Elektroinstallation: Alles über die Kosten im Neubau & Altbau

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Ob Altbau oder Smart Home - moderne Anschlüsse, Kabel und Schalter gehören mittlerweile zum Lebensstandard. Doch die dazugehörigen Kosten für die Elektroinstallation übersteigen schnell die Erwartungen. Denn der Preis für eine normale Elektroinstallation liegt zwischen 75 und 100 Euro pro Quadratmeter. Bei einem Smart Home liegen die Kosten pro Quadratmeter sogar bei 200 Euro. Woraus setzen sich diese Kosten zusammen? Und wie lässt sich hier Geld sparen?

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Elektroinstallation: So lassen sich Kosten berechnen

Die Kosten für die Elektroinstallation setzen sich aus verschiedenen, flexiblen Kostenpunkten zusammen:

  • Materialkosten (Leitungen, Steckdosen, Verteiler)
  • Arbeitskosten (Geleistet vom Elektriker)
  • Planung (Neubau, Erneuerung, Umbau…)
  • Ausstattungsstandard
  • Zusätzliche Ausstattungen

Achtung: Bei einem Altbau trägt ebenfalls das Alter der elektrischen Anlagen zu den Kosten für die Elektroinstallation bei.

Was kostet eine Elektroinstallation im Neubau?

Egal ob Einfamilienhaus, Neubau-Wohnung oder kleines Haus - die Kosten für die Elektrik, bzw. die Elektroinstallation betragen ungefähr 3 bis 5% der Gesamtbaukosten. Kostet der Neubau beispielsweise 500.000 Euro, liegen die Kosten für die Elektroinstallation bei 15.000 bis 25.000 Euro. In diesem Rahmen ist die komplette elektrische Versorgung gegeben.

Praxisbeispiel: So berechnen Sie die Kosten für die Elektrik in einem Einfamilienhaus

In diesem Beispiel führt ein Elektrofachbetrieb eine Elektroinstallation für ein typisches 150 Quadratmeter Einfamilienhaus durch.

PostenKosten
Baustromverteiler (6 Monate inkl. Stromverbrauch)800 €
Regulärer Hausanschluss2.500 €
Materialkosten (mittlere Ausstattung)4.500 €
Arbeitskosten (ungefähr 200 Stunden)10.000 €
Gesamtkosten17.800 €

Hinweis: Es handelt sich hierbei lediglich um einen Richtwert. Je nach Planung, Ausstattung und Größe variieren die Kosten für die Elektrik. Unsere Bauexperten schätzen die Kosten einer Elektroinstallation auf 75 bis 100 Euro pro m².

Elektroinstallation: Preisliste mit wichtigen Dienstleistungen

Die Kosten für die Elektrik in einem Haus sind ebenfalls abhängig von der geplanten Ausstattung. Nutzen Sie diese Preisliste, um die Kosten für Ihre Elektroinstallation zu berechnen:

  • Kosten pro Steckdose: 20 bis 25 Euro
  • Kosten pro Lichtschalter (einfach): 20 bis 25 Euro
  • Kosten für elektrisch bedienbare Rollläden: 120 bis 130 Euro pro Schalter
  • Kosten für programmierbare Schalter, Raumthermostate und mehr: 50 bis 60 Euro
  • Kosten für einen Deckenanschluss: 115 bis 200 Euro
  • Kabelverlegung (inkl. Leerrohr): 1 Euro pro Meter

Für Ihre Berechnung: Elektriker verlangen pro Stunde ungefähr 50 bis 80 Euro. Dazu kommen noch Anfahrtskosten von durchschnittlich 50 bis 100 Euro. In einer kompletten Elektroinstallation sind diese Beträge auf die Gesamtkosten verrechnet.

Das Haus der Zukunft: Soviel kostet die Elektroinstallation eines BUS-Systems

Ein Smart Home benötigt eine komplexe Elektroinstallation. Hier sind die verschiedenen elektrischen Komponenten zur Datenübertragung miteinander vernetzt. Durch die Elektroinstallation eines solchen “BUS-Systems” fallen hohe Mehrkosten an.

Rechnen Sie mit Mehrkosten von 50 bis 100%. So steigen die Kosten für eine Elektroinstallation in einem Neubau mit einer Wohnfläche von 120 bis 150 Quadratmetern auf 15.000 bis 50.000 Euro.

Elektrik erneuern: Was kostet eine Elektroinstallation im Altbau?

Die Kosten für die Erneuerung der Elektrik, wie z.B. in einem Altbau-Haus, liegen bei 60 bis 85 Euro pro Quadratmeter. Wer sich im Altbau eine gehobene Ausstattung wünscht, muss mit Kosten von 85 bis 130 Euro pro QM rechnen. Eine Elektroinstallation auf dem “Komfort-Level” kostet im Altbau 150 bis 300 Euro pro QM (Bus-System).

Hinweis: Als Richtwert für ein Altbau-Haus oder eine -Wohnung gilt, dass eine Elektroinstallation nach 30 bis 40 Jahren nicht mehr den geltenden Standards entspricht.

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Kosten sparen bei der Elektroinstallation - 4 Tipps

Auch bei der Elektroinstallation ergeben sich in verschiedenen Bereichen Möglichkeiten, um Geld zu sparen. Und das ohne, dass Sie auf grundsätzliche Funktionalität oder Ausstattungselemente verzichten müssen. Hier sind 4 Tipps um bei den Kosten für die Elektroinstallation beim Neubau zu sparen.

1. Kosten sparen durch Eigenleistung

Alles bis auf den Anschluss des Stroms kann ein Heimwerker erledigen. Lassen Sie sich vom Elektriker einen Plan über den Verlauf der Leitungen geben und lassen Sie ihn an der Wand anzeichnen.

Dann können Sie selbst Schlitze fräsen, Bohrlöcher anfertigen, Leerrohre verlegen und Anschlussdosen versenken. Das ist zwar zeitaufwendig, erfordert jedoch nicht das Fachwissen des Elektrikers. So sparen Sie bei der Elektroinstallation von einem Neubau-Haus knapp 2.000 bis 3.000 Euro.

2. Kosten sparen beim Material

Viele Fachbetriebe erzielen mit dem Material einen Gewinn. Organisieren Sie sich eine Liste mit den benötigten Materialien und kaufen Sie diese selber günstiger, z.B. durch einen Onlinehandel. So lassen sich bei den Anschaffungs- und Materialkosten bis zu 50% (1.000 - 2.000 Euro) sparen. Achten Sie jedoch auf die Vorgaben des Fachbetriebs und kaufen Sie nur bei seriösen Händlern mit schneller Lieferung und Rücksendemöglichkeit.

3. Kosten sparen durch eine gewissenhafte Planung

Bei der Ausstattung lässt sich ordentlich sparen. Befassen Sie sich im Detail mit den benötigten Komponenten und spielen Sie mit den Ausstattungsmöglichkeiten. Lassen Sie nicht benötigte Komponenten zu Beginn weg und treffen Sie Vorkehrungen für ein einfaches Nachrüsten.

Beispielsweise braucht ein ungenutzter Kellerraum lediglich eine Minimalausstattung. Treffen Sie jedoch mit Leerrohren Vorkehrungen, können Sie die Ausstattung hier später auch erweitern.

4. Kosten sparen durch den richtigen Elektrofachbetrieb

Auch bei der Wahl des Elektrofachbetriebs lassen sich bei der Elektroinstallation Kosten sparen. Informieren Sie sich über die Qualifikationen und Kundenbewertungen. Treffen Sie dann eine Auswahl an Fachbetrieben und lassen Sie sich jeweils ein Angebot ausstellen. Achten Sie beim Vergleich auf die Kosten und beinhalteten Dienstleistungen.

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Checkliste für die Elektroinstallation

Planung der Elektrik:

  • Entscheiden, wo Lampen und Geräte später platziert werden.
  • Lage von Steckdosen, Schaltern, Einbauleuchten und Entnahmestellen festlegen.
  • Umfang der Arbeiten festlegen und ausschreiben (dabei auf Umfang der geplanten Eigenleistung hinweisen).
  • Betrieb auswählen.

Vorbereitung der Installation:

  • Konkrete Planung mit Zeitverlauf, beispielsweise Leitungen verlegen, bevor gefliest wird.
  • Materialliste erstellen und mit deren Hilfe einkaufen.
  • Leerrohre, Dosen und Leitungen verlegen beziehungsweise einbauen.
  • Kabel durch die Rohre ziehen.

Abschließende Arbeiten bei der Installation von Elektrik:

  • Elektrische Anschlüsse durch den Fachbetrieb ausführen.
  • Kontrollieren, ob alles so ist, wie in der Planung vorgesehen.
  • Lampen anschließen und Schalter überprüfen

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