Inhaltsverzeichnis:
- Die wichtigsten Kosten für Fernwärme zusammengefasst
- Warum Sie Ihre Fernwärme-Heizung professionell einbauen lassen sollten
- Kostenübersicht: Was kostet eine Fernwärme-Heizungsanlage?
- Was kostet Fernwärme? Alle Kosten im Detail
- Wie lange dauert es, Fernwärme installieren zu lassen?
- Wissenswertes: 4 wichtige Fakten zum Thema Fernwärme
- Spartipps: Mit Fördermitteln Kosten für Fernwärme reduzieren
- Jetzt Fernwärme-Profis mit MyHammer beauftragen
- FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Fernwärme
- Checkliste für Ihren Umstieg auf Fernwärme
Die wichtigsten Kosten für Fernwärme zusammengefasst
Wenn Sie mit Fernwärme heizen, brauchen Sie keinen eigenen Heizkessel. Um das externe Wärmenetz zu nutzen, benötigen Sie lediglich einen Wärmeüberträger. Die Kosten für eine Fernwärme-Heizungsanlage betragen zwischen 5.000 und 10.000 Euro.
Hinzukommen noch die eigentlichen Heizkosten als Gebühr für die Nutzung des Fernwärmenetzes. Ein Einfamilienhaus verbraucht eine durchschnittliche Wärmeleistung von 20.000 Kilowattstunden pro Jahr. Dafür werden je nach Anbieter und Region zwischen 200 und 300 Euro monatlich fällig. Auf die Wohnfläche umgerechnet betragen die Fernwärme-Kosten rund 16 Euro pro m2.
Warum Sie Ihre Fernwärme-Heizung professionell einbauen lassen sollten
Traditionelle Heizungsanlagen wie Öl- oder Gasheizungen verwenden Brennstoffe, um Wärme zu erzeugen. Im Gegensatz dazu bezieht eine Fernwärme-Heizung ihre Wärme aus externen Heizkraftwerken. Doch auch diese Wärme kommt nicht von ungefähr.
Ganz ähnlich wie bei der heimischen Heizungsanlage verbrennen die Heizkraftwerke auch fossile Brennstoffe, Müll oder Biomasse. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass diese Verbrennung nicht in Ihrem Keller, sondern an einem externen Standort stattfindet. Die erzeugte Fernwärme wird dann in Form von Heizungswasser über Rohrleitungen direkt zu Ihnen nach Hause transportiert.
Damit Ihre Fernwärme-Heizung effizient und zuverlässig funktioniert, sollten Sie sie von geeigneten Heizungsbauern installieren lassen.
Die Experten kennen sich mit den Anforderungen dieser Heizung aus und sorgen dafür, dass alles richtig verbunden ist. Das verhindert nicht nur Leckagen oder Ausfälle, sondern gewährleistet, dass die Wärme reibungslos zu Ihnen nach Hause gelangt. Insgesamt bedeutet eine fachgerechte Installation, dass Ihre Heizung länger hält und Sie langfristig Kosten sparen.
Kostenübersicht: Was kostet eine Fernwärme-Heizungsanlage?
Die Fernwärme-Kosten setzen sich aus mehreren Preispunkten zusammen: den Kosten für Installation und den Anschluss ans Wärmenetz sowie den monatlichen beziehungsweise jährlichen Betriebskosten. Die Betriebskosten bestehen aus drei einzelnen Posten:
- dem Grundpreis
- dem Arbeitspreis
- dem Dienstleistungspreis
Wie hoch diese Kosten insgesamt ausfallen, hängt von Ihrem regionalen Fernwärmeanbieter ab. Im folgenden Rechenbeispiel erhalten Sie eine erste Übersicht, welche Kosten für das Heizen mit Fernwärme auf Sie zukommen.
Kostenbeispiel: Fernwärme-Kosten für ein Einfamilienhaus mit Vierpersonenhaushalt mit einer Anschlussleistung von 15 Kilowatt und einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Wärme
| Kostenpunkt | Preis |
|---|---|
| Installation und Anschluss ans Wärmenetz | 5.000 bis 10.000 Euro einmalig |
| Grundpreis | 600 bis 900 Euro pro Jahr |
| Arbeitspreis | 1.800 bis 2.400 Euro pro Jahr |
| Dienstleistungspreis | 100 bis 250 Euro pro Jahr |
| Jährliche Betriebskosten gesamt | 2.500 bis 3.550 Euro |
Was kostet Fernwärme? Alle Kosten im Detail
Das Eigenheim beheizen, ohne dafür einen ganzen Kellerraum für die Heizanlage opfern zu müssen? Keine schlechte Vorstellung. Doch viele Hausbesitzer unterschätzen die laufenden Kosten bei dieser Heizmethode. Damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen, erläutern wir Ihnen hier sämtliche Kosten einer Fernwärme-Heizungsanlage.
Installations- und Anschlusskosten
Damit das heiße Wasser aus dem externen Kraftwerk Ihre Räume wohlig-warm beheizt, benötigen Sie als allererstes einen Wärmeüberträger. Diese Anlage kostet inklusive Zubehör und Montage zwischen 5.000 und 10.000 Euro.
Hinzukommen noch die Kosten für den Fernwärmeanschluss sowie die Entsorgung Ihrer alten Heizungsanlage. Dafür sollten Sie weitere 5.000 Euro veranschlagen. Je nach Art der Altanlage und dem nötigen Arbeitsaufwand kann der Preis teilweise auch höher ausfallen. Die Kosten, um beispielsweise von Gas auf Fernwärme umzurüsten, betragen damit insgesamt circa 15.000 Euro.
Betriebskosten für die Fernwärme
Neben den Anschaffungs- und Anschlusskosten müssen Sie auch die laufenden Betriebskosten bei Ihrer Kalkulation berücksichtigen. Sie unterteilen sich in den Grund-, den Arbeits- und den Dienstleistungspreis.
Im Durchschnitt betragen die Fernwärme-Kosten pro kWh zurzeit rund 16 Cent inklusive Grund- und Arbeitspreis. Da die Auswahl an Fernwärme-Anbietern aktuell noch sehr begrenzt ist, sind teils große Preisschwankungen nicht unüblich.
Eine Übersicht:
| Preisart | Details | Preis |
|---|---|---|
| Grundpreis/Leistungspreis | jährlicher Fixpreis (unabhängig vom Verbrauch, deckt Nutzungskosten von Kraftwerk & Netzen) | 40 bis 60 Euro pro kW/Jahr |
| Arbeitspreis | abgerechnet nach tatsächlichem Wärmeverbrauch (wird günstiger mit steigendem Energieverbrauch) | 9 bis 12 Cent pro kWh |
| Dienstleistungspreis | jährlich abgerechnet (deckt die Servicekosten für Messung & Abrechnung) | 100 bis 250 Euro pro Jahr |
Zum Vergleich: Die Kosten für Nahwärme betragen rund 9 bis 10 Cent pro kWh Wärme.
Wie lange dauert es, Fernwärme installieren zu lassen?
Zuerst müssen Sie den Vertrag mit Ihrem lokalen Fernwärme-Anbieter unterzeichnen. Anschließend vergehen in der Regel zwei bis drei Monate, bis Ihr Haus an das Fernwärmenetz angeschlossen wird. Die Wartezeit entsteht, weil die Handwerker zunächst den Anschluss von der Straße zu Ihrem Haus legen müssen. Für diese Straßenarbeiten wird circa 1 Woche veranschlagt.
Der reine Installationsaufwand ist dafür vergleichsweise gering. Alles, was Sie für warme Temperaturen benötigen, ist die Anbindung an das externe Wärmenetz. Hierbei schließen geeignete Heizungsmonteure zwei Leitungen in Ihrem Keller oder Hauswirtschaftsraum an. Sie werden an eine Übergabestation mit Zählwerk und Wärmetauscher angeschlossen, die wiederum mit Ihrem Heizsystem verbunden ist.
Einmal installiert, kann warmes Wasser zirkulieren und Ihre Räume effektiv aufheizen. Für den Abbau Ihrer alten Heizung und den Einbau der neuen Anlage sind rund 2 Tage Arbeitsaufwand realistisch.
Wissenswertes: 4 wichtige Fakten zum Thema Fernwärme
Eine Fernwärme-Heizung ist eine langfristige Investition. Deshalb sollten Sie sich vorab umfassend informieren, bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen.
Was Sie neben den Kosten für einen Fernwärmeanschluss noch wissen müssen:
- Fernwärme ist nicht überall verfügbar: Das Fernwärmenetz ist in Deutschland noch nicht flächendeckend ausgebaut. Überprüfen Sie deshalb als erstes, ob diese Heizmethode an Ihrem Wohnort verfügbar ist.
- Die Leistungsfähigkeit von Fernwärme variiert: Ein Großteil der Fernwärme-Versorger bietet neben der Raumwärme auch Warmwasserbereitung an. Diese Leistung ist aber nicht in allen Netzen beziehungsweise für jeden angeschlossenen Haushalt verfügbar. Je nach Entfernung zum Kraftwerk kommen bei Ihnen unter Umständen nicht alle Leistungen an.
- Ein Wechsel des Fernwärmeanbieters ist nicht möglich: Beim Strom gibt es ein zentrales Netz, das von mehreren Stromanbietern genutzt wird. Bei Fernwärme betreiben die Anbieter dagegen ihr eigenes Wärmenetz. Das bedeutet, dass es vor Ort immer nur ein einzelnes Netz gibt. Anders als beim Strom haben Sie demnach keine Auswahl oder Wechselmöglichkeit zu anderen Versorgern.
- Lange Vertragslaufzeiten sind die Norm: Bei Fernwärme ist es nicht ungewöhnlich, dass Verträge für Laufzeiten von bis zu zehn Jahren geschlossen werden. Ein früherer Ausstieg ist nicht immer möglich. Klären Sie vorab sämtliche Vertragskonditionen.
Spartipps: Mit Fördermitteln Kosten für Fernwärme reduzieren
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Hausbesitzer beim Umstieg auf energieeffiziente Heizmethoden wie Fernwärme. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst die KfW Fernwärmeanschlüsse mit bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten.
Sie verfügen über ein zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen von bis zu 40.000 Euro? Dann können Sie weitere 30 Prozent Einkommensbonus erhalten. Einen weiteren Zuschuss erhalten Sie, wenn Sie Ihre noch funktionstüchtige Gas- oder Ölheizung gegen Fernwärme eintauschen. Dieser sogenannte Klimageschwindigkeitsbonus beträgt 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Insgesamt sind die KfW-Zuschüsse auf maximal 70 Prozent gedeckelt.
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FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Fernwärme
An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zu Fernwärme und ihren Kosten.
Was kostet Fernwärme?
Die laufenden Kosten für Fernwärme setzen sich aus drei Teilen zusammen:
- dem Grundpreis: 40 bis 60 Euro pro kW/Jahr
- dem Arbeitspreis: 9 bis 12 Cent pro kWh
- dem Dienstleistungspreis: 100 bis 250 Euro pro Jahr
Was kostet Fernwärme pro kWh?
Insgesamt belaufen sich die Fernwärme-Kosten pro kWh aktuell auf circa 16 Cent, Grund- und Arbeitspreis inklusive.
Was kostet ein Fernwärmeanschluss?
Die Kosten für einen Fernwärmeanschluss betragen circa 5.000 Euro. Hinzu kommen die Anschaffungs- und Montagekosten für den neuen Wärmeüberträger sowie weitere Kosten für die Entsorgung der Altanlage. Dafür sollten Sie weitere 5.000 bis 10.000 Euro veranschlagen.
Was ist der Unterschied zwischen Fernwärme und Nahwärme?
Fernwärme und Nahwärme sind zwei Formen der Wärmeversorgung. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrem räumlichen Anwendungsbereich. Eine Fernwärme-Heizung bezieht ihre Wärme aus einem externen Kraftwerk. Ihr Wohnort kann dabei vergleichsweise weit vom Heizkraftwerk entfernt sein. Bei Nahwärme wird die Wärme dagegen lokal in einem begrenzten Umkreis bereitgestellt. Oft liegt das Kraftwerk in einem Stadtviertel oder einer Siedlung.
Kann jeder Haushalt Fernwärme beziehen?
Nicht jeder Haushalt kann Fernwärme beziehen. Ob Fernwärme für Sie eine Option ist, hängt davon ab, ob in Ihrer Nähe ein Fernwärmenetz verfügbar ist. In Ballungsräumen oder städtischen Gebieten ist Fernwärme oft weit verbreitet. In ländlichen oder abgelegenen Regionen gibt es dagegen häufig noch keine entsprechende Infrastruktur.
Was bedeutet Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung?
Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist eine Form der Energieversorgung. Dabei werden Wärme und Strom gleichzeitig in einem Kraftwerk erzeugt. Bei diesem Prozess entsteht elektrische Energie durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen oder Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Die entstehende Abwärme wird nicht verschwendet, sondern für die Erzeugung von Fernwärme genutzt.
Sind die Kosten für Fernwärme im Vergleich zu anderen Heizungsarten niedriger?
Im Vergleich zu modernen Heizungsanlagen sind die Anschaffungskosten bei Fernwärme häufig niedriger. Allerdings sind die laufenden Kosten nicht zu unterschätzen. Aktuell befinden sich die jährlichen Kosten für Fernwärme auf einem ähnlichen Niveau wie für Gasheizungen. Die günstigste Heizmethode ist die Wärmepumpe. Ihre Heizkosten liegen zurzeit noch deutlich unter den Preisen für Fernwärme oder Gas.
Kann ich meinen Fernwärme-Anbieter wechseln?
Nein, ein Wechsel ist nicht möglich. Das liegt daran, dass Fernwärme-Anbieter gleichzeitig auch die Netzbetreiber sind. Da es vor Ort jeweils nur ein Fernwärmenetz gibt, haben Sie somit keine Auswahl- oder Wechselmöglichkeiten.
Checkliste für Ihren Umstieg auf Fernwärme
- Überprüfen Sie die Verfügbarkeit von Fernwärme in Ihrer Region.
- Klären Sie, ob Ihr Wohnort oder Ihre Immobilie an das Fernwärmenetz angeschlossen werden kann.
- Ermitteln Sie Ihren individuellen Wärmebedarf, um die passende Leistung des Fernwärme-Systems auszuwählen.
- Informieren Sie sich über die verfügbaren Fernwärme-Anbieter in Ihrer Region.
- Erkundigen Sie sich bei Ihrem Fernwärme-Anbieter über die Anschlussbedingungen und den Ablauf der Installation in Ihrem Haus.
- Berücksichtigen Sie bei Ihrer finanziellen Planung nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch laufende Kosten für Wartung und Betrieb.
- Klären Sie alle Vertragskonditionen wie Laufzeiten, Kündigungsmöglichkeiten und Preisgarantien.
- Informieren Sie sich über staatliche Fördermöglichkeiten für den Umstieg auf umweltfreundliche Heizsysteme.
- Klären Sie, ob Anpassungen an Ihrem Heizungssystem oder Ihrer Warmwasserbereitung notwendig sind, um die Fernwärme effizient zu nutzen.
