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Der Winter naht: So vermeiden Sie unnötige Heizkosten

Berlin, 10. Dezember 2015 – Mit dem Start in die Heizsaison und den sinkenden Temperaturen steigt auch der Energieverbrauch im Haushalt drastisch an. Fast 70 Prozent des Energiebedarfs aller Privathaushalte entfallen auf das Heizen.* Nicht selten werden – insbesondere für größere Wohnungen und Häuser – deutlich mehr als 1.000 Euro im Jahr fällig. Entsprechend groß ist vielerorts das mögliche Einsparpotenzial. Mit welchen Methoden Verbraucher ihr Heizverhalten optimieren können und wann besser der Profi Hand anlegen sollte, erklären die Experten von MyHammer (www.my-hammer.de), Deutschlands führendem Handwerkerportal.

Elementare Grundregeln beachten: Richtiges Heizen senkt Verbrauch und Kosten bereits spürbar

„Der Energieverbrauch im Haushalt und die damit einhergehenden Kosten lassen sich bereits mit einfachen Mitteln spürbar senken, wenn beim Heizen einige wichtige Grundregeln befolgt werden“, macht Daniel Dodt von MyHammer deutlich. „Für die Umsetzung der meisten Energiespartipps ist es nicht einmal notwendig, den Heizungsregler überhaupt anzufassen.“

„Besonders viel Geld wird im Winter durch falsches Lüften verschenkt“, weiß Dodt. Wird während der Heizperiode gekippten Fenstern statt der wesentlich effizienteren Stoßlüftung der Vorzug gegeben, können je nach Wohnungsgröße schnell Mehrkosten von bis zu 200 Euro entstehen. Zudem dauert der Luftaustausch beim Kipplüften wesentlich länger und auch die Gefahr von Schimmelbildung in den eigenen vier Wänden steigt deutlich an. Abzuraten ist auch von der weitverbreiteten Methode, angrenzende Räume über geöffnete Türen ebenfalls zu beheizen. Neben einem erhöhten Heizaufwand kann sich auch Feuchtigkeit an den kühleren Wänden absetzen und die Ausbreitung von Schimmel begünstigen.

Wichtig: Damit die Heizkörper ihre Wärme frei in den Raum abgeben können dürfen sie nicht durch Vorhänge oder Gardinen verdeckt und durch Möbelstücke zugestellt werden. Um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten und damit das Schimmelrisiko zu minimieren sollten Schränke & Co. zudem in einem Abstand von fünf bis zehn Zentimetern zu Wänden aufgestellt werden. Ein weiteres großes Einsparpotenzial liegt in der Einstellung der richtigen Raumtemperatur. Je nach Wohnbereich und Tageszeit liegt die optimale Temperatur zwischen 16-18 Grad im Schlafzimmer und 21-24 Grad im Badezimmer. Jedes Grad zu viel bedeutet sechs Prozent mehr Energieverbrauch. Mit Blick auf die Heizkosten eines vierköpfigen Musterhaushaltes von jährlich 1.000 Euro entspricht das etwa 60 Euro pro Grad und Jahr.

„Entlastet wird die Haushaltskasse auch durch ein regelmäßiges Beheizen aller Räume. Das vollständige Abdrehen oder die sporadischen Nutzung der Heizung rechnet sich hingegen nicht“, betont Dodt. „Kühlen einzelne Wohnbereiche und Wände zu stark aus, ist sehr viel Zeit und Energie notwendig, um sie wieder aufzuheizen. Tipp: Mit individuell programmierbaren Thermostatventilen lässt sich die eigene Heizung bequem steuern und bis zu 15 Prozent Heizenergie sparen.

Wann der Heizungs-Profi gefragt ist

„Ein weiterer Kostentreiber im Winter sind nicht richtig entlüftete Heizkörper“, so Dodt. „Spätestens wenn die Heizung anfängt zu gluckern und trotz aufgedrehtem Ventil nur wenig oder gar keine Wärme abgibt, besteht akuter Handlungsbedarf.“ Benötigt wird in den meisten Fällen ein Entlüfterschlüssel aus dem Baumarkt oder einem Sanitär-Fachgeschäft, um die Ventile an den Heizkörpern zu öffnen und die überschüssige Luft entweichen zu lassen. Idealerweise sollte das Entlüften nach einer kurzen Unterweisung durch einen Fachmann zweimal im Jahr durchgeführt werden. Hier bieten sich die Zeiträume vor und nach der Heizperiode an.

Unnötig teuer wird es zudem, wenn die Heizungsanlage nicht richtig eingestellt ist und weit vom Heizzentrum entfernte Elemente nicht richtig warm werden, während es in der Nähe des Heizkessels oft zu heiß ist. Abhilfe schafft ein sogenannter hydraulischer Abgleich durch einen qualifizierten Heizungsbauer, der die einzelnen Komponenten der Anlage aufeinander abstimmt, sodass alle Heizkörper gleich versorgt werden und die Wärme optimal im Haus verteilt wird.

Mit Vorsicht zu genießen ist der häufig in Internetforen und Ratgebern zu findende Energiespartipp, die Wände hinter Heizkörpern eigenhändig zu dämmen oder mit Alufolie zu isolieren. „Eine unsaubere und unsachgemäße Verarbeitung öffnet Feuchtigkeit und Schimmel in den betreffenden Bereichen Tür und Tor“, warnt Dodt. Wer unnötige Risiken beim Thema Innendämmung minimieren will, ist gut beraten, die Umbaumaßnahmen geeigneten Fachbetrieben zu überlassen.  

* Siehe Angaben des Umweltbundesamtes zum Energieverbrauch der privaten Haushalte.

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