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Kampagnenbild für die Hilf den Igeln Kampagne von MyHammer

Wir sind stolz darauf, unsere „Helfen Sie den Igeln“-Kampagne auch im Jahr 2026 fortzusetzen. Der Europäische Igel wurde von der Deutschen Wildtierstiftung zum Tier des Jahres 2024 gekürt. Dennoch sind die Igelbestände in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten so drastisch zurückgegangen, dass die stacheligen Gesellen inzwischen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen. Dies liegt vor allem an der Zerstörung ihrer Lebensräume durch zunehmende Wohnbebauung und die Ausdehnung städtischer Gebiete. Neue Produkte und Technologien wie Kunstrasen und Mähroboter haben ebenfalls negative Auswirkungen auf Igel.

Oft ist es schwer zu wissen, wie man einen sinnvollen Beitrag zum Artenschutz leisten kann. Mit unseren Gärten aber können wir eine entscheidende Rolle dabei spielen, Igel zu schützen und sie sicher durchs Jahr zu bringen.

Von der Gestaltung eines Igelparadieses über den Bau eines Igelhauses bis hin zu den Gefahren, auf die man achten sollte: Gemeinsam mit Wildtierexperten haben wir alle praktischen Informationen zusammengestellt, die Sie brauchen, um deinen Teil zum Schutz dieser bezaubernden Gartenbesucher beizutragen.

Wir werden hier im Laufe des Jahres laufend weitere Informationen teilen – mit dem Ziel, Gartenbesitzern dabei zu helfen, den perfekten Lebensraum für Igel zu schaffen.

Mehr erfahren:

  1. Gefahren für Igel im Garten
  2. Wie Sie in Ihrem Garten einen himmlischen Zufluchtsort für Igel schaffen
  3. Millionen Deutsche haben noch nie einen Igel in freier Wildbahn gesehen

DE - gefahren für Igel

Gefahren für Igel im Garten

Wenn wir bei warmem Wetter die Zeit draußen genießen, sind wir nicht die Einzigen, die unterwegs sind! Um diese Jahreszeit beherbergt dein Garten möglicherweise Nester voller Igelbabys, die bald ihre ersten Ausflüge machen, um zu lernen, wie man Futter sucht. Obwohl dein Garten wie ein friedlicher Rückzugsort aussieht, kann er oft voller versteckter Gefahren sein.

Vom Abdecken offener Abflüsse bis hin zur Kontrolle vor dem Mähen gibt es einfache und effektive Möglichkeiten, sicherzustellen, dass unsere stacheligen Freunde in unseren Gärten sicher bleiben.

Sieh dir unseren Igel-Sicherheitsratgeber an

Checkliste: Igel-Gefahren im Garten

Wenn Sie Ihren Garten nutzen oder darin arbeiten, ist es wichtig, an unsere stacheligen Nachbarn zu denken. Folge unserer Experten-Checkliste, um deinen Garten im Handumdrehen von einer Gefahrenquelle in ein sicheres, igelfreundliches Paradies zu verwandeln.

Schutz vor Wasserstellen

Igel sind überraschend gute Kletterer – doch Planschbecken und Teiche können schnell zu rutschigen Todesfallen werden. Decke Planschbecken über Nacht ab und bringe eine Ausstiegshilfe an, damit Igel leicht aus Teichen entkommen können.

Wasser bereitstellen

Eine flache Schale mit Wasser kann bei warmem Wetter für durstige Wildtiere lebenswichtig sein – besonders an heißen Tagen.

Garten vor dem Mähen oder Trimmen prüfen

Wann immer Sie Ihren Rasen mähen oder trimmen, sollten Sie Bereiche mit hohem Gras vorher sorgfältig kontrollieren. Igel lieben hohes Gras und könnten dort schlafen oder sich verstecken. Gehe deinen Rasen vor dem Mähen kurz ab und prüfe, ob sich Igel darin aufhalten. Mähe anschließend langsam, damit die Tiere den Mäher rechtzeitig hören und fliehen können. Das dauert nur 30 Sekunden, kann einem Igel aber das Leben retten.

Auf Pestizide oder Schneckenkorn verzichten

Schneckenkorn ist für Igel sehr schädlich und sollte daher vermieden werden. Chemische Pestizide – einschließlich Schneckenkorn – können die gesamte Nahrungskette vergiften. Schütze Igel und andere Wildtiere, indem Sie auf naturfreundlichere Alternativen setzen. Glücklicherweise gibt es viele natürliche Möglichkeiten, Schädlinge im Garten fernzuhalten, ohne der Tierwelt ernsthaft zu schaden. „Bierfallen“ (teilweise abgedeckte, im Boden eingelassene Schalen mit Bier) können helfen, Schnecken fernzuhalten. Alternativ können Sie Kaffeesatz rund um die Basis deiner Pflanzen streuen.

Abflüsse abdecken

Unabgedeckte Abflüsse können für Igel zur Gefahr werden. Sie können leicht hineinfallen, schaffen es aber oft nicht ohne Hilfe wieder heraus. Deshalb sollten Sie Abflüsse nach Möglichkeit immer abdecken. Verwende dafür eine passende Abdeckung oder sichern Sie sie vorübergehend mit einem mit Wasser gefüllten Sack.

Haustiere im Auge behalten

Selbst der freundlichste Hund kann einem Igel unangenehm nahe kommen und ist leider eine häufige Ursache für Verletzungen oder sogar den Tod der Tiere. Wenn Sie Ihren Hund in der Dämmerung oder nachts nach draußen lassen, sollten Sie ihn beaufsichtigen und ein Außenlicht einschalten, damit Begegnungen mit Wildtieren möglichst vermieden werden.

Ständigen Zugang ermöglichen

Damit dein Garten wirklich igelfreundlich ist, sollten Igel ihn problemlos betreten und wieder verlassen können. Da sie nachtaktiv sind und jede Nacht etwa 1 bis 2 Kilometer zurücklegen, profitieren sie davon, verschiedene Gärten und Grünflächen erkunden zu können. Damit sie frei zwischen den Gärten wechseln können, schneide eine etwa 13 × 13 cm große Öffnung in den unteren Teil deines Zauns.

Alternativ können Sie einen kleinen Durchgang unter dem Zaun anlegen, wenn Sie kein Loch hineinschneiden möchten. Noch besser für die Tierwelt ist es, einen Zaun durch eine Hecke zu ersetzen – sie bietet nicht nur einen leichteren Zugang, sondern auch wertvollen Schutz. Bevor Sie jedoch Änderungen an einem gemeinsamen Zaun vornehmen, sollten Sie die Zustimmung Ihrer Nachbarn einholen.

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Wie Sie in Ihrem Garten einen himmlischen Zufluchtsort für Igel schaffen

Igel brauchen unsere Hilfe – und die Gestaltung Ihres Gartens als igelfreundlicher Ort ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Die Bereitstellung eines Zufluchtsorts für Igel ist dabei eine ganz besondere Hilfe.

Unser Leitfaden wurde von Experten erstellt, die die Bedürfnisse von Igeln besonders gut verstehen und bemüht sind, Hilfsmöglichkeiten in jedem Umfang aufzuzeigen. Vom Bau eines Igelhauses bis hin zu Aussparungen im Zaun gibt es Optionen für jeden.

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Hier ist unser Expertenleitfaden zum Thema: ‘Wie Sie Ihren Garten in ein Paradies für Igel verwandeln:

Wilde Ecken im Garten

Unberührte Bereiche bieten Igeln nicht nur natürliche Nahrung, sondern auch geschützte Rückzugs- und Nistmöglichkeiten. Lassen Sie einen Teil Ihres Gartens bewusst verwildern – beispielsweise mit Brennnesseln oder anderen dichten Pflanzen. So schaffen Sie wertvollen Lebensraum. Auch ein Wildblumenstreifen am Rand sieht nicht nur schön aus, sondern hilft zugleich vielen Insekten und Igeln.

Keine Pestizide oder Schneckenkorn

Schneckenkorn, und insbesondere Schneckenkorn mit Metaldehyd, ist für Igel pures Gift – selbst wenn sie nur eine vergiftete Schnecke fressen. Greifen Sie lieber zu natürlichen Mitteln wie Bierfallen (eingelassene Schalen mit Bier) oder Kaffeesatz rund um Ihre Pflanzen.

Rasen vor dem Mähen kontrollieren

Igel verstecken sich gern im hohen Gras. Gehen Sie die Fläche vorher ab und prüfen Sie, ob sich Tiere darin befinden. Mähen Sie möglichst langsam und aufmerksam, damit die Tiere genügend Zeit haben, das Geräusch wahrzunehmen und sich in Sicherheit zu bringen.

Kellertreppen und Fensterschächte sichern

Offene Schächte oder Treppenabgänge können zur tödlichen Falle für Igel werden. Viele Tiere stürzen hinein, finden keinen Ausweg mehr und verhungern oder verdursten. Beim Versuch, sich zu befreien, verletzen sie sich häufig und wetzen sich die Krallen ab. Schaffen Sie deshalb Ausstiegshilfen – etwa mit schräg gelegten Ziegelsteinen – oder decken Sie Schächte möglichst vollständig ab.

Abflüsse abdecken

Offene Abflüsse können für die Wildtiere gefährlich werden: Sie fallen leicht hinein und kommen ohne Hilfe nicht mehr heraus. Decken Sie daher alle Abflüsse gut ab. Ideal sind passende Gullydeckel, aber auch ein provisorischer Schutz (beispielsweise ein mit Wasser gefüllter Beutel) hilft dabei, Verletzungen zu vermeiden.

Dauerhaften Zugang schaffen

Damit Igel Ihren Garten überhaupt erreichen können, braucht es geeignete Zugänge. Die nachtaktiven Tiere legen jede Nacht bis zu 1–2 Kilometer zurück. Schneiden Sie ein kleines Loch von etwa 13 x 13 cm unten in Ihren Zaun oder bauen Sie ein Rohr mit etwa 15 cm Durchmesser ein. Alternativ können Sie auch einen flachen Durchgang darunter graben, falls Sie Ihren Zaun nicht beschädigen möchten. Stimmen Sie solche Maßnahmen unbedingt mit Ihren Nachbarn ab. Wer noch einen Schritt weitergehen will, ersetzt den Zaun durch eine durchlässige Hecke.

Zaunlücken bei Neubauten bedenken

In Neubaugebieten sind Zäune oft dicht und lückenlos – ein echtes Hindernis für Wildtiere. Eine Möglichkeit besteht darin, ein oder zwei Zaunelemente zu entfernen oder anpassen zu lassen. Es gibt auch spezielle Igeltore, die man online erwerben kann.

Rückzugsorte bei Neugestaltungen bestehen lassen

Lassen Sie möglichst alte Bäume und Sträucher stehen und überlegen Sie, wie sich bestehende Strukturen in die neue Gartengestaltung integrieren lassen. So erhalten Sie den Lebensraum von Igeln, die sich dort bereits angesiedelt haben – und unterstützen sie dabei, vor Ort zu bleiben.

Ein Igelhaus bauen

Igelhäuser werden immer beliebter und lassen sich ganz einfach selbst bauen: Alles, was Sie brauchen, sind ein paar Holzbretter, ein Hammer und Nägel. Der Eingang sollte etwa 13 x 13 cm groß sein, das Innere ca. 25 cm hoch und 35 x 35 cm breit. Wichtig: Streichen Sie das Innere des Hauses nicht und legen Sie kein Futter hinein.

Haben Sie in letzter Zeit einen Igel gesehen?

Millionen Deutsche haben noch nie einen Igel in freier Wildbahn gesehen

Experten zufolge ist die Igelpopulation in den letzten 20 Jahren massiv zurückgegangen. Eine neue Umfrage zeigt nun: Millionen Deutsche hatten noch nie das Vergnügen, einen Igel in freier Wildbahn zu sehen. Die aktuelle Hitzewelle verschärft die Lage zusätzlich – ausgetrocknete Wasserstellen zwingen die Wildtiere dazu, an unsicheren Stellen nach Wasser zu suchen.

Laut einer neuen Studie von MyHammer hat jeder zehnte Deutsche (10 %) noch nie einen Igel in seinem natürlichen Lebensraum gesehen. Dieses Problem verschärft sich weiter: Während 95 % der über 55-Jährigen angeben, schon einmal einen Igel gesehen zu haben, sind es bei den 18- bis 34-Jährigen nur noch 83 %. Fast ein Fünftel der jungen Erwachsenen hat also noch nie einen Igel in freier Wildbahn entdeckt – was nicht überrascht, da Experten davon ausgehen, dass die Population seit 2000 um 75 % zurückgegangen ist.

Darüber hinaus berichten 42 % der Befragten, dass sie in ihrer Umgebung immer seltener Igel sehen. Obwohl Igel immer seltener werden, gehören sie zu den beliebtesten Tieren Deutschlands: 91 % der Befragten finden Igel „niedlich”, und für 42 % sind sie sogar das Lieblingswildtier. Aus diesem Grund möchten fast zwei Drittel (65 %) der Befragten aktiv dazu beitragen, dass Igel sicher leben können.

Statistiken zur Igelsichtung in Deutschland

Wir hoffen, dass unsere Kampagne "Das Handwerk hilft mit" einige Impulse geben kann, ihr Grundstück in ein Igelparadies zu verwandeln.

Nur gemeinsam können wir dazu beitragen, eines der schönsten einheimischen Lebewesen Europas zu retten.