Zaun bauen lassen: Wen beauftragen?
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In Deutschland übernehmen vor allem Garten- und Landschaftsbaubetriebe sowie Metallbaubetriebe den professionellen Zaunbau. Je nach Material und Bauweise kann auch ein Schreiner- oder Tischlereibetrieb die richtige Wahl sein. Beachten Sie, dass für Zäune an Grundstücksgrenzen landesspezifische Abstandsregeln und Höhenbeschränkungen gelten. Ein Blick in den Bebauungsplan und das jeweilige Nachbarrechtsgesetz (NachbRG) Ihres Bundeslandes ist daher ratsam.
Warum einen Garten- und Landschaftsbauer beauftragen?
Ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb (GaLaBau-Betrieb) ist oft die erste Anlaufstelle, wenn es um den Zaunbau geht. Diese Unternehmen bieten in der Regel das komplette Leistungsspektrum rund um Zäune und Grundstücksgrenzen an.
Vorteile eines GaLaBau-Betriebs:
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Komplettservice: Von der Beratung über die Materialauswahl bis zur fachgerechten Montage, alles aus einer Hand. Die Fachleute können auch beurteilen, ob weitere Arbeiten im Garten sinnvoll sind.
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Kenntnis der Vorschriften: Erfahrene Betriebe kennen die regionalen Bauvorschriften, Abstandsregelungen und Höhenbeschränkungen. Sie können bei Bedarf auch die erforderlichen Genehmigungen klären.
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Professionelle Ausrüstung: GaLaBau-Betriebe verfügen über das nötige Werkzeug für Erdarbeiten, das Setzen von Pfosten und die Montage verschiedener Zaunarten.
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Versicherungsschutz: Unternehmen sind für ihre Arbeiten versichert und tragen die Verantwortung für die sichere Durchführung.
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Kann ich einen Metallbauer beauftragen?
Ja, ein Metallbaubetrieb ist besonders geeignet, wenn Sie einen Metallzaun, Doppelstabmattenzaun oder ein schmiedeeisernes Tor wünschen. Diese Unternehmen sind auf die Verarbeitung von Metall spezialisiert und können auch individuelle Anfertigungen realisieren.
Metallbaubetriebe eignen sich besonders für:
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Doppelstabmattenzäune
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Schmiedeeiserne Zäune und Tore
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Zäune mit integrierten Sicherheitselementen
Allerdings übernehmen nicht alle Metallbaubetriebe die kompletten Erdarbeiten oder das Setzen der Fundamente. Klären Sie daher vorab, ob diese Leistungen im Angebot enthalten sind oder ob Sie ein zusätzliches Unternehmen für die Vorarbeiten benötigen.
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Kann ich einen Tischler bzw. Schreiner beauftragen?
Für Holzzäune ist ein Schreiner- oder Tischlereibetrieb eine gute Wahl. Sie verfügen über das Fachwissen für die Verarbeitung von Holz und können sowohl einfache Lattenzäune als auch aufwändigere Sichtschutzzäune aus Holz errichten.
Schreiner- und Tischlereibetriebe bieten:
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Fachgerechte Holzverarbeitung und Oberflächenbehandlung
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Individuelle Anpassungen an Grundstücksgegebenheiten
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Beratung zu geeigneten Holzarten und deren Pflege
Beachten Sie, dass für Fundamente und Erdarbeiten möglicherweise ein zusätzlicher Fachbetrieb erforderlich sein kann.
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Wie läuft der Zaunbau ab?
Der professionelle Zaunbau erfolgt in mehreren Schritten:
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Beratung und Planung: Der Spezialist prüft die örtlichen Gegebenheiten und berät Sie zu Material, Design und Höhe des Zauns. Dabei werden auch die geltenden Vorschriften berücksichtigt.
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Grundstücksgrenzen klären: Bei Zäunen an der Grundstücksgrenze ist es ratsam, die genauen Grenzen zu kennen, denn der Fachbetrieb verlässt sich auf Ihre Angaben. Im Zweifelsfall hilft eine amtliche Flurkarte oder die Grenzfeststellung durch einen öffentlich bestellten Vermessungsingenieur.
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Genehmigungen prüfen: Je nach Bundesland und Zaunhöhe kann eine Genehmigung erforderlich sein. In vielen Bundesländern gilt ab einer Höhe von etwa 1,80 bis 2,00 m eine Genehmigungspflicht, die genaue Grenze variiert jedoch je nach Gemeinde. Fragen Sie im Zweifel beim zuständigen Baurechtsamt nach. Der Spezialist kann Sie hierzu beraten.
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Nachbarn informieren: Es empfiehlt sich, den Nachbarn frühzeitig über das Vorhaben zu informieren, idealerweise schriftlich. In einigen Bundesländern (u. a. Brandenburg, Saarland, Thüringen) ist dies sogar gesetzlich vorgeschrieben. Ein frühes Gespräch vermeidet Konflikte und klärt, ob der Nachbar sich an den Kosten beteiligen möchte oder muss.
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Erdarbeiten und Fundamente: Die Pfostenlöcher werden ausgehoben und je nach Zaunart mit Beton oder Kies befestigt.
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Montage: Pfosten, Zaunfelder und gegebenenfalls Tore werden fachgerecht montiert.
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Nacharbeiten: Bei Holzzäunen erfolgt eine Oberflächenbehandlung, bei Metallzäunen gegebenenfalls ein Korrosionsschutz.

Was kostet der Zaunbau?
Die Kosten für den Bau eines neuen Zauns hängen von Material, Länge und Höhe ab. Für einen einfachen Maschendrahtzaun können Sie mit etwa 15 bis 30 € pro laufendem Meter rechnen. Doppelstabmattenzäune liegen bei rund 40 bis 80 € pro Meter, während hochwertige Holzzäune oder Schmiedeeisenzäune deutlich teurer sein können.
Zusätzliche Kostenfaktoren sind:
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Fundamente und Erdarbeiten
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Tore und Türen
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Sichtschutzelemente
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Oberflächenbehandlung
Detaillierte Preisinfos finden Sie im Kosten-Ratgeber für Zaunbau.
Zaun selbst bauen oder einen Fachbetrieb beauftragen?
Einfache Zäune wie niedrige Maschendrahtzäune lassen sich unter Umständen selbst aufbauen. Das erfordert jedoch handwerkliches Geschick, das richtige Werkzeug und Zeit.
Für größere oder anspruchsvollere Zaunprojekte empfiehlt sich die Beauftragung eines Fachbetriebs:
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Vorschriften: Fachbetriebe kennen die geltenden Abstandsregeln und Höhenbeschränkungen und können Fehler vermeiden, die im schlimmsten Fall einen Rückbau erfordern. Liegt Ihr Grundstück in einem Denkmalschutzbereich, können auch für Einfriedungen besondere Genehmigungspflichten gelten.
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Stabilität: Falsch gesetzte Pfosten oder unzureichende Fundamente führen zu Schäden durch Wind und Wetter.
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Zeitaufwand: Ein erfahrener Fachbetrieb arbeitet deutlich schneller als Laien.
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Gewährleistung: Bei Problemen haftet der beauftragte Fachbetrieb.
Beim Selbstbau sparen Sie zwar die Arbeitskosten, müssen aber Werkzeugmiete, Materialkosten und Ihren eigenen Zeitaufwand einrechnen. Bei nur wenigen Metern Zaun kann sich der Eigenbau lohnen, bei längeren Zäunen oder schwierigem Gelände ist ein Fachbetrieb oft die bessere Wahl.
Kontaktieren Sie Handwerker, um einen genauen Kostenvoranschlag für Ihren Auftrag zu erhalten.