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      Handwerker

      Handwerker und Dienstleister bei MyHammer

      Handwerker

      Der Begriff Handwerker beschreibt Personen, die in zahlreichen gewerblichen Tätigkeiten beschäftigt sind. Handwerker fertigen Produkte oder Dienstleistungen meist auf Bestellung oder Nachfrage mit den Händen und Hilfsmitteln wie Maschinen an.

      Handwerk bezeichnet dabei die Tätigkeit des gesamten Berufsstands und gilt als eine der ältesten Tätigkeiten der Menschheit. Das handwerkliche Gewerbe ist in Deutschland verbindlich durch die Handwerksordnung geregelt. Heutzutage sind etwa rund 12,8 Prozent der Berufstätigen in der Handwerksbranche tätig.

      Laut Handwerksverordnung gibt es in Deutschland 41 zulassungspflichtige, 53 zulassungsfreie und 57 handwerksähnliche Berufe. Ein Gewerbe in einem zulassungspflichtigen Handwerkszweig muss in die Handwerksrolle eingetragen werden, hierfür ist ein Meisterbrief notwendig.

      Das Handwerk in Deutschland ist in über 53 Handwerkskammern und 43 Zentralverbänden organisiert. Eine Mitgliedschaft in der Handwerkskammer ist Pflicht. Zudem gibt es regionale Innungen, für die keine Pflichtmitgliedschaft besteht, sie ist ein freiwilliger Zusammenschluss selbständiger Handwerker eines Berufes. Mit der Mitgliedschaft erwerben die Betriebe meist ein Gütesiegel für ihre handwerkliche Qualitätsarbeit. Das stärkt das Vertrauen der Kunden.

      Handwerker beauftragen – Was ist zu beachten?

      Bevor ein Auftrag an einen Handwerker vergeben wird, sollte der Auftraggeber konkrete Vorstellungen über die auszuführenden Maßnahmen haben. Je konkreter diese sind, desto leichter kann der Handwerker die Kosten hierfür berechnen und den Kunden kompetent beraten.

      Es ist immer sinnvoll, sich vor Auftragsvergabe mehrere Angebote, Meinungen und Kostenvoranschläge zum Auftrag einzuholen. Auf diese Weise lassen sich Stundensätze, Materialpreise und Konditionen vergleichen. Vorab ist natürlich zu klären, ob der Kostenvoranschlag in Rechnung gestellt wird. In der Regel ist er in den meisten Branchen kostenlos. Bestehen große Preisunterschiede zwischen den Angeboten, sollte der Auftraggeber prüfen, ob es sich tatsächlich um die selben Leistungen handelt.

      Wichtig ist, dass der Handwerker den Umfang der Arbeiten vor Auftragsausführung genau bestimmt. Der Fertigstellungstermin muss festgelegt und über alle Kosten sollte verhandelt worden sein.

      Es lohnt sich, Handwerker aus der Region zu beauftragen. Denn je kürzer der Weg, desto schneller kann die Arbeit erledigt werden, bei Nachbesserungen oder Fragen ist er außerdem schneller zu erreichen.

      Kosten für Handwerksarbeiten

      Die Kosten richten sich entweder nach Einheitssätzen wie beispielsweise oder nach Stundensätzen. Bei Vereinbarung von Einheitssätzen sind sämtliche Leistungen des Handwerkers damit abgedeckt, bei Stundenpreisen fallen noch Materialkosten an.

      Die Höhe des Stundensatzes legt jeder Handwerksbetrieb gemäß der Vertragsfreiheit selbst fest. Auftraggeber sollten sich vorab immer über die Preise des Unternehmens und über die Stundensätze in der Region informieren, um diese mit den Preisen des Betriebes zu vergleichen. Die örtliche Handwerkskammer kann dazu Auskunft geben. Stundenpreise sind nicht fix und können verhandelt werden, gerade dann, wenn es sich um umfangreichere Tätigkeiten handelt.

      Bei größeren Aufträgen lohnt es sich, einen Festpreis zu vereinbaren, denn handelt es sich um einen Kostenvoranschlag, darf der tatsächliche Endpreis um 15 bis 20 Prozent überschritten werden. Ein vereinbarter Festpreis ist dagegen bindend.

      Tipp: Auftraggeber sollten Kostenvorleistungen nur für das Material geben, denn das Insolvenzrisiko des Handwerksbetriebes während der Auftragsausführung trägt der Auftraggeber. Wenn der Handwerker vor Beendigung des Auftrags pleite geht, bleibt der Bauherr auf den Kosten sitzen.

      Wie erkenne ich einen guten Handwerker?

      Um einen guten Handwerksbetrieb zu finden, ist es wichtig darauf zu achten, ob der Betrieb schon lange besteht und ob er Referenzen vorzuweisen hat. Die Orientierung an bisherigen zufriedenen Kunden ist immer eine Hilfe. Bewertungen von Handwerksbetrieben in ihrer Nähe können Auftraggeber auf Handwerkerportalen wie MyHammer einsehen. Auch Handwerkerempfehlungen von Freunden und Familie sind hilfreich.

      Weiterhin sollte die Homepage des Handwerkers ein gutes Erscheinungsbild haben. Eine professionelle und leicht verständliche Beratung ist wichtig. Das Zeigen von Arbeitsbeispielen und das Vereinbaren eines Besichtigungstermins vor Angebotserstellung, zeugt von einer fachmännischen Arbeitsweise. Eine seriöse Kommunikation vor Auftragsvergabe und während der Auftragsausführung sind als selbstverständlich zu betrachten. Mitgliedschaften in Innungen und Handwerksverbänden können ein weiteres Qualitätsmerkmal für einen guten Handwerksbetrieb sein

      Auch junge Handwerksbetriebe leisten gute Arbeit

      Es ist nicht grundsätzlich richtig, sich nur auf Handwerksbetriebe mit langer Erfahrung zu verlassen. Die fehlende Praxis muss bei jungen Betrieben nicht unbedingt etwas Negatives sein. Junge Betriebe kennen sich womöglich besser mit den neuesten Materialien und Technologien aus, auch wenn sie keine Referenzen vorzuweisen haben.

      Manchmal lohnt es sich, nicht ausschließlich auf die Erfahrung zu schauen, vielmehr sollten Auftraggeber sich auf das Gesamtbild des Unternehmens verlassen und auf die oben genannten Kriterien wie seriöse Kommunikation, Besichtigungstermin und fachmännische Beratung.

      Was tun bei Handwerkerpfusch oder Mängeln?

      Eine mündliche oder schriftliche Auftragserteilung gilt als Werkvertrag. Der Handwerker verpflichtet sich, seine Leistung ohne Mängel zu erbringen. Handelt es sich um eine Routinearbeit, ist in der Regel eine mündliche Vereinbarung ausreichend, bei umfangreicheren Aufträgen empfiehlt sich ein Vertrag.

      Hat der Handwerker seine Leistung erbracht, dann ist vom Auftraggeber zu prüfen, ob der Auftrag wunschgemäß ausgeführt wurde. Wenn es Probleme bei den Arbeiten gibt, darf der Auftraggeber dem Handwerker eine Frist zur Nachbesserung setzen. Der Kunde darf außerdem mit dem Begleichen der Rechnung warten, bis die Mängel beglichen sind. Dabei darf er mindestens den doppelten Betrag einbehalten, den es kostet, den Schaden zu beheben.

      Hält der Handwerker die Nachbesserung bis zur Frist nicht ein, darf ein neuer Handwerker beauftragt werden. Die Kosten hierfür muss der Kunde erst mal auslegen, darf sie aber dem säumigen ersten Handwerker in Rechnung stellen.

      Auch wenn Handwerker die fest vereinbarten Termine nicht einhalten, haben Kunden Anspruch auf Ersatz der entstandenen Schäden. Außer der Handwerker kann triftige Gründe wie schwere Krankheit vorzuweisen. Auch wenn er den Termin nicht einhalten kann, weil die vorarbeitenden Gewerke im Verzug sind, ist das natürlich eine Ausnahme.

      Geschichtliches und amüsantes zum Handwerk

      Schon zu Zeiten der Neandertaler gab es das Handwerk. Die Handwerker produzierten Speere und Speerspitzen. Aber erst sehr viel später, im Mittelalter um das Jahr 1.000, begann die Blütezeit des Handwerks. In dieser Zeit bildeten sich die Zünfte und Organisationen rund um das Handwerk. Erst mit der Massenanfertigung und der Gewerbefreiheit des 19. Jahrhunderts rückte das Handwerk immer weiter in den Hintergrund.

      Aber auch heute noch sind Handwerker sehr gefragt. Witze über den Handwerker regen zum Schmunzeln an und immer ist auch ein bisschen Wahrheit dabei oder?

      • Was macht ein Handwerker, wenn er vom Gerüst fällt? Er nimmt die Hände aus den Taschen, damit es wie ein Arbeitsunfall aussieht.
      • Eine alte Baustellenweisheit: Bei Bauende und Schlüsselübergabe muss der Bauunternehmer völlig fertig sein.
      • Ein Handwerker beschwert sich bei seinem Chef: „Mein Gehalt entspricht in keinster Weise meinen Fähigkeiten“ – „Das wissen wir, aber von irgendwas müssen Sie ja leben“.“
      • Die letzten Worte eines Elektrikers: "Alles klar, kannst einschalten!"
      • Was sagte der Baumeister zum Baubeginn des Turms von Pisa? Wird schon schief gehen!“

      Ein Satz zum Schluss: Ohne Handwerker würde vieles nicht funktionieren. Derzeit herrscht ein Handwerkermangel in vielen Gewerken. Dennoch wird der Beruf des Handwerkers nie aussterben, denn ohne Handwerker gäbe es keine Häuser, kein Licht, keine Möbel und vieles mehr, die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

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