Neue Toilette einbauen lassen: Diese Kosten erwarten Sie

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„Du hast wohl einen Sprung in der Schüssel!“ Dieses Sprichwort kennen nicht nur Sanitärinstallateure. Und sie sind es auch, die sich nicht nur mit dem sprichwörtlichen, sondern mit dem wortwörtlichen Sprung in der Schüssel auskennen. Ob in die Jahre gekommenes WC oder ein neues Gästeklo, die Profis installieren Ihr stilles Örtchen schon für 70 bis 150 Euro zuzüglich Material. Welche Kosten beim Toilette einbauen auf Sie zukommen, erfahren Sie in diesem Preisradar

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Toilette einbauen: Kosten im Überblick

Die Kosten, um eine neue Toilette einbauen zu lassen, teilen sich in Material- und Arbeitskosten auf. Einfache Modelle wie ein Stand-WC sind dabei schon für kleines Geld zu haben. Wünschen Sie sich dagegen ein modernes Hänge-WC, fällt die Rechnung entsprechend höher aus. Besonders teuer wird es, wenn Sie nachträglich eine Toilette installieren lassen wollen und dafür erst Rohre und Anschlüsse verlegt werden müssen. Im nachfolgenden Kostenbeispiel haben wir Ihnen die Preise für den Austausch einer Toilette exemplarisch ausgerechnet.

Kostenbeispiel: Die Installateure sollen ein neues Wand-WC inklusive Sitz und neuem Spülkasten installieren. Der Wasseranschluss ist bereits vorhanden.

KostenpunktKosten
Wand-WC100 bis 300 Euro
WC-Sitz50 bis 190 Euro
WC-Spülkasten mit Betätigungsplatte180 bis 320 Euro
Installationszubehör35 bis 335 Euro
Entsorgung der alten Toilette40 bis 50 Euro
Installation der neuen Toilette70 bis 150 Euro
Gesamtkosten580 bis 1.425 Euro

Demontagekosten: Neben den Installationskosten sollten auch die Demontagekosten der alten Toilette berücksichtigt werden. Diese liegen zwischen 30 bis 60 Euro für das Ausbauen eines Montageelements inklusive Entsorgung des Bauschutts und 20 bis 50 Euro für die WC-Anlage inklusive Bauschuttentsorgung

Neue Toilette einbauen: Die Kosten im Detail

Wer nur eine vorhandene Toilette austauscht, kommt recht günstig davon. Teurer wird es, wenn auch Leitungen zu verlegen sind. Im Folgenden haben wir Ihnen die genauen Kosten für das Einbauen eines WCs zusammengestellt.

Materialkosten für Sanitärkeramik und Zubehör

Die Kosten, um eine neue Toilette einzubauen, variieren je nach Modell und Umfang der Arbeiten. An diesen Kostenpunkten können Sie sich orientieren:

ModellKosten
Raumspar-WC75 bis 300 Euro
Stand-WC100 bis 300 Euro
Wand-WC205 bis 380 Euro
Urinal180 bis 340 Euro
Hygiene-Spül-WC3.350 bis 6.750 Euro
Weitere Kostenpunkte:
einfacher Spülkasten20 bis 50 Euro
WC-Spülkasten mit Betätigungsplatte180 bis 320 Euro
WC-Sitz50 bis 190 Euro
Zu- und Ablussrohre15 bis 90 Euro pro laufenden Meter

Hinweis: Modelle für eine Vorwandmontage sind teurer. Unter Umständen fallen zusätzlich Kosten für Fliesen an, wenn nicht ein vorhandenes WC 1:1 gegen ein neues Modell getauscht wird.

Kosten für die WC-Montage

Neben dem reinen Material müssen Sie auch an die Arbeitskosten denken, wenn Sie eine neue Toilette einbauen lassen. Für den Austausch eines vorhandenen WCs gegen ein ähnliches Modell verlangen professionelle Sanitärinstallateure meist zwischen 70 und 150 Euro. Für das Entsorgen der alten Toilette ist mit 50 Euro zu rechnen. Einen Spülkasten bringt der Monteur für weitere 45 bis 60 Euro an.

Lassen Sie ein WC nachträglich einbauen, fallen die Kosten unter Umständen deutlich höher aus. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn der Sanitärbetrieb auch noch Rohre verlegen muss. Dann sollten Sie mit etwa 400 bis 700 Euro rechnen.

Hinweis: Die Kosten für das Anbringen neuer Fliesen sind in dem Betrag nicht enthalten. Klären Sie vorab mit Ihrem Handwerksbetrieb, ob zusätzliche Arbeiten wie diese notwendig sind.

Kosten von Stand-WCs: Was Sie wissen müssen

Die Anschaffung und Installation eines Stand-WCs ist mit verschiedenen Kosten verbunden, die stark variieren können. Im Allgemeinen beginnen die Preise für ein einfaches Stand-WC bei etwa 100 bis 300 Euro, wobei hier nur die Kosten für das WC selbst berücksichtigt sind. Für die Montage des WCs müssen je nach Umfang der Arbeiten und der Region zusätzlich 280 bis 580 Euro eingeplant werden. Diese Schätzung kann je nach individuellen Bedürfnissen und spezifischen Anforderungen der Installation variieren.

Für detailliertere Informationen und eine genauere Kostenaufstellung empfehlen wir, unseren umfassenden Preisradar: Stand-WC einbauen zu besuchen. Dort finden Sie nicht nur spezifische Preise für unterschiedliche Modelle von Stand-WCs, sondern auch Angebote für Installationsdienste in Ihrer Nähe.

Kosten und Installation von behindertengerechten WCs: Ein umfassender Leitfaden

Die Installation eines behindertengerechten WCs ist ein wichtiger Schritt zur Schaffung eines barrierefreien Badezimmers. Die Kosten hierfür setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen und können durch staatliche Förderungen beeinflusst werden. Hier ein Überblick der wesentlichen Kostenpunkte:

  • Anschaffungskosten für das WC: Starten bei 100 bis 300 Euro
  • Zusatzeinrichtungen: Haltegriffe und spezielle WC-Sitze, Preise variieren je nach Modell
  • Anpassung der Sanitärräume: Notwendig für ausreichende Bewegungsfreiheit, Kosten abhängig vom Umfang der Arbeiten
  • Montage und Anpassungsarbeiten: Kosten zwischen 500 und 2000 Euro

Die Investition in ein behindertengerechtes WC steigert nicht nur den Komfort für Menschen mit Behinderungen, sondern erhöht auch den Wert Ihrer Immobilie. Für eine detaillierte Beratung und individuelle Lösungen kontaktieren Sie Fachfirmen.

Gesetzliche Anforderungen und Förderungen für den Einbau behindertengerechter WCs

In Deutschland müssen behindertengerechte WCs bestimmte gesetzliche Vorschriften erfüllen, um Barrierefreiheit zu gewährleisten. Dazu zählen:

  • Mindestmaße: Die Bewegungsfläche vor dem WC muss mindestens 150 x 150 cm betragen.
  • Haltegriffe: An beiden Seiten des WCs sind fest installierte Haltegriffe erforderlich.
  • Höhe des WCs: Die Sitzhöhe soll zwischen 46 cm und 48 cm liegen, um den Transfer von einem Rollstuhl zu erleichtern.
  • Unterfahrbarkeit: Bei Waschbecken muss eine Unterfahrbarkeit für Rollstuhlnutzer gegeben sein.

Zur Unterstützung bei der Einrichtung behindertengerechter Sanitärräume gibt es verschiedene Förderungen:

  • KfW-Zuschüsse: Für den barrierefreien Umbau von Bädern bietet die KfW Bankengruppe Zuschüsse und günstige Kredite an.
  • Pflegekasse: Im Rahmen der Pflegeversicherung können Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes beantragt werden, sofern sie die häusliche Pflege erleichtern oder eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen.

Diese Vorschriften und Fördermöglichkeiten tragen dazu bei, dass Menschen mit Behinderung ein höheres Maß an Selbstständigkeit und Lebensqualität erreichen können. Es ist empfehlenswert, sich vor Beginn der Umbaumaßnahmen detailliert zu informieren und Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen.

Wissenswertes: Worauf Sie beim Einbau einer Toilette achten sollten

Damit nach dem Einbau der neuen Toilette alles abläuft, wie es soll, gibt es einiges zu beachten.

Vorhandenen Spülkasten weiter nutzen oder nicht?

Moderne Spülkästen verfügen über eine Wassersparfunktion. Hat der alte Spülkasten diese nicht, lohnt sich ein Austausch. Auch wenn ein Druckspüler oder ein hochhängender Kasten vorhanden ist, macht es Sinn, über eine moderne Variante nachzudenken. Bei Kästen, die in der Wand versenkt wurden, ist ein Austausch selten nötig. Diese Modelle sind meist noch recht neu. Der Monteur kann bei Bedarf aber neue Dichtungen einsetzen.

Auswahl des Toiletten-Modells

Je ähnlicher die neue Toilette der vorhandenen ist, umso günstiger ist der Austausch. Achten Sie dabei unter anderem auf folgende Merkmale:

  • Abgang: senkrecht nach unten oder waagerecht nach hinten?
  • Spülart: Tiefspüler oder Flachspüler?
  • Spülkasten: Druckspüler, hochhängender Kasten oder Wandeinbau?

Der Umstieg von einem Standmodell auf ein Wandklosett ist naturgemäß sehr aufwendig in der Montage. Deshalb sind die Kosten, um ein Hänge-WC einzubauen, vergleichsweise teuer.

Hinweise für Mieter

Ein Mieter, der in einer Mietwohnung einen Schaden anrichtet, muss diesen nicht immer beheben. Wenn es sich um eine Abnutzung durch normalen Gebrauch handelt, ist der Vermieter zuständig. Generell dürfen Mieter allerdings nicht ohne Rücksprache mit dem Hausbesitzer etwas an der Wohnung ändern. Dies gilt auch, wenn eine defekte Toilette getauscht wird. Denn nur der Haus- oder Wohnungseigentümer darf entscheiden, welches Modell durch wen eingebaut wird.

Haben Sie als Mieter eine Privathaftpflicht, die auch Schäden an gemieteten Dingen übernimmt, ist es wichtig, einen Schaden sofort Ihrer Versicherung zu melden. Diese hilft auch eventuell überzogene Ansprüche des Vermieters abzuwenden.

Checkliste für den Einbau einer Toilette

Erste Maßnahmen vor dem Tausch

  • den Vermieter informieren, sofern es sich um eine Mietwohnung handelt
  • alternativ Schaden der Haftpflichtversicherung melden, falls vorhanden
  • genaues Modell der vorhandenen Toilette ermitteln (Tiefspüler oder Flachspüler / Standmodell oder Wandmodell, Abgang, Spülkasten als Druckspüler oder Wandeinbau)
  • Wunschmodell auswählen (je ähnlicher, desto günstiger ist die Montage)

Den Einbau vorbereiten

  • Arbeiten mit genauen Angaben über das vorhandene und das gewünschte Modell ausschreiben
  • Betrieb auswählen und Termin vereinbaren
  • wenn notwendig, andere Parteien rechtzeitig informieren, wann und wie lange das Wasser abgestellt wird

Einbau der Toilette und abschließende Arbeiten

  • Teile bereitlegen
  • dem Monteur Zugang zum Bad und zum Absperrhahn gewähren
  • prüfen, ob alles dicht ist und Funktionen testen
  • kontrollieren, ob das WC gut befestigt ist
  • auf Haarrisse achten und sofort reklamieren