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Die sieben Todsünden beim Heizen und Lüften

Berlin, 19. Januar 2017 –  Mit Schnee, Glätte und eisiger Kälte hat der Winter Deutschland in diesen Tagen wieder fest im Griff. Für die meisten Haushalte bedeutet der Dauerfrost im laut Wetterexperten kältesten Januar seit sieben Jahren auch einen deutlich erhöhten Heizbedarf. Bereits unter normalen Witterungsbedingungen wird in den ersten acht Wochen des Jahres rund ein Drittel der Heizenergie verbraucht. Fällt die Temperatur bei strengem Frost um fünf Grad oder mehr, ist ein zusätzlicher Energiebedarf von 30 Prozent keine Seltenheit. Leider führen falsches Heizverhalten und mangelnde Wartung allzu oft dazu, dass entweder die Heizkosten unnötig steigen oder Schimmel & Co.  durch Sparen am falschen Ende ein leichtes Spiel haben. Welche typischen Fehler beim Heizen und Lüften unbedingt vermieden werden sollten und wann der Fachmann helfen kann, erklären die Experten vom Handwerkerportal MyHammer (www.my-hammer.de).    

Falsche Raumtemperatur

„Das Einstellen der richtigen Raumtemperatur ist an sich keine Wissenschaft“, erklärt Daniel Dodt von MyHammer. „Häufig sind die Wohnungen allerdings stark überheizt oder deutlich zu kalt.“ Mit einer Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius lassen sich die Heizkosten um etwa sechs Prozent reduzieren. Andererseits steigt bei einer zu starken Auskühlung die Schimmelgefahr. Idealerweise liegen die Raumtemperaturen im Wohnzimmer bei 19 bis 21 Grad, im Kinderzimmer bei 20 bis 22 Grad, in Schlafzimmer und Küche bei 18 bis 20 Grad und im Bad bei 21 bis 23 Grad.

Bei Abwesenheit Heizung abschalten

In der kalten Jahreszeit ist es wichtig, alle Räume regelmäßig zu beheizen, um ein zu starkes Auskühlen von Wänden und damit einhergehende Feuchtigkeits- und Schimmelbildung zu vermeiden. Gern wird hier am falschen Ende gespart. Gerade Räume, die im Winter nur sporadisch beheizt werden, bieten Schimmel & Co. einen hervorragenden Nährboden. Hinzu kommt der Aspekt, dass das Auskühlen und Aufheizen der Wohnung deutlich mehr Energie als kontinuierliches Heizen verbraucht. Tipp: Mit individuell programmierbaren Thermostatventilen lassen sich oft 10 bis 15 Prozent der Heizenergie sparen.

Nur einzelne Räume werden beheizt

Um den Energieverbrauch zu senken, kommt es sehr häufig vor, dass nur einzelne Räume in der Wohnung beheizt werden. Diese Methode entpuppt sich insofern als Trugschluss, da über das Mitheizen angrenzender Räume bei geöffneten Türen ein deutlich höherer Heizaufwand besteht. Zudem kann Feuchtigkeit aus der warmen, verbrauchten Luft an den kühleren Wänden kondensieren und die Ausbreitung von Schimmel in den nicht beheizten Räumen begünstigen.

Zugestellte Heizkörper und Wände

Mit Möbeln zugestellte, verbaute oder mit Gardinen und Vorhängen abgehangene Heizkörper können ihre Wärme nicht frei in den Raum abgeben. In der Folge steigt der Heizbedarf, der für die gewünschte Raumtemperatur benötigt wird, erheblich an. Zugestellte Wände, an denen die Luft nicht ausreichend zirkulieren kann, stellen zudem ein weiteres Schimmelrisiko dar. Um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten, empfehlen Experten, Schränke und Möbel mit einem Mindestabstand von fünf bis zehn Zentimetern zur Wand aufzustellen.

Bei Schimmel einfach „weiß“ überstreichen

„Bei Feuchtigkeits- und Schimmelschäden in den eigenen vier Wänden sollte auf jeden Fall ein Handwerker zurate gezogen werden, der das Ausmaß der Schäden prüft und entsprechende Schritte zur Beseitigung des Problems in die Wege leitet“, betont Dodt. Zwar gibt es gute Hausmittel, die bei oberflächlicher Schimmelbildung helfen können. Bei einem größeren Befall ist allerdings eine umfassende Sanierung der betroffenen Flächen geboten. Ein einfaches Überstreichen der betroffenen Stellen löst dagegen das Problem nicht.

Kipplüftung als Dauerzustand

Nicht nur durch falsches Heizen, auch durch falsches Lüften verschenken Haushalte im Winter viel Geld. Gekippte Fenster mögen an kalten Tagen vielleicht sinnvoll erscheinen. Im Prinzip wird dabei aber nur Wärme zum Fenster hinaus geheizt. Wenn die Kipplüftung während der Heizperiode zum Dauerzustand wird, können je nach Wohnungsgröße schnell Mehrkosten von bis zu 200 Euro entstehen. Mehrmaliges Stoßlüften in allen Räumen ist dagegen wesentlich sparsamer und effektiver, um einen Austausch von feuchter Innen- und trockener Außenluft vorzunehmen und die Gefahr von Schimmelbildung zu senken.

Keine regelmäßige Wartung der Heizanlage

„Auch Hauseigentümer sparen an der falschen Stelle, wenn Sie ihre Heizung nicht regelmäßig von einem Fachmann warten lassen“, macht Dodt deutlich. „Insbesondere wenn die Anlage nicht korrekt eingestellt ist oder einzelne Komponenten in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt sind, entstehen unnötige Kosten. Oft ist auch ein hydraulischer Abgleich durch einen qualifizierten Heizungsbauer notwendig, der die einzelnen Komponenten des Systems dahingehend abstimmt, dass alle Heizkörper gleich versorgt werden und die Wärme sich optimal im Haus verteilen kann“, so Dodt.

MyHammer ist Deutschlands größtes Handwerkerportal im Internet. Als Marktführer unterstützt MyHammer Handwerksunternehmen bei der Auftragssuche und hilft Verbrauchern, den passenden Betrieb für ihren Auftrag rund um Haus und Garten zu finden. 
 
Über MyHammer können Auftraggeber direkt mit qualifizierten und von Kunden empfohlenen Handwerkern in Kontakt treten. Das Spektrum reicht von kompletten Baumaßnahmen über Reparaturen und Wohnungsrenovierungen bis hin zu Umzügen. MyHammer achtet auf die Einhaltung der Handwerksordnung und prüft die Angaben zur Qualifikation der jeweiligen Betriebe.
 
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