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Richtig heizen und lüften im Winter: So vermeiden Sie Schimmel

Berlin, 16. Dezember 2014 – Mit dem Einzug des Winters beginnt für zahlreiche Haushalte in Deutschland wieder der Kampf gegen feuchte Wände und Schimmel. Wie verschiedene Studien der letzten Jahre zeigen, sind rund 14 bis 17 Prozent der Bevölkerung von Feuchtigkeits- oder Schimmelschäden betroffen.* Häufig lassen sich aber keine baulichen Mängel für die Probleme verantwortlich machen. Vielmehr führt ein falsches Heiz- und Lüftungsverhalten der Bewohner, gerade in gut gedämmten Häusern und Wohnungen, zu feuchten Wänden und Schimmelbildung. In diesem Zusammenhang erklären die Experten vom Handwerkerportal MyHammer (www.my-hammer.de), worauf beim Heizen und Lüften im Winter zu achten ist.

Räume sollten regelmäßig beheizt und gelüftet werden

„In der kalten Jahreszeit ist es wichtig, alle Räume regelmäßig zu beheizen, um das Auskühlen von Wänden und damit einhergehende Feuchtigkeits- und Schimmelbildung zu vermeiden“, erläutert Daniel Dodt von MyHammer. Generell sollten Raumtemperaturen von 16 bis 17 Grad Celsius nach Möglichkeit nicht unterschritten werden. „Dass Haushalte angesichts hoher Energiekosten ihren Heizbedarf senken wollen, ist absolut verständlich“, so Dodt. „Leider wird aber oft am falschen Ende gespart. Gerade Räume, die im Winter nicht oder nur unzureichend beheizt werden, bieten Schimmel & Co. einen hervorragenden Nährboden.“

Abzuraten ist zudem von dauerhaftem Kipplüften. Im Prinzip wird hierbei nur Wärme zum Fenster hinausgeheizt. Wesentlich sparsamer und effektiver ist dagegen mehrmaliges Stoßlüften in allen Räumen für mindestens fünf Minuten, um einen Austausch zwischen feuchter Innen- und trockener Außenluft vorzunehmen. Dort wo in der Wohnung viel Feuchtigkeit entsteht, wie zum Beispiel in Küche, Bad oder beim Wäschetrocknen, muss zusätzlich gelüftet werden. Wichtig für Mieter: In vielen Mietverträgen wird explizit darauf hingewiesen, wie häufig am Tag zu lüften ist. Vom Vermieter gar nicht gern gesehen ist auch das Zukleben von Lüftungsschlitzen an Fenstern, um Heizkosten zu sparen. Dadurch wird der Austausch von feuchter Raumluft unterbunden und die Gefahr von Schimmelbildung steigt.

Im Zusammenhang mit dem Lüften ist der Einsatz eines Hygrometers zu empfehlen, damit die Luftfeuchtigkeit in den einzelnen Räumen gemessen werden kann. Um feuchte Wände und Schimmelbildung zu vermeiden, sollte spätestens bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 bis 65 Prozent ausreichend gelüftet werden. Auf der sicheren Seite sind Verbraucher in der Regel bei Werten um 50 Prozent in ausreichend beheizten Räumen. Mit Blick auf das persönliche Wohlbefinden ist allerdings zu beachten, dass das Risiko von Erkältungs- und Atemwegserkrankungen bei einer zu geringen Luftfeuchtigkeit steigt. Trockene Raumluft mit einem Anteil von weniger als 35-40 Prozent gilt es daher im Winter genauso zu vermeiden wie eine zu hohe Luftfeuchte.

Bei Feuchtigkeits- und Schimmelschäden einen Handwerker rufen

Sind Feuchtigkeitsschäden in der Wohnung festgestellt worden, sollte in jedem Fall ein Handwerker gerufen werden, der das Ausmaß der Schäden prüft und entsprechende Schritte zur Trocknung der betreffenden Stellen einleitet. Bei Schäden durch Schimmel ist ebenfalls die Prüfung und Beseitigung durch einen Experten anzuraten. Zwar gibt es Hausmittel, die bei oberflächlicher Schimmelbildung gute Dienste tun. Bei größerem Befall ist aber eine umfassende Sanierung der betroffenen Flächen notwendig. Einfach nur weiß überstreichen löst das Problem dagegen nicht!

„Auch der häufig in Internetforen und Ratgebern zu findende Energiespartipp, die Wände hinter Heizkörpern zu dämmen oder mit Alufolie zu isolieren, ist mit Vorsicht zu genießen“, betont Dodt. „So öffnet eine unsaubere und unsachgemäße Verarbeitung Feuchtigkeit und Schimmel in den betreffenden Bereichen Tür und Tor. Wer die Risiken beim Thema Innendämmung minimieren will, sollte die Umbaumaßnahmen daher geeigneten Fachbetrieben überlassen.“

* Siehe dazu Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 31.08.2010 und Pressemitteilung der Immowelt AG vom 07.03.2012

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