Leimholz - Behandlung und Eigenschaften im Überblick

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Leimholz besteht aus verleimten Brettern. Die Behandlung ist identisch mit der von Massivholz, in den Eigenschaften unterscheidet es sich aber davon.

Leimholz besteht aus gehobelten Holzbrettern

Das Material besteht aus unbehandelten, gehobelten Holzbrettern. Im Außenbereich ist ein Schutz gegen Nässe erforderlich, eine Rissbildung lässt sich trotz Anstrich oder Imprägnierung nicht vermeiden. Im Innenbereich sind eher dekorative Anstriche oder Lasuren gefragt.

Das Holz lässt sich beizen, lasieren, streichen oder bemalen. Ferner ist Imprägnieren mit Hartöl oder Wachs möglich. Wichtig ist, Leimholz immer von allen Seiten der gleichen Behandlung auszusetzen.

Eine Grundierung ist lediglich vor dem Streichen mit deckender Farbe sinnvoll. Sie schützt vor Verfärben durch Harze bei Nadelhölzern oder durch Gerbsäure bei Eiche. Selbst für unproblematische Hölzer wie Buche ist ein Grundieren zu empfehlen, da dies ein Versickern der Farbe im Holz verhindert.

Wichtig: Grundierung, Holzfarbe und Überlack müssen zum gleichen System gehören, das heißt entweder auf Wasser- oder Lösungsmittelbasis aufgebaut sein. Ideal ist, wenn alle Produkte vom gleichen Hersteller stammen.

Überblick über die Behandlung von Leimholz und seine Verwendung

Der Namen Leimholz bezieht sich im Möbelbau meist auf auf Platten, die aus nebeneinanderliegenden Brettern bestehen. Die offizielle Bezeichnung für Leimholz im Bauwesen ist Brettschichtholz (BS-Holz oder BSH). Es besteht aus mindestens drei Brettern, die in Faserrichtung miteinander verleimt sind.

Im ersten Arbeitsgang verleimen die Hersteller Bretter der Länge nach. Um die Stabilität zu verbessern, sind die Ansatzstellen keilverzinkt. Als Leim kommen Melaminharze zum Einsatz. Die so entstandenen Lamellen (lange Bretter) setzen die Firmen mit Polyurethanklebstoffen zu Schichtholz zusammen. Durch abschließendes Hobeln entstehen glatte Kanthölzer.

Als Bauholz kommt ausschließlich Nadelholz zum Einsatz, da es für dieses baurechtliche Zulassungen gibt. Das Material ist für tragende Konstruktionen geeignet. Viele Bauherren entscheiden sich bei Dachkonstruktionen oder beim Bau eines Carports für Leimholz. Ein weiteres Einsatzgebiet ist der Bau von Holzhäusern.

Vor- und Nachteile des Materials

Im Vergleich zu Vollholz gleicher Stärke sind Leimholzbalken tragfähiger und neigen weniger zur Rissbildung. Das Holz verwirft sich nicht, bleibt in der Form stabil. Leimholz lässt sich in beliebigen Stärken und Längen herstellen, die Dimensionen von Vollholz hängen von den Maßen vorhandener Bäume ab.

Gegenüber Stahl hat Leimholz ebenfalls Vorteile. Es ist leichter und im Brandfall von Vorteil: Während Metall bei Wärme seine Festigkeit verliert und ein aufwendiger Brandschutz nötig ist, brennt Holz langsam von außen nach innen ab. Dabei entsteht eine Kohlenstoffschicht, die ein Abbrennen deutlich verlangsamt.

Leimholz hat im Vergleich zu Vollholz keine, gegenüber Stahl hingegen einige Nachteile. Holz benötigt einen guten Schutz vor Nässe und lässt sich mechanisch leichter zerstören. Außerdem ist das Holz ohne chemische Behandlung anfällig gegenüber Schadinsekten.

Zumindest bei von innen sichtbaren Dachkonstruktionen setzt sich Leimholz immer mehr durch, da es optisch ansprechender als Vollholz oder Stahl ist.

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