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Was tun, wenn die Heizung nicht warm wird?

Berlin, 21. Dezember 2016 – Gerade im Winter, wenn die Kälte alles fest im Griff hat, kommt es auf eine gut funktionierende Heizung an. Nicht selten passiert es allerdings genau in der kalten Jahreszeit, dass einzelne Heizkörper streiken oder – im schlimmsten Fall – die komplette Heizanlage den Dienst verweigert. Bleibt die Heizung kalt, ist schnelles Handeln gefragt, um ein Auskühlen der Wohnung zu verhindern. Welche Probleme die Betroffenen ohne viel Aufwand selbst beheben können und wann besser der Fachmann Hand anlegen sollte, erklärt das Handwerkerportal MyHammer (www.my-hammer.de).

„Wenn die Heizanlage läuft, aber einzelne Heizkörper nicht richtig warm werden, geht es zuerst an die Ursachenforschung, bevor weitere Schritte unternommen werden“, erklärt Daniel Dodt von MyHammer. Ist die Heizung überhaupt eingeschaltet – Stichwort Zeitschaltuhr? Wurde die richtige Temperatur am Raumthermostat eingestellt? Stimmen die Zeiten für den Tag- und Nachtbetrieb? Oder ist ein Sparmodus aktiviert? Vielleicht zeigt auch die Heizanlage selbst eine Fehlermeldung an, über welche die Bedienungsanleitung weiteren Aufschluss gibt?

Heizkörper entlüften und Thermostatventile prüfen

„Sehr häufig kommt es auch vor, dass Heizkörper nicht richtig entlüftet sind“, macht Dodt deutlich. „Spätestens wenn die Heizung anfängt zu gluckern und trotz aufgedrehtem Thermostat nur wenig oder gar keine Wärme abgibt, besteht akuter Handlungsbedarf.“ Um die Ventile an den Heizkörpern zu öffnen und die überschüssige Luft entweichen zu lassen, wird in den meisten Fällen lediglich ein Entlüfter- oder Vierkantschlüssel aus dem Baumarkt oder einem Sanitär-Fachgeschäft benötigt.

Bringt das Entlüften der Heizkörper keinen Erfolg, kann als Ursache auch ein verklemmtes oder verkalktes Thermostatventil infrage kommen. Insbesondere wenn die Heizungen während der Sommermonate nicht in Betrieb sind, kann sich schnell etwas festsetzen und den nötigen Heizwasserdurchfluss stören. Meist reicht es, den Einstellkopf des Thermostats zu entfernen und zu prüfen, ob sich die Ventilspindel, der kleine Stift in der Mitte des Ventils, bewegen lässt. Ist dies nicht der Fall, kann z.B. mit einer kleinen Zange daran gezogen werden, bis sich die Klemmung gelöst hat.

Scheiden einfache Fehlerquellen aus, ist der Fachmann gefordert

Kommt nach dem Entlüften und dem Ventilcheck trotzdem keine Wärme an, könnte ein zu niedriger Druck in der Heizungsanlage der Auslöser sein. In diesem Fall muss Wasser in die Heizungsanlage nachgefüllt werden, um den richtigen Druck wiederherzustellen. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte sich hierfür unbedingt an einen Fachmann wenden, gerade auch, um die Ursache des Wasserverlustes abklären und beheben zu lassen.

Grundsätzlich ist davon abzuraten, ohne Erfahrung und die entsprechende Einweisung durch den Handwerker selbst Hand an die Technik anzulegen. Leider kommt es viel zu häufig vor, dass Betroffene ihre Fähigkeiten überschätzen und eher zusätzlichen Schaden anrichten, der dann teuer behoben werden muss. Spätestens bei technischen Problemen, zum Beispiel bei defekten Umwälzpumpen oder einer Störung im Brenner, schlägt in jedem Fall die Stunde des Heizungsprofis.

Mieter kontaktieren hingegen zuerst ihren Vermieter, da er für die Behebung des Heizungsproblems und die Beauftragung eines Installateurs verantwortlich ist. Erst wenn der Hausbesitzer nicht reagiert und eine angemessene Frist zur Beseitigung des Mangels verstrichen ist, kann der Mieter einen Fachbetrieb beauftragen und die Kosten anschließend weiterreichen.

„Neben der fachmännischen Wartung ist zudem ein regelmäßiger hydraulischer Abgleich des Heizungssystems wichtig, um die richtige Wärmeverteilung zu gewährleisten“, betont Dodt. „Ist die Anlage nicht richtig eingestellt, werden weit vom Heizzentrum entfernte Elemente oft nicht richtig warm, während es in der Nähe des Heizkessels zu heiß ist. Hier schafft ein hydraulischer Abgleich durch einen qualifizierten Heizungsbauer Abhilfe, der die einzelnen Komponenten der Anlage so abstimmt, dass alle Heizkörper gleich versorgt werden und die Wärme optimal im Haus verteilt wird“, so Dodt.

MyHammer ist Deutschlands größtes Handwerkerportal im Internet. Als Marktführer unterstützt MyHammer Handwerksunternehmen bei der Auftragssuche und hilft Verbrauchern, den passenden Betrieb für ihren Auftrag rund um Haus und Garten zu finden. 
 
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