Grüne Raupen an der Stachelbeere - Bekämpfungstipps

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Wer eine Stachelbeere im Garten hat, kennt das Problem. Grüne Raupen treiben ihr Unwesen auf den Blättern. Doch dagegen gibt es hilfreiche Mittel.

Die Raupen erkennen

Die Stachelbeere ist eine pflegeleichte Pflanze, aber leider anfällig für grüne Raupen. Das sind die Nachkommen der Stachelbeerblattwespe, welche im Frühjahr und Sommer - angelockt durch deren Blütenduft - die Sträucher befallen.

Nur der aufmerksame Gartenbesitzer bekommt die Wespenart zu sehen, wenn sie ihre weißen länglichen Eier perlschnurartig ablegen. In der Regel geschieht dies auf der sonnenzugewandten Seite im Strauchinneren und beginnt, wenn sich die Blätter entwickeln.

Nach acht bis zehn Tagen schlüpfen die bis zu zwei Zentimeter große Larven. Anfangs sind diese hell, später grünlich mit vielen auffälligen schwarzen Warzen zwischen dem Borstenhaar. Doch wegen ihrer versteckten Lebensweise ist ein Blattfraß anfangs nicht zu erkennen. Denn die Tierchen fressen die Büsche von innen nach außen ab.

Innerhalb weniger Tage kann es zum Kahlfraß kommen und vom grünen Obststrauch bleibt nicht mehr als ein Gerippe. Dabei können in einem Jahr bis zu vier Generationen auftreten, wobei die letzte als Puppen im Boden überwintert.

Umso wichtiger ist es, die Schädlinge in der Zeit der vollen Blattentwicklung bis zur Ernte aufzuspüren. Ist eine chemische Bekämpfung nicht angebracht, lässt sich mit umweltfreundlichen Maßnahmen ein Erfolg erzielen.

Grüne Plagegeister bekämpfen

Bereits ab April/Mai beginnen Stachelbeerblattwespen die Sträucher anzufliegen, um ihre Eiablage auf der Stachelbeere zu hinterlassen. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, die Pflanzen auf grüne Raupen zu untersuchen.

Bei einem Larvenbefall kann der Gartenbesitzer ein ausgedientes weißes Bettlaken unter die Obststräucher legen und diese abklopfen. Die lästigen Krabbler fallen darauf und lassen sich bequem einsammeln, gleichzeitig sind stark befallene Äste abzuschneiden.

Danach hilft ein kräftiger Wasserstahl aus dem Gartenschlauch, weitere Tierchen zu entfernen. Anschließend sind die noch nassen Blätter dünn mit Steinmehl zu bestreuen. Da das Gesteinspulver die Insekten beim Atmen und in den Bewegungen stört, suchen sie sich eine andere Nahrungsquelle. Am besten gelingt dies, wenn der Gartenbesitzer das Pulver in eine Schale gibt und mittels Handfeger die Pflanze einstaubt.

Ebenso ist Wermuttee ein bewährtes Mittel im Kampf gegen die unbeliebten Falter. Der Tee lässt sich mit frischen oder getrockneten Blättern aus dem Kräuterladen zubereiten. Dafür sind 30 Gramm Wermut mit zehn Litern kochendem Wasser zu übergießen und zehn Minuten abgedeckt stehen zu lassen. Nach dem Abseihen ist die Flüssigkeit unverdünnt auf die Pflanze zu sprühen.

Bei starkem Befall kann Rainfarnbrühe helfen, das Obst von den Tieren zu befreien. Für die Zubereitung zerkleinert der Stachelbeerbesitzer 500 Gramm Kraut und weicht dieses in zehn Liter kaltem Wasser 24 Stunden ein. Danach muss der Ansatz 15 Minuten kochen und ist anschließend durch ein Sieb zu gießen. Zum Schluss ist die Brühe eins zu zwei mit Wasser zu verdünnen und auf den Strauch zu spritzen.

Stachelbeere vor Schädlinge schützen

Im Kampf gegen grüne Raupen ist ein regelmäßiges Mulchen mit Beinwell als Vorbeugung zu empfehlen. Dieses stärkt die Widerstandskraft der Stachelbeere gegen Schädlinge. Dazu klein geschnittene Brennnesselblätter untermischen. Unter dem Busch entfalten sie ihre düngende und schützende Wirkung, weil beide Sorten über einen hohen Kalziumgehalt verfügen.

Auch eine Förderung von Nützlingen wie Igel und Laufkäfern, kann eine vorbeugende Maßnahme sein. Ebenfalls lohnt es sich Nistplätze für Vögel aufzustellen, da sie die natürlichen Fressfeinde der Raupe sind. Wer Insektenhotels für Schlupfwesen aufhängt, kann sicher sein, dass diese sich über eine Raupenmahlzeit freuen. Außerdem herrscht im Garten gleichzeitig ein ökologisches Gleichgewicht.

Des Weiteren tragen zwischen den Sträuchern gepflanzte Schafgarbe, Maiglöckchen und Knoblauch zur Schädlingsbekämpfung bei und steigern den Ertrag. Doch am wichtigsten ist, einen Raupenbefall frühestmöglich zu erkennen.

Oftmals reicht die Zeit zwischen einer erfolgreichen Behandlung bis zur Ernte nicht mehr aus. In der Folge reifen die Früchte nicht aus und vertrocknen am Ast.

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