen und sanft anzuziehen.

Kratzen mit einem Spachtel ist grundsätzlich falsch, da dies zu Schäden am Putz führt. Wer geschickt ist, kann auch die Dübellöcher selber verspachteln. Die Tapete sollte dann ein Fachmann aufbringen, damit sie richtig angebracht ist und kein Schandfleck in der Wohnung ist.

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Checkliste für das Tapezieren einer Wohung

Tapezieren vorbereiten:

  • Länge und Höhe aller Wände und Räume ausmessen.
  • Zustand der Wände beurteilen.
  • Tapeten auswählen.

Fachbetrieb suchen:

  • Arbeiten ausschreiben (Länge der Wände und Höhe der Räume, Art der Tapeten und Zustand der Wände angeben).
  • Angebote prüfen und Betrieb auswählen.
  • Über die Wahl der Tapete sprechen.
  • Entscheiden, wer das Material besorgt.
  • Genau festlegen, wer welche Vorarbeiten erledigt.
  • Auftrag erteilen.
  • Termin vereinbaren.

Wohnung renovieren:

  • Vorarbeiten rechtzeitig erledigen.
  • Handwerkern Zugang zur Wohnung und zu Wasser und Strom ermöglichen.
  • Prüfen, ob Wände korrekt tapeziert wurden (saubere Stoßkanten, keine Blasen, Muster müssen stimmig sein).
Bildnachweis © pixabay.com