Was kostet das Anlegen eines Gartenteichs?

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Ein Teich im Garten sorgt für eine angenehme Atmosphäre und ist eine Oase der Ruhe. Richtig angelegt, kann er ein kleines Biotop für heimische Tiere und Pflanzen sein und eingesetzte Fische beherbergen.

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Ein Teich im Garten sorgt für eine angenehme Atmosphäre und ist eine Oase der Ruhe. Richtig angelegt, kann er ein kleines Biotop für heimische Tiere und Pflanzen sein und eingesetzte Fische beherbergen.

Bezüglich der Kosten sind die Unterschiede minimal. Folien sind zwar in der Regel günstiger als fertige Teiche, dafür ist eine aufwendigere Vorbereitung des Untergrundes erforderlich.

Gartenteich anlegen: Kosten im Überblick

pro m² Wasserfläche Folienteichpro m² Wasserfläche Fertigteich
Aushub (Lohn)41 - 133 €41 - 133 €
Sand (Material)13 €13 €
Folie und Vlies27 - 53 €-
Becken-106 - 133 €
Folie ausbreiten Becken einsetzen26 - 40 €13 - 26 €
Summe107 - 239 €173 - 305 €

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Die Kosten im Detail

Die Kosten hängen von der Größe des Teiches ab. Ein kleiner Teich, der nur etwa 100 Liter Wasser fasst, kostet selten mehr als 50 Euro. Ein großer Schwimmteich erfordert eine Investition von über 10.000 Euro. Im Folgenden geht es um Teiche mit einer Länge von 2,5 Metern, einer Breite von 1,5 Metern und einer Tiefe von 80 Zentimetern, die ungefähr 1.500 Liter Wasser beinhalten.

Teiche dieser Größe sind für Fische geeignet. In diesem Maß gibt es Fertigbecken, aber auch als Folienteich sind sie in dieser Größe möglich.

Fische Teich japanischer Garten
Fische schwimmen im Teich eines japanischen Gartens.
Quelle © pixabay.com
Seerose in Gartenteich
Seerosen sind ein Klassiker der Teichbepflanzung.
Quelle © pixabay.com
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Materialkosten für den Teich im Garten

Ein Fertigbecken in dieser Größe kostet etwa 400 bis 500 Euro. Zusätzlich ist für etwa 50 Euro Sand erforderlich, um die Grube auszukleiden. Der Erdaushub von 1,5 bis 2 Kubikmeter lässt sich für die Ufergestaltung des Teichs einsetzen. Ein Entsorgen ist nicht nötig.

Fische schwimmen im Teich eines japanischen Gartens. Quelle © pixabay.com

Für einen Folienteich dieser Größe ist ein Folienstück von 5,1 Metern (Länge von 2,5 Meter + 2 x Tiefe von 0,8 Metern + 1 Meter Rand) auf 3,7 Metern (Breite von 1,5 + 2 x 0,8 Metern Tiefe + 1 Meter Rand) erforderlich, also etwa 20 Quadratmeter. Um die Folie zu schützen, ist ein gleich großes Stück Wurzelvlies zu empfehlen. Folie kostet je nach Qualität und Stärke vier bis acht Euro, Vlies schlägt mit einem bis zwei Euro pro Quadratmeter zu Buche. Es ist also mit 80 bis 160 Euro für Folie und 20 bis 40 Euro für Vlies zu rechnen. Auch für den Folienteich fallen 50 Euro für Sand an.

Arbeitskosten für den Teichbau

Um den Teich im Boden zu versenken, ist ein Erdaushub von 1,5 bis 2 Kubikmetern erforderlich. Das Ausheben kostet üblicherweise etwa zehn Euro pro Kubikmeter. Da, das Gelände zu modellieren ist und nur eine kleine Menge Aushub anfällt, ist mit deutlich höheren Kosten zu rechnen. Für etwa 150 bis 500 Euro heben Baufirmen oder Landschaftsgärtner die Grube aus und legen das Sandbett an.

Das Auslegen von Vlies und Folie oder das Einsetzen eines fertigen Teichs kostet meist 100 bis 150 Euro extra, das Becken einzusetzen etwa 50 bis 100 Euro. Das Bepflanzen des Beckens und die Gestaltung des Ufers gehören nicht dazu.

Da die Arbeitskosten bei einem größeren Teich drastisch sinken, kostet ein Folienteich ab einer Wasseroberfläche von zehn Quadratmetern nur noch etwa 50 Euro pro Quadratmeter. Große Teiche mit mehr als 250 Quadratmetern Wasserfläche verursachen im Schnitt nur 20 bis 25 Euro Kosten pro Quadratmeter.

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Beachtenswertes beim Teichbau

Beim Bau eines Teichs ist im Vorfeld einiges zu beachten. Je besser er geplant wird, umso weniger Probleme macht das Teichwasser.

Größe und Tiefe des Teichs

Genügend Wassertiefe ist von Vorteil, denn die große Wassermenge wirkt temperaturausgleichend. Der Teich erwärmt sich im Sommer nicht zu schnell und im Winter friert er nicht bis zum Grund zu. Zu tief darf das Gewässer aber auch nicht sein, weil sonst die Oberfläche nicht ausreicht, um Faulgase abzutransportieren und das Wasser mit Sauerstoff anzureichern.

Seerosen sind ein Klassiker der Teichbepflanzung. Quelle © pixabay.com

Als ideales Verhältnis von Volumen zu Oberfläche gelten 250 Liter pro Quadratmeter Oberfläche. Ein Teich von vier Quadratmetern sollte also 1.000 Liter fassen. Dabei ist auf unterschiedliche Wassertiefen zu achten.

Hätte der Teich gleichmäßig eine Tiefe von 25 Zentimetern, würde das Volumen/Oberflächen-Verhältnis stimmen, dem Teich fehlt es aber an einer Tiefwasserzone. Sinnvoll ist, im Randbereich eine Tiefe von 10 bis 15 Zentimetern einzuhalten und in der Mitte aber 0,8 bis einen Meter anzustreben.

Fische im Teich

Fische müssen nicht in den Gartenteich eingesetzt werden. Für die einheimischen Lebewesen ist es besser, wenn keine Goldfische oder Koikarpfen im Wasser sind. Innerhalb weniger Monate siedeln sich einheimische Käfer, Molche und Frösche an und auch die schönen Libellen finden dort einen Brutplatz. Fische fressen die Brut und verhindern die natürliche Entwicklung.

Wichtig: Es ist verboten, Tiere in der Natur zu fangen und in den Teich zu setzen. Sie müssen sich von alleine ansiedeln.

Wer Fische einsetzen will, muss mindestens einen Bereich mit einer Wassertiefe von 0,8 Metern anbieten, für Kois sollten es 1 bis 1,2 Meter sein. In solchen Teichen können die Fische das ganze Jahr über bleiben.

Gestaltung der Uferzone

Wichtig:

Es ist verboten, Tiere in der Natur zu fangen und in den Teich zu setzen. Sie müssen sich von alleine ansiedeln.

Das Ufer muss flach zum Teich abfallen. Unter Wasser ist auf einen griffigen Belag zu achten. Besandete Teichfolien oder Böschungstaschen sind für die Gestaltung des Übergangs von Wasser zum Land wichtig. Kleintiere wie Mäuse, Eichhörnchen oder Vögel können auf glattem Belag ins Wasser rutschen und darin ertrinken. Schon ein leichtes Gefälle von zwei bis drei Prozent kann zur tödlichen Falle für die Tiere werden.

Optisch bietet es sich an, am Rand des Teichs eine Sumpfzone anzulegen. Eine teure Bepflanzung ist überflüssig, einheimische Gewächse erobern den Lebensraum und sind außerdem pflegeleicht.

Sicherheit des Gartenteichs

Kleinkinder können auch in einer Sumpfzone mit wenigen Zentimetern Wassertiefe ertrinken. Wenn sie mit dem Kopf ins Wasser geraten, schaffen sie es in der Panik nicht aufzustehen. Der Teich muss aus diesem Grund unter allen Umständen unerreichbar für Kinder unter drei Jahren sein.

Checkliste zum Teich anlegen

Vorbereitung des Teichbaus:

  • Platz aussuchen, an dem der Teich bis zu sechs Stunden Sonne hat.
  • Mögliche Größe festlegen.
  • Teichart auswählen.
  • Kostenvoranschläge für den Aushub und den Bau einholen.
  • Betrieb beauftragen.

Während der Arbeiten:

  • Abstecken des geplanten Teichufers.
  • Ausheben der Grube.
  • Bei Folienteichen Größe der benötigten Folie ausmessen.
  • Material besorgen.
  • Teich anlegen.
  • Wasser langsam, über mehrere Tage, einlassen.

Nach dem Bau:

  • Uferzone mit Matten oder besandeten Folien für Kleintiere sicher gestalten.
  • Eventuell Bepflanzen.
  • Nitrit und Nitratwerte messen.
  • Fische einsetzen, wenn die Werte dauerhaft unter Nitrit (N02) 1 mg/l und Nitrat (N03) 50 mg/l liegen.

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