Kosten für den Zaunbau: Wie teuer sind Sichtschutzzäune, Gartenzäune und Co.?

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Zäune gibt es in sehr vielen verschiedenen Formen und Varianten. Sie zieren den Garten und grenzen ihn von anderen Grundstücken oder der Straße ab. Aus welchem Material der Zaun am besten gebaut wird, entscheiden in der Regel der persönliche Geschmack und das vorhandene Budget. Einen einfachen Holz- oder Kunststoffzaun installieren die Profis bereits für 10 bis 25 Euro pro laufenden Meter. Für einen hohen Sichtschutzzaun müssen Sie zwischen 40 und 100 Euro pro Meter kalkulieren. Welche Kosten beim Zaunbau auf Sie zukommen, erfahren Sie in unserem Preisradar.

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Einen neuen Zaun bauen: Kosten im Überblick

Ein schicker, stabiler Zaun verleiht dem eigenen Grundstück Sicherheit und Privatsphäre. Damit Sie möglichst lange davon profitieren, lohnt es sich, in hochwertige Materialien und einen kompetenten Zaunbauer zu investieren.

Doch was kostet es, einen Zaun bauen zu lassen? Aufgrund der unterschiedlichen Materialien und Ausführungen ist die Preisspanne vergleichsweise groß. Im Schnitt sind beim Zaunbau Beträge zwischen 30 und 200 Euro üblich. Ein Zaun kann aber auch bis zu 500 Euro pro Meter kosten, wenn es sich um ein ausgesprochen schönes, ungewöhnliches oder luxuriöses Modell handelt. Zu Ihrer Orientierung haben wir Ihnen die verschiedenen Preise anhand eines Praxisbeispiels aufgelistet.

Kostenbeispiel: Ein Grundstück soll mit einem Zaun von 20 Metern Länge und einer Höhe von 80 Zentimetern umfriedet werden. Die Zaunbau-Kosten nach Modell:

Zaun nach ModellMaterialkostenBaukostenGesamtkosten
Maschendrahtzaun160 bis 200 Euro400 bis 600 Euro560 bis 800 Euro
Holzzaun400 bis 1.400 Euro200 bis 500 Euro600 bis 1.900 Euro
Kunststoffzaun1.200 bis 2.000 Euro200 bis 500 Euro1.400 bis 2.500 Euro
Metallzaun500 bis 3.000 Euro200 bis 500 Euro700 bis 3.500 Euro
Schmiedeeisen2.000 bis 10.000 Euroab 1.000 Euroab 3.000 bis 11.000 Euro
Sichtschutzzaun Holz1.200 bis 2.400 Euro800 bis 2.000 Euro2.000 bis 4.400 Euro
Sichtschutzzaun Kunststoff2.400 bis 7.000 Euro800 bis 2.000 Euro3.200 bis 9.000 Euro

Die Kosten für Zaunbau im Detail

Wie viel die Einfriedung Ihres Grundstücks kostet, hängt von der Höhe, der Länge und vom Material des Zauns ab. Zäune aus fertigen Elementen sind in der Regel insgesamt günstiger als ein Zaunbau vor Ort. Im Folgenden haben wir Ihnen die einzelnen Kostenpunkte aufgeschlüsselt.

Zaunbau-Preise pro Meter Material

Beim Zaunbau werden die Kosten nach laufendem Meter berechnet. Wie hoch Ihre Rechnung letztendlich ausfällt, hängt dementsprechend von der zu umzäunenden Fläche sowie Ihrem gewählten Material ab.

Mit folgenden Kosten können Sie rechnen, wenn Sie Ihren Gartenzaun bauen lassen:
  • Maschendrahtzaun: 8 bis 10 Euro pro Meter
  • Holzzaun: 20 bis 70 Euro pro Meter
  • Sichtschutzzaun aus Holz: 60 bis 120 Euro pro Meter
  • Kunststoffzaun: 60 bis 100 Euro pro Meter
  • Sichtschutzzaun aus Kunststoff: 120 bis 350 Euro pro Meter
  • Metallzaun (Stabmatten oder Doppelstabmatten): 25 bis 150 Euro pro Meter
  • Zaun aus Schmiedeeisen: 100 bis 500 Euro pro Meter

Die Preise beziehen sich auf die gängige Höhe von 80 bis 90 Zentimetern. Matten- und Maschendrahtzäune sind in verschiedenen Abstufungen bis zu zwei Metern Höhe möglich. Holzzäune bestehen in der Regel aus vorgefertigten Elementen von 2,50 Meter Breite und 80 Zentimeter Höhe. Sichtschutzzäune aus Holz sind meist 1,80 Meter hoch, die Elemente sind zwischen 90 und 180 Zentimeter breit.

Zaun bauen lassen: Kosten für einen Fachbetrieb

Wenn Sie einen professionellen Zaunbauer engagieren, müssen Sie für die Kosten des Zaunbaus auch die Arbeitszeit einkalkulieren. Wie teuer es wird, hängt zum einen vom benötigten Arbeitsaufwand ab. Ein einfacher Holzzaun ist deutlich schneller aufgestellt als ein massiver Sichtschutzzaun, der einbetoniert werden muss. Zum anderen spielen auch die Region, die Jahreszeit und die Bodenbeschaffenheit eine Rolle.

Für einfache Holz-, Kunststoff- oder Mattenzäune belaufen sich die Zaunbau-Kosten pro Meter auf 10 bis 25 Euro. Ein Maschendrahtzaun ist etwas aufwendiger zu bauen. Hier ist mit 20 bis 30 Euro zu rechnen. Wollen Sie einen Sichtschutzzaun installieren lassen, veranschlagen die Fachbetriebe zwischen 40 und 100 Euro. Einen schmiedeeisernen Zaun installieren die Profis ab 50 Euro pro laufenden Meter.

MyHammer-Tipp: Im Herbst und im Winter sind viele Betriebe wenig ausgelastet und arbeiten unter Umständen zu Sonderpreisen. Deshalb lohnt es sich womöglich, Ihren Zaun in der kälteren Jahreszeit bauen zu lassen.

Wissenswertes: Was sollten Sie beim Bauen von Zäunen beachten?

Grundstücksbesitzer sollten den Zaunbau nicht ohne ordentliche Planung angehen. Grundsätzlich sollten die Kosten für den Zaunbau nicht alleine die Entscheidung bestimmen. Auch die Anforderungen an das Material sowie geltende Vorschriften spielen eine Rolle.

Über die örtlichen Vorschriften informieren

Es ist sicher ärgerlich, wenn ein schöner und teurer Zaun entfernt werden muss, weil er nicht den Vorschriften entspricht. In den Gemeindesatzungen stehen allerdings verschiedene Regelungen zu Zäunen, die das Grundstück vom öffentlichen Bereich abgrenzen. Es kann durchaus sein, dass ein solcher Zaun nicht erlaubt ist oder er bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss.

Das Nachbarrechtsgesetz ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Einige Länder kennen keine Einfriedungspflicht, in anderen ist ein Zaun auf Verlangen des Nachbarn zu ziehen. Es gibt darüber hinaus Regelungen, ob die Einfriedung genau auf der Grenze oder auf eigenem Grund zu erfolgen hat. Außerdem sind unterschiedliche Vorschriften vorhanden, wer die Kosten des Zauns übernehmen muss. Prüfen Sie deshalb unbedingt vorab, welche Vorschriften an Ihrem Wohnort gelten.

Das richtige Zaunmaterial auswählen

Der nach wie vor beliebteste Zaun zwischen zwei Grundstücken ist der Maschendrahtzaun. Er ist preisgünstig und behindert die Sicht nur minimal. Mit grünem Kunststoff ummantelt, verschwindet er optisch nahezu vollständig.

Haltbarer sind dagegen verzinkte Zäune oder Metallzäune. Allerdings wirken sie in Gärten auf den ersten Blick häufig wie Fremdkörper. Doch das kann täuschen: Denn sie lassen sich begrünen oder mit farbigen Kunststoffstreifen verschönern.

Ein Holzzaun wirkt natürlich und ist recht preisgünstig. Doch Holz bedarf regelmäßiger Pflege und hält nicht so lange wie Metall oder Kunststoff. Für die Kunststoffvariante spricht, dass die Zäune im Aussehen stark einem Holzzaun ähneln, allerdings weit weniger pflegeintensiv sind.

Spartipps: Mit Eigenleistung Zaunbau-Kosten reduzieren

Ein versierter Heimwerker kann einen Zaun durchaus selbst installieren. Denn dafür benötigt es vor allem etwas Handwerksgeschick, Muskelkraft und sorgfältige Planung. Je nach Zaunart gibt es jedoch auch hier Unterschiede: Für einen besonders stabilen oder hohen Zaun müssen die Pfosten einbetoniert werden. Wer keinen Betonmischer hat, sollte sich hier von einem Fachbetrieb helfen lassen. Denn nur mit stabil befestigten Pfosten kann ein Zaun sicher und lange stehen.

Checkliste für den Zaunbau

Vor dem Bau

  • erkundigen, ob ein Zaun zur Straße hin erlaubt ist und wie er aussehen muss
  • bei einem Zaun zum Nachbargrundstück ermitteln, wo dieser genau stehen darf
  • klären, wer die Kosten für den Zaun zu tragen hat

Den Zaun auswählen

  • zunächst entscheiden, ob der Zaun aus Holz, Kunststoff oder Metall sein soll
  • Modell auswählen
  • anhand der Elementbreite die Anzahl der Pfosten ermitteln
  • Material kaufen
  • Arbeiten ausschreiben (Länge, Anzahl der Pfosten, Art des Zauns)

Zaun aufstellen lassen

  • Arbeitsbereich (etwa einen Meter breit) von Gestrüpp und gelagertem Material befreien
  • eventuell mit Nachbarn abklären, dass diese auch für freien Zugang sorgen
  • Verlauf des Zauns markieren
  • Zaun setzen lassen

Abschließende Arbeiten

  • Zaun kontrollieren (auf sicheren Stand und gute Befestigung der Elemente achten)
  • Holz streichen oder lasieren
  • neu bepflanzen

FAQ - Häufige Fragen zum Thema Zaun bauen

Was ist eine Einfriedung?

Eine Einfriedung ist eine Anlage, mit der ein Grundstück nach außen hin abgegrenzt und vor unbefugtem Betreten sowie klimatischen Einflüssen bewahrt werden kann. Eine Einfriedung kann außerdem als Sichtschutz fungieren. Der Begriff „Einfriedung“ ist demnach wörtlich zu nehmen – die Anlage soll Frieden bringen! Ein Zaun, der die Außengrenze eines Grundstücks bildet, ist eine sogenannte „tote Einfriedung“. Zu den „toten“ Einfriedungen zählen außerdem Mauern. Zu „lebenden Einfriedungen“ hingegen gehören beispielsweise Hecken und Bäume.

Ist ein Zaun zur Grundstücksbegrenzung Pflicht?

In einigen Bundesländern sind Einfriedungen an der Grundstücksgrenze Pflicht. In anderen ist eine Einfriedung nur dann verpflichtend, wenn der Nachbar darauf besteht. Abhängig vom jeweiligen Bundesland kann auch die lokale Gemeinde Einfriedungen anordnen, um ein einheitliches Straßenbild zu erreichen.

Wie hoch darf ein Zaun sein?

Ein herkömmlicher Zaun hat in der Regel eine Gesamthöhe von 40 bis 90 Zentimetern. Handelt es sich um einen Sichtschutzzaun, beträgt die erlaubte Höhe etwa 170 bis 190 Zentimeter. Die Landesbauordnung legt fest, welche maximalen Höhen genehmigungsfrei sind. Diese Werte variieren von Bundesland zu Bundesland.

Welche Zäune sind genehmigungspflichtig?

Soll der Zaun auf einer Grundstücksgrenze errichtet werden, muss die Zustimmung des Nachbarn eingeholt werden. Wurde die Zustimmung erteilt, darf der Zaun ohne dessen Einverständnis weder eigenmächtig verändert noch entfernt werden. Die Landesbauordnung legt darüber hinaus fest, welche maximalen Höhen genehmigungsfrei sind. Diese Werte variieren von Bundesland zu Bundesland.

Informieren Sie sich daher vor dem Zaunbau in Ihrer Gemeinde über die Landesbauordnung, die lokalen Bebauungspläne und geltende Nachbarrechtsgesetze. Während der eine Zaun nur amtlich bei der zuständigen Baubehörde genehmigt werden muss, bedarf ein anderer des zusätzlichen Einverständnisses des Nachbarn oder sogar eine Genehmigung des Bundeslandes.

Welcher Abstand zum Nachbarsgrundstück muss eingehalten werden?

Sofern keine weiteren Regelungen vorliegen, muss ein Mindestabstand von 50 Zentimetern eingehalten werden.

Wer muss den Zaun zwischen zwei Grundstücken bauen lassen?

Verlangt ein Nachbar eine Einfriedung, muss entschieden werden, wer diese zu errichten hat. Die Bundesländer unterscheiden dabei Einfriedungen in „Einfriedungspflicht“ oder „Rechtseinfriedungen“. Blicken Sie von der Straße aus auf Ihr Grundstück, müssten Sie sich um den Zaun kümmern, der Ihr Grundstück auf der rechten Seite Ihres Hauses vom Nachbargrundstück trennt. Für den linken Zaun wäre dementsprechend Ihr linker Nachbar zuständig. Das ist die sogenannte „Rechtseinfriedung“. Ist nur ein Nachbar zur Einfriedung verpflichtet, läuft diese in der Regel entlang der Grundstücksgrenze. Besteht eine gemeinsame Einfriedungspflicht, kann der Zaun auf der Grundstücksgrenze errichtet werden.

Wer trägt die Kosten für den Zaun zwischen zwei Grundstücken?

Der Zaun gehört demjenigen, der gesetzlich verpflichtet ist, diesen zu errichten. Dieser hat dementsprechend auch die Kosten zu tragen. Sind beide Nachbarn dazu verpflichtet, werden die Kosten von den beteiligten Grundstückseigentümern je zur Hälfte getragen.