Wände verputzen: Diese Kosten erwarten Sie

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Ein fachmännisch aufgetragener Putz verleiht Ihren Wänden nicht nur den letzten Schliff. Im Außenbereich ist er außerdem nötig, um Ihre Mauern vor Schäden zu bewahren. Doch welche Kosten entstehen beim neu verputzen einer Wand? Für Innenputz müssen Sie circa 30 bis 50 Euro pro Quadratmeter für Material und Arbeitszeit veranschlagen. Außenputz ist etwas teurer mit rund 30 bis 80 Euro. Müssen die Außenwände zusätzlich gedämmt werden, kommen weitere 35 bis 210 Euro pro Quadratmeter auf Sie zu.

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Wände glatt verputzen: Kosten im Überblick

Wenn Sie Außen- oder Innenwände verputzen wollen, kommen zwei Kostenpunkte auf Sie zu: die Materialkosten und die Arbeitskosten der Handwerker. Kleine Innenwände lassen sich bereits für wenig Geld auf Vordermann bringen. Sollen dagegen die Außenwände ein neues Kleid inklusive Dämmung erhalten, müssen Sie tiefer in die Tasche greifen. In der nachfolgenden Übersicht haben wir Ihnen anhand eines Praxisbeispiels ausgerechnet, was es kostet, Wände neu verputzen zu lassen.

Kostenbeispiel: Es sind 160 m² Außenfassade zu dämmen und zu verputzen. Außerdem soll eine Garage mit dem gleichen Putz versehen werden, deren Außenwände 40m² groß sind. Im Haus werden 400m² Wandfläche verputzt.

KostenpunktPostenGrößePreis/m²Kosten
MaterialkostenDämmung160 m²5 bis 10 Euro800 bis 1.600 Euro
Außenputz und Schienen200 m²6 bis 11 Euro1.200 bis 2.200 Euro
Innenputz und Schienen400 m²4 bis 9 Euro1.600 bis 3.600 Euro
Gerüst200 m²5 bis 20 Euro1.000 bis 4.000 Euro
ArbeitskostenDämmen160 m²30 bis 200 Euro4.800 bis 32.000 Euro
Verputzen außen200 m²25 bis 70 Euro5.000 bis 14.000 Euro
Verputzen innen400 m²25 bis 40 Euro10.000 bis 16.000 Euro
Gesamtkosten100 bis 360 Euro24.400 bis 73.400 Euro

Die Kosten für das Verputzen von Wänden im Detail

Bei den Kosten, um eine Wand verputzen zu lassen, macht es einen großen Unterschied, ob es sich um eine Außen- oder eine Innenwand handelt. Auch das gewünschte Material hat Einfluss auf die Rechnung. Im Folgenden haben wir Ihnen sämtliche Preise aufgeschlüsselt. Alle Angaben beziehen sich auf einen Quadratmeter.

Materialkosten

Glatte neue Wände verleihen einem Haus oder der Wohnung gleich ein ganz neues Wohngefühl. Der erste Teil der Kosten, um Ihre Wände zu verputzen, ist das Material.

Die Quadratmeterpreise in der Übersicht:
  • Außenputz (Grundierung, Unter- und Oberputz): 4 bis 8 Euro
  • Innenputz: 2 bis 6 Euro
  • Putzschienen: 2 bis 3 Euro
  • Dämmstoff und Dämmzubehör: 5 bis 10 Euro

Arbeitskosten

Wenn Sie einen Fachbetrieb engagieren, um Ihre Wände glatt zu verputzen, fallen mehrere Kostenpunkte an:

In Außenbereich ist fast immer ein Gerüst erforderlich, das 5 bis 20 Euro kostet. Der Preis versteht sich inklusive Auf- und Abbau für eine Mietzeit von 2 bis 3 Wochen.

Muss die Wand vor dem Verputzen erst gedämmt werden, sollten Sie dafür 30 bis 200 Euro einkalkulieren. Die Kosten hängen von der Art des Dämmmaterials und der erforderlichen Aufbaustärke ab.

Die Vorbereitung der Wand und das Aufbringen des Putzes kosten zwischen 25 und 70 Euro. Der Preis hängt vom Untergrund, der Anzahl der nötigen Aufträge und vom Dekor des Oberputzes ab.

Innenputz aufzubringen kostet zwischen 25 und 40 Euro. Die Kosten für Feinputz innen wie außen liegen teils deutlich darüber.

Hinweis: In der Regel berechnen Fachbetriebe die Kosten vom Wandverputzen pro m2. Dementsprechend sind alle hier angegebenen Kosten als Quadratmeterpreise zu verstehen.

Wissenswertes: Was Sie beim Verputzen von Wänden berücksichtigen sollten

Wände von innen oder außen zu verputzen, erfordert viel Planung und sorgfältiges Arbeiten. Insbesondere ist es wichtig, dass Baumaterial, Dämmstoff und Putz miteinander harmonieren. Auch gibt es einige gesetzliche Vorgaben, die Hausbesitzer beachten müssen. Wir haben Ihnen die wichtigsten Informationen rund um Ihr Projekt zusammengestellt.

Die Materialien müssen zueinander passen

Wer beim Bau auf diffusionsoffene und biologisch unbedenkliche Baustoffe achtet, sollte das auch beim Dämmen und Verputzen tun. So macht es Sinn, in einer Produktlinie zu bleiben und bei einem Bau aus Lehmziegeln auch einen Lehmputz einzusetzen. Denn nicht alle Materialien können kombiniert werden. Beispielsweise schließt Kunstharzputz ein Mauerwerk komplett ein. Damit passt dieser Putz nicht zu einem diffusionsoffenen Dämmstoff.

Für Ihren Innenputz sind mineralische Putze oder solche auf Gips- beziehungsweise Kalkbasis ideal. Diese Varianten geben keine chemischen Substanzen an die Wohnungsluft ab und tragen dadurch zu einem angenehmen Raumklima bei.

Wand neu verputzen: Müssen Außenwände gedämmt werden?

Wenn Sie mindestens zehn Prozent Ihrer Außenwände neu verputzen lassen, sind Sie verpflichtet, die Wände vorher zu dämmen. So schreiben es die Energie-Einsparverordnung und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz vor.

Aber es gibt auch Ausnahmen: Nach Paragraf § 25 EnEV können Hausbesitzer sich von der Dämmpflicht befreien lassen, wenn sich die Maßnahme nicht in angemessener Zeit amortisiert. Möchten Sie diese Option in Anspruch nehmen, müssen Sie ein entsprechendes Gutachten vorlegen. Zwar kostet auch das Zeit und Geld, allerdings weitaus weniger als das Dämmen einer einzigen Wand.

Wände verputzen: Vertrauen Sie auf die Profis

Verputzen ist ein Handwerk, das viel Geschick erfordert. Heimwerker müssen damit rechnen, dass es Ihnen nicht gelingt, den Putz sauber an Innen- oder Außenwänden aufzutragen. Insbesondere das Verputzen von Fensterlaibungen oder Ecken ist schwierig.

Qualifizierte Maurer kennen dagegen sämtliche Tricks und Kniffe, um Ihren neuen Putz glatt und ebenmäßig aufzubringen. Hinzukommt, dass Fachbetriebe Maschinen haben, die für einen schnellen und gleichmäßigen Auftrag sorgen. Auch wenn die Kosten für das Verputzen der Wände etwas höher ausfallen, profitieren Sie langfristig von der Investition in ausgebildete Profis.

Checkliste für das Verputzen von Wänden

Planung von Innen- und Außenputz

  • Größe der zu verputzenden Flächen nach Innen-, ungedämmtem und gedämmtem Außenputz getrennt ermitteln
  • Bausachverständigen hinzuziehen, um zu klären, ob Dämmen sinnvoll ist
  • mit diesem zusammen geeignetes Material für die Bausubstanz zusammenstellen
  • wenn sinnvoll, einen Antrag auf Befreiung von der Dämmpflicht stellen
  • Umfang der Arbeiten und Material genau festlegen

Durchführung der Arbeiten

  • Arbeiten ausschreiben
  • Betrieb aussuchen und um genauen Kostenvoranschlag bitten
  • prüfen, ob eine Straßensperrung nötig ist
  • gegebenenfalls Erlaubnis von der Gemeinde einholen
  • für freie Zufahrt zum Haus sorgen
  • Gerüst rechtzeitig vor Beginn der Arbeiten aufstellen lassen
  • Innenräume, die zu verputzen sind, leerräumen
  • Handwerkern Zugang zu Wasser und Strom ermöglichen

Nach dem Verputzen

  • Sichtkontrolle des Putzes
  • erst danach das Gerüst abbauen lassen
  • Flächen im und um das Haus reinigen
  • auf Schimmelbildung im Haus achten
  • Fehler sofort reklamieren
  • Innenwände verschönern (Tapete, Farbe)
  • Außenputz regelmäßig kontrollieren und Schäden sofort ausbessern lassen