Was Sie über die Kosten einer Nachtspeicherheizung wissen sollten
Die Nachtspeicherheizung war einst ein beliebtes Heizsystem, gilt heute jedoch vielerorts als veraltete Technologie, weshalb sie nicht mehr so gängig ist. Je nachdem, ob Sie eine Wohnfläche von 50, 60, 75, 80 oder 100 Quadratmeter beheizen wollen, fangen die Preise bei fangen die Preise bei etwa 5.500 Euro an – abhängig von Anzahl der benötigten Heizgeräte, Installationsaufwand und Entsorgung eventueller Altgeräte. Lesen Sie weiter, um mehr über die Möglichkeiten einer Nachtspeicherheizung sowie eventuelle Alternativen zu erfahren.
In diesem Artikel geht es um:
- Was ist eine Nachtspeicherheizung und wie funktioniert sie?
- Welche Kosten fallen bei einer Nachtspeicherheizung an?
- Warum Nachtspeicherheizungen immer seltener zum Einsatz kommen
- Nachtspeicherheizung umrüsten auf Wärmepumpe: Welche Kosten entstehen?
- Macht der Austausch einer Nachtspeicherheizung im Altbau Sinn?
- Zusätzliche Kosten bei der Nutzung einer Nachtspeicherheizung: Was beachten?
- Nachtspeicherheizung einbauen oder ersetzen – Experten mit MyHammer finden
- FAQ: Diese Fragen stellen Leser häufig zu Nachtspeicherheizungen
Was ist eine Nachtspeicherheizung und wie funktioniert sie?
Wie der Name bereits vermuten lässt, speichert eine Nachtspeicherheizung Wärme, die während der Nacht zu günstigeren Tarifen vom Stromnetz bezogen wird, um sie tagsüber wieder abzugeben. Diese Art von Heizung eignet sich besonders für Häuser ohne Gasanschluss und nutzt spezielle Heizkörper, die die Wärme effizient speichern und langsam abgeben.
- Vorteile: Die Nutzung von Nachtstrom kann Kosten reduzieren, außerdem sind Nachtspeicherheizungen oft einfach zu bedienen und wartungsarm.
- Nachteile: Nachtspeicherheizungen gelten als ineffizient, weil der Stromverbrauch hoch ist und die Kosten ohne spezielle Stromtarife erheblich sein können.
Gut zu wissen: Moderne Alternativen wie Wärmepumpen oder intelligente Steuerungssyteme bieten in vielen Fällen eine effizientere und umweltfreundlichere Heizlösung als eine Nachtspeicherheizung. Informieren Sie sich bei einem Fachmann über die einzelnen Möglichkeiten und erkundigen Sie sich im MyHammer-Preisradar zu den Preisen für Gasheizungen sowie den Kosten für ein Smart-Home-System.
Welche Kosten fallen bei einer Nachtspeicherheizung an?
Die Anschaffungskosten für eine Nachtspeicherheizung beginnen bei etwa 500 Euro für kleinere Geräte und reichen bis zu 2.000 Euro für leistungsstärkere Modelle. Die Installation ist ein weiterer Kostenfaktor, der bei 150 bis 300 Euro pro Gerät liegt. Hinzu kommen dann außerdem noch die Ausgaben für ein zusätzliches Steuergerät und Ladetechnik, deren Kosten zwischen 500 und 900 Euro liegen.
In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht der einzelnen Kostenfaktoren:
| Kostenfaktor | Kosten |
|---|---|
| Einzelgerät | 500 - 1.500 € |
| Leistungsstärkere Modelle | bis zu 2.000 € |
| Einbaukosten pro Gerät | 150 - 300 € |
| Heizstromzähler | ca. 250 € |
| Steuergerät & Ladetechnik | 500 - 900 € |
Achtung: Beachten Sie, dass die Stromkosten für den Betrieb von Nachtspeicherheizungen ebenfalls eine erhebliche Rolle spielen. Bei typischen Strompreisen von ca. 24 bis 27 Cent pro kWh variieren die jährlichen Betriebskosten je nach Nutzungsgewohnheiten. Planen Sie daher Ihre Heizstrategie sorgfältig, um unnötige Kosten zu vermeiden. Sprechen Sie am besten mit einem Heizungsinstallateur oder Elektriker, der Sie eingehend über die Vor- und Nachteile der Nachtspeicherheizung informieren und zu möglichen Alternativen beraten kann.
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Was kostet der Betrieb einer Nachtspeicherheizung auf 50, 75 oder 100 qm?
Bei der Berechnung der Kosten für eine Nachtspeicherheizung auf 50, 75 oder 100 qm sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Wichtig sind neben der Anzahl der Heizgeräte vor allem der jährliche Stromverbrauch und die spezifischen Stromtarife. Zusätzlich hängen Betriebskosten von der Energieeffizienz des Gebäudes ab.
Die unten stehende Tabelle bietet einen Überblick über die jährlichen Betriebskosten für Nachtspeicherheizungen, basierend auf einem durchschnittlichen Verbrauch von 120–130 kWh/m² und einem Nachtstrompreis von ca. 0,24–0,27 €/kWh:
| Wohnfläche | Betriebskosten pro Jahr |
|---|---|
| 50 m² | ca. 1.380 – 1.755 € |
| 75 m² | ca. 2.070 – 2.630 € |
| 100 m² | ca. 2.760 – 3.510 € |
MyHammer-Tipp: Ob eine Nachtspeicherheizung in Ihrem individuellen Fall Sinn macht, finden Sie heraus, indem Sie mit einem Fachmann sprechen. Möglicherweise macht es auch Sinn, einen Energieberater hinzuzuziehen. Diesen finden Sie mit nur wenigen Klicks auf MyHammer, während die Kosten für die Energieberatung im MyHammer-Preisradar dargestellt sind.
Warum Nachtspeicherheizungen immer seltener zum Einsatz kommen
Nachtspeicherheizungen gelten heute als veraltete Technologie, die nur noch selten bei Neubauten oder Modernisierungen eingesetzt wird. Einer der Hauptgründe dafür sind die hohen Betriebskosten im Vergleich zu anderen Heizsystemen.
Zwar profitieren Nutzer von günstigerem Nachtstrom, doch der Gesamtverbrauch an elektrischer Energie bleibt hoch – was sich besonders bei steigenden Strompreisen negativ auswirkt und im Sinne einer energiebewussten Zukunft nicht sinnvoll ist. Hinzu kommt, dass viele Altgeräte aus den 70er- und 80er-Jahren Asbest enthalten und bei der Entsorgung oder Wartung ein gesundheitliches Risiko darstellen.
Auch aus ökologischer Sicht sind Nachtspeicheröfen problematisch, da sie meist mit Strom aus fossilen Quellen betrieben werden und damit einen höheren CO₂-Ausstoß verursachen als moderne Heizsysteme. Zudem reagieren sie träge auf Temperaturänderungen, was sie unflexibel und wenig effizient im modernen Gebäudemanagement macht. Deshalb ist ihr Einsatz mittlerweile eher auf Sonderfälle beschränkt – z. B. in Gebäuden ohne Zentralheizung oder ohne Gasanschluss.
Wodurch Nachtspeicherheizungen am häufigsten ersetzt werden
In der Praxis werden Nachtspeicherheizungen heute am häufigsten durch Wärmepumpensysteme ersetzt – insbesondere Luft-Wasser-Wärmepumpen, da sie relativ einfach nachzurüsten sind und keine Erdarbeiten erfordern. Wärmepumpen gelten als besonders effizient und umweltfreundlich, da sie einen Großteil ihrer Energie aus der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser beziehen und so bis zu 75 % der Heizenergie regenerativ erzeugen.
Alternativ ist auch ein Umstieg auf eine Gas-Brennwertheizung oder – bei entsprechender Gebäudedämmung – auf eine Infrarotheizung möglich. Letztere ist besonders für kleine Wohnungen interessant, während Wärmepumpen in Kombination mit Fußbodenheizungen oder großflächigen Radiatoren effektiv sind.
Nachtspeicherheizung umrüsten auf Wärmepumpe: Welche Kosten entstehen?
Der Umstieg von einer Nachtspeicherheizung auf eine Wärmepumpe kann eine kluge Entscheidung sein, um langfristig Energiekosten zu senken und die Umwelt zu schonen. Wärmepumpen verwenden Umgebungswärme, was ihre Energieeffizienz im Vergleich zu Nachtspeicherheizungen erheblich steigert. Die Kosten für eine Umrüstung auf eine Wärmepimpe sind allerdings nicht unerheblich und umfassen mehrere Komponenten.
Abhängig von der Art der Pumpe sollten Sie bei den Investitionskosten für die Wärmepumpentechnik mit etwa 10.000 bis 30.000 Euro rechnen. Sie haben die Wahl zwischen den folgenden Modellen:
| Wärmepumpenart | Preisbereich (inkl. Einbau) |
|---|---|
| Luft-Wasser | 10.000 – 15.000 € |
| Sole-Wasser | 15.000 – 25.000 € |
| Wasser-Wasser | 20.000 – 30.000 € |
-
Luft-Wasser-Wärmepumpen sind am günstigsten und einfach zu installieren, benötigen jedoch Außenaufstellung.
-
Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärme) erfordern Erdsonden oder Flächenkollektoren – der höhere Aufwand erklärt den Aufpreis.
-
Wasser-Wasser-Wärmepumpen benötigen Zugang zu Grundwasser und behördliche Genehmigungen, bieten aber sehr hohe Effizienz bei hohen Installationskosten.
Zusätzlich fallen Umrüstungskosten für elektrische Anpassungen von etwa 1.000 bis 3.000 Euro an. Werden neue Heizkörper oder eine Fußbodenheizung benötigt, sind dafür weitere 3.000 bis 10.000 Euro zu veranschlagen.
Interessant: Informieren Sie sich über mögliche Förderprogramme. Diese können bis zu 70 Prozent der förderfähigen Investitionskosten abdecken und den Eigenanteil signifikant reduzieren. Achten Sie auch darauf, ob zusätzliche Dämmmaßnahmen nötig sind, um die Effizienz der Wärmepumpe zu optimieren.
Macht der Austausch einer Nachtspeicherheizung im Altbau Sinn?
Der Austausch einer Nachtspeicherheizung im Altbau kann durchaus sinnvoll sein – vorausgesetzt, bestimmte bauliche Voraussetzungen werden berücksichtigt. Zwar waren Nachtspeicherheizungen früher eine kostengünstige Lösung für Gebäude ohne zentrale Heizungsinfrastruktur, doch inzwischen gelten sie als ineffizient, teuer im Betrieb und wenig klimafreundlich. In Altbauten, die häufig schlechter gedämmt sind, führen sie zu besonders hohen Stromkosten, da der Energiebedarf größer ist.
Ein Austausch macht vor allem dann Sinn, wenn die Immobilie ohnehin modernisiert oder energetisch saniert werden soll. Durch eine bessere Wärmedämmung, neue Fenster und ein optimiertes Heizsystem lassen sich die laufenden Heizkosten erheblich reduzieren. Moderne Heiztechnologien wie Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Gas-Brennwertsysteme arbeiten deutlich effizienter und ermöglichen auch den Umstieg auf erneuerbare Energien.
Besonders interessant ist der Austausch durch eine Wärmepumpe, wenn in dem Altbau Fußbodenheizungen oder große Heizflächen installiert werden können.
Zusätzliche Kosten bei der Nutzung einer Nachtspeicherheizung: Was beachten?
Neben den offensichtlichen Kosten für Anschaffung und Betrieb gibt es bei der Nutzung einer Nachtspeicherheizung auch versteckte zusätzliche Kosten, die berücksichtigt werden sollten.
-
Wartungskosten: Nachtspeicherheizungen haben wenige bewegliche Teile, was die Wartungskosten in der Regel gering hält.
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Reparaturkosten: Besonders bei älteren Modellen kann es schwierig sein, Ersatzteile zu finden, was die Reparatur zeitaufwändig und teuer macht.
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Elektrischer Anschluss und Tarifkosten: Die Nachtspeicherheizung setzt in den meisten Fällen die Installation eines Hoch- und Niedertarifzählers (HT/NT-Zähler) voraus.
Gut zu wissen: Beim Einbau oder der Nutzung einer Nachtspeicherheizung ist es ratsam, auch die Möglichkeit zukünftiger Umrüstungen im Auge zu behalten. Planen Sie mögliche Umstiegs- oder Reparaturkosten bereits im Voraus mit ein, um unliebsame Finanzengpässe zu vermeiden.
Nachtspeicherheizung einbauen oder ersetzen – Experten mit MyHammer finden
Sie spielen mit dem Gedanken, eine Nachtspeicherheizung einzubauen oder möchten Ihr bestehendes Modell gegen eine modernere Alternativen austauschen? Dann sind Sie bei MyHammer genau richtig: Hier finden Sie nicht nur Heizungsinstallateur, sondern auch erfahrene Elektriker, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
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FAQ: Diese Fragen stellen Leser häufig zu Nachtspeicherheizungen
Was ist eine Nachtspeicherheizung und wie funktioniert sie?
Eine Nachtspeicherheizung ist ein elektrisches Heizsystem, das nachts günstigen Niedertarifstrom nutzt, um Wärme in keramischen Speicherkernen zu speichern. Diese Wärme wird tagsüber gleichmäßig oder über ein Gebläse an die Räume abgegeben.
Welche Vorteile bietet eine Nachtspeicherheizung?
Nachtspeicherheizungen sind einfach zu installieren, benötigen keinen Gasanschluss oder Heizraum und sind weitgehend wartungsfrei. Sie eignen sich besonders für Gebäude ohne zentrale Heizung oder bei getrennten Wohneinheiten.
Warum gelten Nachtspeicherheizungen heute als veraltet?
Sie verbrauchen relativ viel Strom, was bei steigenden Strompreisen zu hohen laufenden Kosten führt. Außerdem arbeiten sie weniger effizient als moderne Heizsysteme und nutzen meist keine erneuerbaren Energiequellen. Ihre Wärmeabgabe lässt sich oft nur ungenau regulieren.
Was kostet der Betrieb einer Nachtspeicherheizung jährlich?
Die Betriebskosten liegen in der Regel zwischen 27 und 35 Euro pro Quadratmeter im Jahr. Für eine 100 Quadratmeter große Wohnung bedeutet das jährliche Heizkosten zwischen etwa 2.700 und 3.500 Euro – abhängig von Stromtarif und Gebäudedämmung.
Lohnt sich der Austausch einer Nachtspeicherheizung?
In den meisten Fällen ja. Vor allem wenn ohnehin eine energetische Sanierung ansteht oder die Stromkosten sehr hoch sind. Der Umstieg auf eine Wärmepumpe oder andere moderne Heiztechnik kann die laufenden Kosten stark senken und wird mit attraktiven staatlichen Förderungen unterstützt.
Welche Alternativen zur Nachtspeicherheizung gibt es?
Moderne Alternativen sind unter anderem Luft- oder Sole-Wasser-Wärmepumpen, Gas-Brennwertheizungen, Pelletheizungen oder – in kleinen Wohnungen – auch Infrarotheizungen. Die passende Lösung hängt von den baulichen Gegebenheiten und Ihrem Budget ab.
Gibt es Fördermittel für den Austausch von Nachtspeicherheizungen?
Ja, es gibt umfangreiche staatliche Förderprogramme. Der Austausch einer Nachtspeicherheizung gegen eine moderne Wärmepumpe kann mit bis zu 70 Prozent der Investitionskosten bezuschusst werden, besonders bei geringem Einkommen oder beim Einsatz klimaschonender Technik.
