Direkt zum Inhalt

Aktualisiert am

Hornissen im Haus sind sicher keine angenehmen Gäste. Sie sind aber kein Grund in Panik zu geraten, denn die Tiere sind besser als ihr Ruf.

Wissenswertes zu Hornissen

Viele Menschen haben völlig falsche Vorstellungen von Hornissen. Sie sind nicht aggressiv, nur im unmittelbaren Nestbereich von drei bis vier Metern ist Umsicht wichtig. In der Regel stören Nester kaum, da Hornissen sich nicht für die Nahrung am Tisch der Menschen interessieren. Sie vertilgen Insekten.

Der Stich einer Hornisse ist schmerzhaft, aber ungefährlich. Ein gesunder Mensch kann über einhundert Stiche verkraften. Nur wer gegen das Gift allergisch ist, hat etwas zu befürchten. Dies gilt aber auch für Stiche anderer Wespenarten und Bienen.

Kein Hornissennest ist länger als sechs bis sieben Monate bewohnt. Die Staaten entstehen im Mai und gehen im November zugrunde. Manchmal ziehen Hornissen freiwillig früher um, wenn der Platz für das Nest zu klein ist.

Anders als Wespen bauen Hornissen selten frei hängende Nester in Dachböden. Sie bauen lieber in Spalten oder Hohlräumen. Obwohl nagende Geräusche aus dem Nest dringen, fressen sich die Tiere nicht ins Gebälk.

Gebäudeschäden durch die Nester

Ein Hornissennest im Haus ist in der Regel unproblematisch, da die Tiere das Flugloch außen haben. Sie fliegen also nicht durch das Haus. Am Gebäude entstehen selten Schäden.

In Ausnahmefällen gelangen Hornissen, die unter den Dachschindeln nisten, bis zur Dampfsperre. Von dort dringen Sie in den Dachboden ein. Sollte dies geschehen, muss die Sperre repariert werden.

Große Nester auf waagerechten Flächen aus Holz, Hartfaser oder Gipskarton können das Material durchweichen. Dies ist an einem bräunlichen, größer werdenden Fleck zu erkennen.

Verhalten, wenn ein Nest im Haus ist

Der beste Rat ist, einfach nichts zu tun. Hausbesitzer, die ein Nest Ende August oder später entdecken, leben schon vier Monate damit. In spätestens drei Monaten ist es unbewohnt. Keine Hornisse wird mehr einziehen.

Sollten die Hornissen im Haus herumfliegen, dringen Sie meist durch ein geöffnetes Fenster ein. Fliegengitter verhindern dies. Sollte das Hornissennest ein Flugloch zum Inneren des Hauses haben, ist ein Umsetzen angeraten.

Falls Menschen im Haus leben, die gegen das Gift allergisch sind, ist ebenfalls ein Umsiedeln nötig. Gleiches gilt, wenn ein brauner Fleck anzeigt, dass das Baumaterial durchweicht ist. Hier besteht die Gefahr, dass es bricht und ein Nest mit ausnahmsweise aggressiven Hornissen in der Wohnung landet.

Die Untere Naturschutzbehörde der Gemeinde muss das Umsiedeln genehmigen. Selbstverständlich muss ein Fachmann diese Aufgabe erledigen.

Hornissen verteidigen ihr Nest und sicher möchte sich niemand den Stichen aussetzen, auch wenn man daran nicht stirbt. Fachbetriebe verfügen über eine geeignete Ausrüstung, damit dies nicht geschieht.

Organisationen wie NABU oder BUND helfen bei der Suche nach einem Fachmann. Manchmal halten die Gemeinden oder die Feuerwehr Listen mit Betrieben bereit.

Nestbau im Haus verhindern

Es gibt nicht viel, was Hausbesitzer unternehmen können, um Hornissen am Nestbau zu hindern. Der beste Schutz vor einem neuen Nest ist, das alte nicht zu entfernen. Wer das Nest beseitigt, schafft Platz für eine neue Siedlung. Auch ein Abdichten von Ritzen hilft.

Hornissen, die sich in einem Rollladenkasten ansiedeln wollen, fühlen sich gestört, wenn der Rollladen jeden Tag mehrfach hoch und runter bewegt wird. Manchmal ziehen die Tiere weiter. Bürstendichtungen am Rollladenkasten können ebenfalls etwas nützen.

Da Hornissen sehr nützlich sind, gehen viele Hausbesitzer einen anderen weg. Sie bringen nahe beim Haus einen Hornissennistkasten an. Sobald eine Jungkönigin den Kasten besiedelt hat, meiden andere Königinnen die Nähe des Kastens und damit auch den angrenzenden Bereich des Hauses.

Kontaktieren Sie Handwerker, um einen genauen Kostenvoranschlag für Ihren Auftrag zu erhalten.