Was kostet ein Wanddurchbruch?

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Große Räume sind zeitgemäß und lassen sich effektiver nutzen. Wenn der Wohnraum vergrößert werden soll, steht meist ein Wanddurchbruch an. Wie teuer der Durchbruch einer Wand ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Am wichtigsten ist aber die Tatsache ob es sich dabei um eine tragende oder nichttragende Wand handelt.

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Große Räume sind zeitgemäß und lassen sich effektiver nutzen. Wenn der Wohnraum vergrößert werden soll, steht meist ein Wanddurchbruch an. Wie teuer der Durchbruch einer Wand ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Am wichtigsten ist aber die Tatsache ob es sich dabei um eine tragende oder nichttragende Wand handelt.

Da jeder Wanddurchbruch mit unterschiedlichen Gegebenheiten zu kämpfen hat, können nur grob pauschale Kosten genannt werden.

Kosten für ein statisches Gutachten der Wand

Zunächst muss geprüft werden, ob es sich bei der zu durchbrechenden Wand um eine tragende oder nichttragende Wand handelt. Ein Statiker kann dies anhand einer Begehung des Hauses und mit Hilfe des Bauplans für das Haus prüfen. Die Kosten für den Statiker lassen sich mit 350 bis 2.300 Euro ansetzen.

Einige Abbruchunternehmen bieten ein Pauschalpaket inklusive Statiker an, das ist meist kostengünstiger als die Beauftragung eines externen Statikers.

Wanddurchbruch rund
Ein runder Wanddurchbruch für eine Rohrleitung.
Quelle © unsplash.com
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Wanddurchbruch: Kosten im Überblick

PostenNichttragende WandTragende Wand
Kosten für den Statiker350-500 €350-2.300 €
Einbau Stahlträger(3 Arbeitsstunden / 2 Handwerker)-125-200 €
Wanddurchbruch pro m²80-250 €400-700 €
Kosten für Werkzeug pro m²100-300 €100-400 €
Entsorgung Bauschutt pro m³100-400 €100-400 €
Anfahrtspauschale50-150 €50-150 €
Gesamtsumme pro m²680-1.600 €1.025-3.750 €
Kernbohrung (Betonwand)80-300 €80-300 €
Gesamtkosten pro m²760-1.900 €2.105-4.050 €

Beispiel

Ein grober Überblick: Die Preise beziehen sich auf Quadratmeter, Kubikmeter sowie Stunden und Pauschalpreise für Handwerker und Statiker. In der Tabelle sind nur die wichtigsten Posten für den Wanddurchbruch enthalten.

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Kosten für Vorarbeiten und benötigtes Werkzeug

Bevor das Abbruchunternehmen mit dem Durchbruch der Wand beginnt, sind einige Schutzmaßnahmen erforderlich. Der Raum muss mit Folie ausgelegt werden. Meist wird auch eine Folienwand errichtet, die andere Räume vor Staub und Bauschutt schützt.

Handelt es sich um tragende Wände, müssen außerdem zusätzliche Stützen und Stahlträger angebracht werden, die die Statik des Hauses während der Arbeiten stützen. Diese Vorarbeiten werden meist auf Stundenbasis berechnet und belaufen sich auf etwa 25 bis 40 Euro pro Stunde und Handwerker.

Ein runder Wanddurchbruch für eine Rohrleitung. Quelle © unsplash.com

Das notwendige Werkzeug wird pro Quadratmeter abgerechnet und beläuft sich auf 100 bis 400 Euro. Hier sind auch die Kosten für die Stahlträger, sowie eventuell neue Bohrsätze mit inbegriffen.

Hinzu kommen die Kosten für Kleinmaterialien wie Folie, Silikon und Klebeband. Diese Kosten werden meist mit einem Pauschalpreis unter 100 Euro berechnet.

Preise für Kernbohrungen für Wände aus Beton

Bei einem Wanddurchbruch von Betonwänden oder für schwierige Ecken, sind meist Kernbohrungen notwendig, damit sich der Beton oder das Mauerwerk leichter entfernen lässt. Die Kosten werden nach Quadratmeter der Schnittfläche berechnet und liegen zwischen 80 und 300 Euro, je nach Durchmesser und Tiefe der Bohrung.

Kosten für einen Fensterdurchbruch oder Türsturz

Wird der Wanddurchbruch nur für einen Teil der Wand unternommen, beispielsweise wenn ein Fenster oder eine Tür eingebaut werden soll, setzen sich die Kosten hierfür ebenfalls aus der Schnittfläche in Quadratmetern zusammen.

Bei einem Fenster handelt es sich in den meisten Fällen immer um eine tragende Wand. Ein durchschnittlich großes Fenster ist etwa 1,5 Meter hoch und 2 Meter breit. Hier ist mit Kosten für den Statiker von etwa 250 bis 350 zu rechnen. Pauschal ist für den Wanddurchbruch mit etwa 1.000 Euro zu rechnen.

Zerlegung der Wand und Entsorgung des Bauschutts

Beim Durchbruch einer Wand entsteht viel Bauschutt und feiner Schmutz Außerdem muss die durchbrochene Wand für den Abtransport zerlegt werden, damit die Teile durch die Türen passen. Größe und Dicke der zu entfernenden Fläche haben Einfluss auf die Arbeitsdauer der Handwerker und sind damit entscheidend für die Kosten. Eine Handwerkerstunde liegt bei 25 bis 40 Euro pro Stunde.

Für den Abtransport kann auch ein anderes Unternehmen beauftragt werden. Die Kosten für den Abtransport liegen zwischen 100 bis 300 Euro pro Kubikmeter. Wird nur ein Container angefordert und dieser vom Hausherr selbst beladen, reduzieren sich die Kosten.

Hinzu kommt eine Anfahrtspauschale, die je nach Entfernung bei 50 bis 150 Euro liegen kann.

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Das Einverständnis des Vermieters einholen

Selbstverständlich sollten Mieter immer zuerst beim Vermieter nachfragen, wenn sie eine Wand in der Wohnung entfernen möchten, sonst kann es schnell teuer und unangenehm werden.

Information

Trotz Folienwand von den Handwerkern zusätzlich selbst auf gute Abdichtung der Räume achten: der feine Staub setzt sich sonst überall ab.

Fehlt der Bauplan, um festzustellen, ob es sich um eine tragende oder nichttragende Wand handelt, kann dieser beim ansässigen Bauamt angefordert werden.

Achtung: Der Bauplan ersetzt nicht die Einschätzung eines Statikers. Der sollte auf jeden Fall immer hinzugezogen werden, außer es handelt sich um eine einfache Rigipswand.

Die restlichen Räume vor Baustaub schützen

Obwohl die Handwerker im Regelfall mit einer aufgezogenen Folienwand dafür sorgen, dass sich nicht so viel Staub in der Wohnung verteilt, lohnt es sich, vor den Bohr- und Sägearbeiten, alle Türen zu verschließen und gegebenenfalls zusätzlich abzudichten. Der feine Staub zieht leicht in die angrenzenden Räume.

Einen Wanddurchbruch immer vom Fachmann durchführen lassen

Es ist nicht ratsam, sich an einen Wanddurchbruch selbst heranzuwagen, die Wände können immer mit Versorgungsleitungen oder Kabeln versehen sein. Zerstört man ein Kabel oder Leitung, sind die Reparaturkosten recht hoch. Auch das Thema Statik sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen.

Checkliste für einen Wanddurchbruch

Vorüberlegungen für den Durchbruch:

  • Daten für den Durchbruch einer tragenden Wand fürs Abbruchunternehmen zusammenschreiben, damit es den Preis ermitteln kann (Maße des Durchbruchs, Altbau, Neubau oder Rohbau). Ggf. Festpreis vereinbaren.
  • Vom Statiker prüfen lassen, ob es sich um eine tragende oder nichttragende Wand handelt.
  • Angebote der Abbruchunternehmen vergleichen
  • Klären, ob das Abtransportieren von Schutt und Müll übernommen wird.

Vorbereitende Maßnahmen:

  • Räume für den Wanddurchbruch leer räumen.
  • Restliche Räume abdichten.
  • Für Zugang und Strom sorgen.

Nach dem Wanddurchbruch:

  • Für Abtransport des Bauschutts sorgen oder selbst erledigen.
  • Wanddurchbruch verkleiden (verputzen oder mit Trockenbau-Elementen).
  • Raum bewohnbar machen und neu einrichten.

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FAQ - Häufige Fragen zum Thema Wanddurchbruch

Welche Vorbereitungen sind bei einem Wanddurchbruch notwendig?

Im ersten Schritt sollte identifiziert werden, ob es sich um eine tragende oder nichttragende Wand handelt. Dies kann beispielsweise anhand des Bauplans des Objekts oder mittels eines Statikers festgestellt werden. Etwas hat der Durchbruch einer tragenden oder nichttragenden Wand jedoch gemeinsam: eine ganze Menge Dreck. Die Baustelle sollte daher sorgfältig vom Rest des Hauses durch Folien und Abklebungen abgeschottet sein, da der feine Staub sich sonst im ganzen Haus absetzt.

Woran erkennt man eine tragende Wand?

Eine tragende Wand erkennt man in den meisten Fällen an der Wandstärke. Diese liegt in der Regel bei mehr als 17,5 Zentimetern. Tragende Wände liegen im Normalfall geschossweise übereinander. Ein Experte kann bei der Besichtigung erkennen, welche Wände statisch tragende Funktion haben und nicht ohne entsprechende Maßnahmen verändert werden können.

Woran erkennt man eine nichttragende Wand?

Nichttragende innere Wände haben meist eine geringere Wandstärke und dienen als Trenn- oder Zwischenwände. Bei Trockenbauwänden kann man eine nichttragende Wand außerdem am hohlen Klang erkennen, wenn man gegen die Wand klopft. Die Statik ist im Gegensatz zu tragenden Wänden hier in der Regel unproblematisch. Dennoch können Versorgungsleitungen im Weg sein und die Verlegung von Wasser- und Gasleitungen wird schnell sehr teuer. In diesem Fall sollte über eine andere Stelle nachgedacht werden.

Was ist beim Durchbruch von tragenden Wänden zu beachten?

Tragende Wände sollten aus Gründen der Statik nicht einfach ohne Weiteres durchbrochen werden. Der Durchbruch muss sorgfältig geplant und mit großer Vorsicht durchgeführt werden. Im Vorfeld wird das Umfeld der tragenden Wand beispielsweise mit Baustützen versehen.

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