Wilde Himbeeren entfernen - so werden sie gebändigt
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Wilde Himbeeren verteilen sich rasch über den ganzen Garten. Um dies zu unterbinden, sind die Ausläufer möglichst schnell zu entfernen.
Wucherung von Himbeeren
Himbeeren lassen sich unkompliziert im Garten kultivieren und brauchen nicht viel Pflege. Sie wachsen als dekorative Hecke oder an Spalieren und schmecken köstlich. Jedoch verteilen sie sich durch wilde Wurzelausläufer schnell im Umkreis von zwei Metern. Diese unliebsamen Wucherungen gilt es, sofort zu entfernen.
Unterirdisches Wuchern ist nicht außergewöhnlich, denn ebenso wie Brombeeren gehören Himbeeren zu den Wurzelblütlern. Das heißt, dass sich aus den Wurzeln ständig neue Ruten bilden, welche erst im zweiten Jahr Früchte tragen. Danach sterben die Triebe ab, aber die Wurzel wächst unterirdisch weiter und treibt an einer neuen Stelle aus. Himbeersträucher machen vor anderen Beeten oder dem Rasen keinen Halt und verdrängen diese.
Wer dem wildem Wuchern vorbeugen will, kann sich mit einem Spaten behelfen. Mit diesem sticht der Hobbygärtner eine tiefe Grenze ab, über welche der Himbeerstrauch nicht hinauswachsen soll. Dadurch durchtrennt er die Wurzelausläufer, kann diese aus dem Erdreich ziehen und das Wachstum ist eingedämmt. Diese Prozedur muss er wenigstens zweimal im Jahr wiederholen.
Wilde Ausläufer zähmen
Besser ist es, vor der Pflanzung eine Wurzelsperre anzulegen. Dafür eignen sich Rhizomsperren, wie sie beim Bambus zum Einsatz kommen. Diese muss ebenso lang sein wie die spätere Hecke, braucht jedoch nicht so tief auszufallen wie beim Gras.
Für Himbeerwurzeln reichen 30 bis 40 Zentimeter in der Tiefe und zusätzlich fünf Zentimeter über der Erde. Dabei fällt der überstehende Rand nicht in den Blick, da eine Mulchschicht die eingerahmten Sträucher auffüllt.
Eine andere Möglichkeit wäre, mit dem Spaten einen schmalen Graben bis zur Frostgrenze auszuheben. Als Schalung bietet sich Sperrholz oder einfache Bretter an, welche ebenfalls fünf Zentimeter über dem Boden enden.
Danach ist eine Betonmischung schichtweise in die Grube einzufüllen und durch "Stochern" zu verdichten. Nach zirka vier Tagen kann der Gärtner die Schalung entfernen und den Zwischenraum mit Gartenerde auffüllen.
Eine weitere Methode, um wilde Himbeeren im Zaum zu halten, kommt in Gestalt dicker Teichfolie. Auch diese muss ebenso lang - besser noch länger - wie das geplante Beet sein. Dafür ist mit einem Spaten lückenlos gerade und spatentief in die Erde zu stechen und diese spaltbreit aufzubrechen. In dem entstandenen Spalt ist die Folie hineinzuschieben, wobei sich die Enden überlappen sollten.
Himbeerwurzeln entfernen - Beachtenswertes
Diese Möglichkeiten, wilde Himbeeren zu zähmen, lassen sich auch nachträglich anlegen. Vor allem ist darauf zu achten, alle Wurzelteile einschließlich der Feinwurzeln außerhalb der Sperren zu entfernen. Außerdem darf der Obstfreund eine Sperre nicht zu eng um die Pflanzen legen. Himbeeren schicken ihre Ausläuferwurzeln in alle Richtungen, damit sie genügend Feuchtigkeit und Nährstoffe finden.
Da sich die Himbeere nun nicht mehr ausbreiten kann, um auf Wassersuche zu gehen, leidet sie in der Folge an Feuchtigkeitsmangel. Falls der Obstfreund nicht regelmäßig gießt, sterben die Himbeersträucher ab. Wiederum führen zu große Wassergaben zur Verschlammung innerhalb der Wurzelsperren und somit zum Wurzelsterben. Trockenheit mögen Himbeerpflanzen ebenso wenig wie Staunässe.
Doch es gibt neue moderne Sorten, die nicht mehr stark wuchern und bestens in kleine Gärten passen. Für eine lange Erntezeit kann der Gartenfreund verschiedene Sorten anpflanzen. Empfehlenswert sind Sommerhimbeeren, Herbsthimbeeren und die zweimal tragenden Twotimer. So lässt sich die Ernte praktisch bis zum ersten Frost verlängern, da nicht alle Sträucher gleichzeitig tragen.
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