Haus verputzen: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Aktualisiert am

Beschädigten Putz an Ihrer Außenfassade sollten Sie schnellstmöglich erneuern. Dafür bezahlen Sie zwischen 4.000 und 8.500 Euro (ohne Wärmedämmung) oder zwischen knapp 6.300 und 14.600 Euro (mit Wärmedämmung). Lesen Sie hier, wie sich die Außenputz-Kosten zusammensetzen und welche Faktoren entscheidend sind.

Sie möchten individuelle Antworten von Handwerkern vor Ort?

4.7

Bestbewertete Maurer und Betonbauer

Unsere Maurer und Betonbauer sind mit 4.7 von 5 bewertet, basierend auf 145 Bewertungen von Auftraggebern.

Geprüfte Qualität

Bei uns finden Sie nur Handwerker mit geprüften Qualifikationen und Zulassungen.

Inhaltsverzeichnis:
  1. Fassade verputzen – Kosten für 2024 im Überblick
  2. Fassade oder Haus neu verputzen – So setzen sich die Kosten im Detail zusammen
  3. Wie lang dauert es, eine alte Fassade neu zu verputzen?
  4. Außenfassade verputzen: Warum der Profi unentbehrlich ist
  5. Haus verputzen: Achten Sie besonders auf diese Faktoren
  6. Spartipps: So können Sie die Kosten für Ihren Außenputz senken
  7. Außenfassade verputzen: Ganz einfach mit MyHammer
  8. FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Verputzen von Außenwänden
  9. Checkliste: So verputzen Sie Ihre Außenfassade richtig

Fassade verputzen – Kosten für 2024 im Überblick

Möchten Sie Ihre Außenfassade ohne Wärmedämmung verputzen, rechnen Sie mit Kosten zwischen knapp 4.100 und knapp 8.600 Euro. Mit Wärmedämmung beläuft sich die Rechnung auf rund 6.300 bis 14.700 Euro. Die große Preisspanne in beiden Fällen basiert auf den unterschiedlichen Posten. Entscheidend dabei sind:

  • Materialkosten (Grundierung, Unter- und Oberputz etc.)
  • Arbeitskosten (Arbeitszeit & Arbeitsaufwand)
  • Gerüst

Praxisbeispiel: Diese Kosten kommen beim Verputzen einer Fassade auf Sie zu

Sie müssen nicht grundsätzlich alle Außenwände neu verputzen lassen, nur weil eine davon beschädigt ist. Für unser Praxisbeispiel gehen wir von einer Fassade von 120 Quadratmetern aus (15 Meter breit, 8 Meter hoch) aus. Türen und Fenster nehmen dabei 10 Quadratmeter ein.

Entsprechend setzen sich die Kosten für das Verputzen der Außenfassade folgendermaßen zusammen:

PostenOhne WärmedämmungMit Wärmedämmung
Gerüst 120 m²600 - 1.200 Euro600 - 1.200 Euro
Dämmstoff 110 m²-550 - 1.100 Euro
Putz 110 m²440 - 880 Euro440 - 880 Euro
Putzschienen 150 Meter300 - 450 Euro300 - 450 Euro
Summe Gerüst + Material1.340 - 2.530 Euro1.890 - 3.630 Euro
Dämmen 110 m²-1.650 - 4.950 Euro
Verputzen 110 m²2.750 - 6.050 Euro2.750 - 6.050 Euro
Summe Handwerkerkosten2.750 - 6.050 Euro4.400 - 11.000 Euro
Gesamtkosten4.090 - 8.580 Euro6.290 - 14.630 Euro

Fassade oder Haus neu verputzen – So setzen sich die Kosten im Detail zusammen

Ohne Wärmedämmung kommen Sie in den seltensten Fällen aus, wenn Sie eine Außenfassade verputzen. Daher fließt sie im Folgenden in die Gesamtkostenrechnung mit ein:

Materialkosten für Dämmung und Putz

Je nach erforderlicher Dicke und Option rechnen Sie für das Dämmmaterial mit 5 bis 10 Euro je Quadratmeter. Kleber und Schrauben inklusive. Die Grundierung schlägt mit 4 bis 8 Euro zu Buche. Dazu kommen die Kosten für Unterputz (20 bis 25 Euro) und Oberputz (12 bis 24 Euro).

Alle Posten rechnen Fachfirmen pro Quadratmeter ab. Einfluss auf die Kosten nehmen Material und Putzdekor. Ein zusätzlicher Posten sind die Außenputzschienen. Pro Quadratmeter (1,50 Euro) rechnen Sie 1,50 Meter Schiene.

Einfluss auf die Kosten nehmen folgende Faktoren:

  • Fassadengröße
  • Fassadenhöhe
  • Aufbau der Fassade
  • Frage nach Wärmedämmung

Außenfassade verputzen: Handwerkerkosten

Untergrund, Dicke des Dämmstoffs sowie die Art des Dämmmaterials prägen auch die Handwerkerkosten. Entsprechend erstreckt sich die potenzielle Rechnung auf 15 bis 45 Euro je Quadratmeter. Ähnlich groß fällt die Preisspanne bei den Kosten für die Verputzarbeit der Handwerker aus (25 bis 55 Euro). Entscheidend dabei: Müssen die Experten den Untergrund aufwändig vorbereiten? Wie viele Aufträge benötigen sie?

Bedenken Sie außerdem: Leben Sie nicht in einem Bungalow, benötigen Sie für das Verputzen Ihrer Außenfassade ein Gerüst. Das kostet extra. Für einen Monat Mietzeit sowie Auf- und Abbau rechnen Sie mit 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter.

Wie lang dauert es, eine alte Fassade neu zu verputzen?

Die Außenfassade eines kleinen Reihenhauses erstreckt sich im Durchschnitt auf rund 100 Quadratmeter. Die Profis müssen die Fassade doppelt verputzen (Ober- und Unterputz). Grundsätzlich können Sie für eine Fassade von 100 Quadratmetern daher von circa zwei Wochen Arbeitszeit ausgehen.

Gleichzeitig gibt es Faktoren, die den Prozess bremsen oder beschleunigen:

  • Das Wetter: Frost, Schnee, Regen etc. verzögern die Arbeiten.
  • Anzahl der Arbeiter: Ein Helfer, der den Putz regelmäßig frisch anrührt, beschleunigt den Prozess.
  • Schäden an der Fassade: Sind zuerst Reparatur- und Ausbesserungsarbeiten notwendig, zieht sich das Projekt in die Länge.
  • Trocknungszeit: Manche Putzarten benötigen länger, bis sie trocken sind als andere.

Außenfassade verputzen: Warum der Profi unentbehrlich ist

Bei ersten Schäden sollten Sie Ihre Außenfassade schnellstmöglich neu verputzen. Sonst fehlt ihr die Schutzhülle. Mit der möglichen Konsequenz größerer Schäden und noch höherer Kosten. Entsprechend benötigt auch ein Neubau schnellstmöglich seine Schutzhülle.

Am sinnvollsten – meistens sogar zwingend erforderlich – ist dabei die Variante mit Wärmedämmung. Der Wärmedämmputz außen kostet pro Quadratmeter zwar mehr, schützt Ihre Räume aber effektiv vor Nässe und Kälte.

Haus verputzen: Achten Sie besonders auf diese Faktoren

Ohne Beratung sollten Sie nie beginnen. Nur so finden Sie das passende Dämmmaterial sowie den richtigen Putz.

Haus neu verputzen: Kosten im Griff durch passende Komponenten

Tragende Bausubstanz, Dämmung, Putz und Farbe müssen zueinander passen. Nur so ergibt alles eine funktionierende Einheit. Ist Ihre Wand beispielsweise diffusionsoffen, verputzen Sie sie nicht mit dicht schließenden Materialien. Für die Dämmungen sollten Sie immer diffusionsoffene Materialien nutzen. Nur so kann Feuchtigkeit entweichen. Ein entscheidender Faktor, dass die Dämmung auch effektiv arbeitet.

Außenfassade verputzen: Faktor Wetter

Einfach immer verputzen funktioniert nicht. Putz muss dichthalten und Wetterkapriolen trotzen. Die Basis dafür legen Sie, wenn Sie den Putz bei entsprechendem Wetter auftragen (lassen). Es sollte weder stark regnen oder schneien, noch sollte sich Frost bilden. Trockene Bedingungen sind erforderlich. Die besten Temperaturverhältnisse finden Sie zwischen 5 und 30 Grad.

Außenfassade verputzen: Kostenfaktor Zustand der Wand

Natürlich ist es ärgerlich genug, wenn Sie die Außenfassade neu verputzen müssen. Trotz potenzieller Zusatzkosten sollten Sie die Wand dennoch ebenfalls prüfen. Womöglich sind auch dort Ausbesserungs- oder Reparaturarbeiten nötig und wichtig. Zwar ziehen sie die Arbeiten in die Länge und die Außenputz-Kosten steigen. Gleichzeitig dient eine einwandfreie Wand als Basis für akkurat aufgetragenen Putz. Nur so kann er seine Aufgabe erfüllen: die Wand schützen und Folgekosten vermeiden.

Spartipps: So können Sie die Kosten für Ihren Außenputz senken

Das Haus selbst neu verputzen und so Kosten sparen? Gelingt nur im Ausnahmefall. Eine Dämmung benötigen Sie im Normalfall immer. Lesen Sie hier, welche Sparmöglichkeiten wirklich sinnvoll sind und wo Sie beim Verputzen den Kostenrechner ansetzen können:

Haus neu verputzen: Sparen als Heimwerker?

Natürlich hat der Experte seinen Preis. Gleichzeitig brauchen Sie länger, wenn Sie die Außenfassade selbst verputzen. Das treibt die Kosten in die Höhe.

Beispielsweise benötigen Sie das Gerüst länger und bezahlen damit mehr Miete. Zudem dürfen Sie sich keine Fehler erlauben. Wärmebrücken können beispielsweise Schimmelbefall begünstigen. Gleichzeitig bekommt die Bausubstanz nicht den optimalen Schutz. Unterläuft dem Fachbetrieb ein Fehler, tritt sein Versicherungsschutz in Kraft. Das schützt Sie vor hohen Zusatzkosten beim Verputzen der Außenfassade.

Außenfassade verputzen: auf die Dämmung verzichten und Kosten sparen?

Eine gedämmte Außenfassade ist teurer als eine ohne – dafür auch beinahe Pflicht. Sofern Sie mehr als 10 Prozent Ihrer Fassade neu verputzen. Dann schreiben die deutschen Energie-Einsparverordnung und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz eine Dämmung vor. Die Ausnahme: Die Baumaßnahme lässt sich nicht in angemessener Zeit (meistens innerhalb von 10 Jahren) amortisieren.

Details zur Befreiung von der Dämmpflicht finden Sie in §25 EnEV. Um herauszufinden, ob die Ausnahmeregelungen auf Sie zutreffen, können Sie einen Gutachter beauftragen. Das kostet rund 1.000 Euro – circa die Hälfte der Dämmung einer Außenwand.

Außenfassade verputzen: Ganz einfach mit MyHammer

Fachbetriebe stellen sicher, dass Sie Ihre Außenfassade ordnungsgemäß verputzen. Das schützt vor Folgereparaturen und senkt damit die Kosten. Zumal Sie mit MyHammer für die Suche keinerlei Aufwand betreiben müssen. Wichtige Informationen zu allen Fachbetrieben finden Sie gebündelt auf unserer Handwerkerplattform. Ihren Onlineauftrag füllen Sie problemlos aus. Gleichzeitig ist er kostenlos – und am Ende kontaktieren die Profis Sie aktiv. Für den Faktor Sicherheit vermittelt MyHammer ausschließlich geprüfte & qualifizierte Fachbetriebe. So finden Sie problemlos und sicher den für Sie passenden Experten, um Ihre Außenwand zu verputzen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Verputzen von Außenwänden

Wir beantworten Ihnen im Folgenden die wichtigsten Fragen rund um das Verputzen von Außenfassaden und die damit verbundenen Kosten.

Fassade verputzen: Kostenrechner – Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Mehrstöckige Gebäude benötigen für das Verputzen der Außenfassade ein Gerüst. Das fließt ebenso in die Kostenrechnung ein wie das Material sowie die Arbeit der Handwerker. Zudem ist entscheidend: Benötigen Sie eine Dämmung oder nicht? Ein Haus inklusive Dämmung neu zu verputzen, kostet rund 6.300 bis 14.700 Euro. Ohne bezahlen Sie zwischen circa 4.100 und 8.600 Euro.

Fassade neu verputzen: Was kosten die Handwerker?

Im Normalfall bringen Handwerker zunächst die Dämmung an. Dafür veranschlagen sie zwischen 15 und 45 Euro pro Quadratmeter. Verputzen kostet Sie für dieselbe Fläche zwischen 25 und 55 Euro zusätzlich. Das nötige Gerüst kostet inklusive Auf- und Abbau monatlich circa 5 bis 10 Euro je Quadratmeter. Dazu kommen unterschiedliche Kostenfaktoren:

  • Untergrund
  • Mögliche Reparaturarbeiten an der Wand
  • Dicke des Dämmstoffs
  • Anzahl der benötigten Arbeitsschritte

Außenwand verputzen: Mit welchen Materialkosten kann ich rechnen?

Im Normalfall benötigen Sie beim Verputzen Ihrer Außenfassade eine Dämmung. Die schlägt mit 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Für die Grundierung rechnen Sie für dieselbe Fläche mit 4 bis 8 Euro. Beim Unter- und Oberputz belaufen sich die Quadratmeterkosten auf 20 bis 25 Euro beziehungsweise 12 bis 24 Euro. Zusätzlich brauchen Sie Außenputzschienen. Kostenpunkt: 1,50 Euro je Quadratmeter.

Haus neu verputzen: Welcher Putz ist am besten für Außenfassaden?

Regen. Schnee. Kälte. Hitze. Außenputz ist der Witterung ausgesetzt. Um die Bausubstanz das gesamte Jahr über effektiv schützen zu können, muss er also unterschiedlichsten Bedingungen standhalten. Häufig verwenden Profis für Außenfassaden daher Kalk-Zement-, Lehm- oder Zement-Putze.

Wie kann ich beim Verputzen der Außenfassade Kosten sparen?

Einfach selbst verputzen und Kosten sparen? So einfach ist es nicht. Heimwerker brauchen mehr Zeit als Profis. Entsprechend verlängert sich auch die Mietdauer des Gerüsts, das Sie beim Verputzen von Außenfassaden benötigen. Die Kosten steigen. Zumal Hobby-Handwerkern häufig Fehler unterlaufen, die kostspielige Reparaturen an der Bausubstanz nach sich ziehen können.

Kosten sparen können Sie theoretisch, indem Sie die Außenfassade ohne Dämmung verputzen. Entsprechend deutscher Energie-Einsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz ist das allerdings nur in absoluten Ausnahmefällen gestattet. Ob Sie darunter fallen, kann ein Gutachter ermitteln. Für dessen Leistung bezahlen Sie rund 1.000 Euro.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Verputzen von Außenwänden

Planung

  • Klären Sie mit der Gemeinde ab, ob Sie die Straße vor Ihrem Grundstück sperren müssen.
  • Sperren Sie sie, falls nötig.
  • Stellen Sie eine freie Zufahrt zum Haus sicher.
  • Lassen Sie das Gerüst am Tag vor Arbeitsbeginn aufstellen.
  • Gewährleisten Sie die Wasser- und Stromversorgung der Baustelle.
  • Lassen Sie den Zustand der Bausubstanz prüfen.

Wichtige Entscheidungen

  • Wählen Sie gemeinsam mit dem Fachbetrieb den richtigen Putz aus.
  • Legen Sie fest, ob Sie mit oder ohne Dämmung verputzen lassen.
  • Legen Sie den Umfang der Arbeiten fest.
  • Prüfen Sie, ob Sie Förderungen erhalten können – Fachbetriebe helfen dabei.

Nach dem Verputzen der Außenfassade

  • Kontrollieren Sie den Putz bzw. lassen Sie den Experten seine Arbeit begutachten.
  • Lassen Sie das Gerüst wieder abbauen.
  • Reinigen Sie die Flächen rund um Ihr Haus.
  • Prüfen Sie regelmäßig, ob sich im Haus Schimmel bildet.
  • Reklamieren Sie umgehend, sollte sich Schimmel bilden.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig, ob der Putz einwandfrei ist.
  • Lassen Sie Schäden am Putz umgehend ausbessern.