Hecke schneiden: Kosten, Vorschriften und Tipps im umfassenden Überblick

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Der grüne Zaun erfreut sich großer Beliebtheit, denn er bietet Sichtschutz, spendet Schatten und kann Wind abhalten. Aber Hecken brauchen Pflege, sonst werden sie zu einem Gebüsch. Die Kosten variieren je nach Schnittart – ob ein Formschnitt oder kompletter Rückschnitt erforderlich ist. Planen Sie Heckenschnittkosten zwischen 160 bis 1.400 Euro ein.

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Hecke schneiden: Kosten im Überblick

Beim Kürzen einer 30 Meter langen Hecke um 50 Zentimeter bis zu einer Höhe von 2 Metern und beim Kürzen um ca. 1,50 Meter bei einer Ausgangshöhe von bis zu 4 Metern fallen folgende Kosten an:

PostenFormschnitt (50 cm)starker Rückschnitt (1,5 m)
Anfahrt (pro 50 km)50 - 100 €50 - 100 €
Schneiden90 - 120 €600 - 900 €
Grünschnitt entsorgen25 - 40 €160 - 320 €
Gesamtkosten165 - 260 €810 - 1320 €

Kosten des Heckeschneidens im Detail

Welchen Betrag Gartenbaubetriebe für das Schneiden von Hecken verlangen, richtet sich nach dem Aufwand. Dieser hängt von der Höhe der Hecke und der Art des Schnittes ab.

3 verschiedene Schnitte für Hecken

Wenn die Hecke noch eine gute Form hat und nur die Zweige, die herauswachsen zu kürzen sind, muss kein Gartenfachbetrieb die Arbeit erledigen. Hausmeisterdienste sind günstiger, da sie geringere Stundensätze abrechnen. Pro Meter ist mit ein bis zwei Euro zu rechnen.

Hecken, die zu hoch gewachsen sind oder die keine Form mehr haben, bedürfen fachkundiger Hand. Kürzen von 2 Metern auf 1,80 Meter, zusammen mit einem formgebenden Schnitt, kostet zwischen 3 und 4 Euro pro Meter.

Bei einem massiven Rückschnitt beispielsweise von 3,50 auf 2 Meter oder einem auf den Stock setzen, ist mit 10 bis 20 Euro pro Meter zu kalkulieren.

Die Preise unterscheiden sich erheblich, da die Menge an zu entsorgendem Grünschnitt sehr unterschiedlich ist.

Nicht vergessen: Die Entsorgungskosten nach dem Heckenschnitt

Wenn Sie Ihren Garten pflegen und Ihre Hecken schneiden, fallen neben den Schnittkosten auch Entsorgungskosten an. Diese Kosten können je nach Region und Dienstleister variieren. Im Durchschnitt liegen sie zwischen 35 und 45 Euro pro Kubikmeter geschnittenem Grünabfall. Es ist ratsam, diese Kosten vorab mit Ihrem Gartenbaubetrieb zu klären, da sie einen signifikanten Teil der Gesamtkosten ausmachen können. Einige Betriebe bieten Pauschalpreise an, die die Entsorgung einschließen, während andere nach Volumen oder Gewicht des Grünschnitts abrechnen.

Der Heckenschnitt ist nicht zu jeder Jahreszeit erlaubt

Massive Schnittarbeiten sind nur in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 28. Februar erlaubt. Auch ein moderater Rückschnitt kann verboten sein, wenn Vögel in der Hecke nisten. In der Regel muss der Brutplatz unberührt bleiben Der Heckenpfleger kann bestimmte Bereiche ungeschnitten lassen und sich auf den Rest konzentrieren. Aufgrund der Komplexität empfiehlt es sich, Hecken vorzugsweise im Herbst oder Winter zu schneiden.

So oft sollten Sie Ihre Hecke schneiden lassen

Die optimale Häufigkeit des Heckenschnitts hängt von der Art der Heckenpflanze ab. Generell wird empfohlen, die meisten Heckenarten ein- bis zweimal pro Jahr zu schneiden, um ein gesundes Wachstum und eine ansprechende Form zu gewährleisten. Schnell wachsende Arten wie der Feldahorn benötigen möglicherweise einen häufigeren Schnitt, um die Kontrolle über das Wachstum zu behalten. Es ist wichtig, den ersten Schnitt im späten Winter oder frühen Frühjahr vorzunehmen und einen weiteren Schnitt im Sommer zu planen, um die Hecke dicht und ordentlich zu halten.

Achtung: Stundensätze vom Heckenschnitt sind nicht aussagekräftig

Ein Betrieb, der einen hohen Stundensatz verlangt, hat meist hochwertigere Maschinen und gut ausgebildetes Personal. Die Arbeit ist schneller erledigt und das Ergebnis ist in der Regel sogar schöner.

Die Betriebe können gut abschätzen, wie lange sie für den Schnitt einer Hecke brauchen, wenn sie deren Länge, Breite und Höhe kennen. Eine Angabe der für den Schnitt benötigten Zeit ist üblich. Gartenbesitzer sollten um ein Angebot pro laufenden Meter mit Entsorgungskosten bitten.

Die Mithilfe beim Heckenschnitt lohnt sich kaum

Ein ungeübter Hobbygärtner steht dem Fachmann nur im Weg. Da die Fachkraft mit großen gefährlichen Maschinen arbeitet, deren Handhabung Schutzkleidung erfordert, wird sie auch niemanden im Arbeitsbereich dulden. Die Unfallgefahr ist einfach zu groß.

Bei einem großen Rückschnitt fällt eine Menge an Grünschnitt an, den kaum ein Gartenbesitzer im eigenen Garten entsorgen kann. Dies ist ohnehin nur möglich, wenn ein leistungsstarker Häcksler zur Verfügung steht. Er kann lediglich das Schnittgut zusammentragen. Dies spart dem Fachmann aber wenig Arbeit.

Heckenschnitt von der Steuer absetzen

Die Kosten für den Heckenschnitt können unter bestimmten Umständen steuerlich geltend gemacht werden. Wenn Sie einen professionellen Gartenbaubetrieb beauftragen, können die Arbeitskosten als haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer abgesetzt werden. Dabei können 20 Prozent der Arbeitskosten, bis zu einem Höchstbetrag von 4.000 Euro jährlich, von der Steuerschuld abgezogen werden. Material- und Entsorgungskosten sind von dieser Regelung ausgenommen. Es ist ratsam, die Rechnung des Dienstleisters aufzubewahren und die Arbeits- und Materialkosten getrennt ausweisen zu lassen.

Checkliste für das Schneiden einer Hecke

Planung des Rückschnitts:

  • Hecke vermessen und Art der Pflanzung aufschreiben.
  • Umfang des Rückschnitts festlegen.
  • Erkundigen, wann der Schnitt erlaubt ist.
  • Prüfen, ob Vögel in der Hecke nisten.
  • Arbeiten ausschreiben unter Angabe aller ermittelten Daten – um Komplettpreis inklusive Entsorgung bitten.

Schneiden der Hecke:

  • Unmittelbar vor den Arbeiten die Hecke auf benutzte Nester untersuchen.
  • Nester kennzeichnen.
  • Dem Fachmann einen ausreichend großen Arbeitsbereich frei räumen.

Nach dem Heckenschnitt:

  • Mit dem Rechen das verbliebene Schnittgut zusammenrechen.
  • Wenn Nester verlassen werden, den ausgesparten Bereich nachschneiden
  • Hecke nach Anweisung des Fachmanns pflegen.