Die größte Gefahrenquelle in der Küche sind mit Abstand der Backofen und der Herd
Interview

Sicherheit in der Küche

Autor:
Redaktion

Manchmal wird gerade in der Küche die Sicherheit vernachlässigt. Umso wichtiger ist es, die Umgebung gefahrenfrei zu gestalten.

Unfallgefahren in der Küche

In vielen Wohnungen und Häusern ist die Küche der Mittelpunkt, in dem sich der Großteil des Zusammenlebens abspielt. Da ist es kein Wunder, dass sie zu den Räumen gehört, in dem die meisten Unfälle passieren. Dabei entstehen die Missgeschicke oftmals durch Gedankenlosigkeit, Leichtsinn, Unachtsamkeit und das Nichtbeachten von Sicherheitsregeln. Oft versäumen die Bewohner im Umgang mit Haushaltsgeräten an ihre Sicherheit zu denken, oder diese sachgerecht zu benutzen.  

Auch Hindernisse nicht gleich aus dem Weg zu räumen, gehört zu den Gefahrenpotenzialen, die zu Unfällen führen. Je nach Beschaffenheit des Küchenbodens reichen ein paar Fettspritzer oder eine kleine Wasserlache für eine Rutschpartie aus. Kleinere Malheurs wie Abschürfungen, Quetschungen oder blaue Flecken durch Schubladen sind bei großer Hektik nahezu an der Tagesordnung. Bereits kleine Vorsichtsmaßnahmen helfen hier, um Gefahren zu vermeiden.

Gerade für Kinder lauern in Küchen viele Gefahren. Ihnen drohen Verbrühungen und Verbrennungen durch heißes Wasser und durch glühende Herdplatten. Dabei birgt die Kochstelle noch andere Risiken. Deshalb sind Sicherheitsvorkehrungen beim Kochen von grundlegender Bedeutung. Zum einen sind Kochutensilien mit heißem Inhalt gefährlich, zum anderen sind Herdplatten sowie der Backofen eine "heiße Sache".

Neben Kleingeräten finden auch Maschinen wie Geschirrspüler, Waschmaschinen und Trockner ihren Platz in vielen Küchen. Diese bieten kleinen Kindern Versteckmöglichkeiten und verlocken zum Hineinklettern. Doch vor allem bei Fritteusen und Wasserkochern besteht die Gefahr, sich mit heißem Fett oder Wasser zu verbrennen. Daneben gibt es noch viele weitere Gefahrenquellen. Doch wer diese kennt, kann ohne großen Aufwand das Unfallrisiko deutlich verringern. 

Haushaltsmaschinen und Elektrogeräte sichern

Heiße Kochdämpfe sind besonders gefährlich, da sie um vieles heißer sind als kochendes Wasser. Wer in einem hinten stehenden Topf rührt, kann sich verbrühen, wenn einer mit offenem Deckel davor steht. Auch beim Öffnen eines Topfes kann es schnell zu Verbrennungen kommen. Hiervor kann sich die Hausfrau mit Topflappen oder Kochhandschuhen schützen.

Die hinteren Kochfelder sind bevorzugt zu benutzen. Dies mindert das Risiko, dass Kinder Töpfe herunterziehen oder auf die Herdplatte fassen. Stielgriffe von Töpfen und Pfannen sind nach hinten zu drehen. Dadurch ragen sie nicht über den Herdrand hinaus und sind für Kinderhände nicht zu erreichen. Ebenso ist daran zu denken, dass viele Herde nach dem Abschalten noch eine Zeit lang heiß bleiben.

Ein stabiles Herdschutzgitter kann vor und nach dem Kochvorgang eine nützliche Hilfe sein. Auch der Backofen ist zu beachten. Sofern dessen Fenster nicht aus einer Dreifachverglasung oder wärmedämmenden Glas besteht, lässt sich dieser mit einer Acrylplatte sichern. Bei Waschmaschinen und Ähnlichem im Raum sind die Türen fest geschlossen zu halten. Kleine Kinder klettern zum Verstecken gern hinein, ohne sich selber wieder befreien zu können.

Ebenso ist es ratsam, Küchengeräte wie Handmixer, Elektromesser, normale Messer und Scheren nach dem Gebrauch wegzuräumen. Haben Kleingeräte wie Toaster und Wasserkocher einen festen Platz auf der Küchenzeile, gilt generell: Elektrische Geräte niemals in die Nähe von Wasser zu stellen. Dies betrifft sowohl die Sicherheit der Eltern sowie des Kindes, jeder kennt das Beispiel mit dem Föhn.

Des Weiteren sind die Stromkabel so zu verlegen, dass keine Kabel herunterhängen. Hier bieten Abschlussleisten eine sinnvolle Möglichkeit, diese dahinter zu verstecken. Durch diese einfache Maßnahme kann ein Kind die Utensilien nicht herunterreißen und die Verbrennungsgefahr ist gebannt.

Küchenschränke und Schubladen verschließen

Schubladen und Schranktüren üben auf Kinder einen großen Reiz aus. Zu ihren Lieblingsbeschäftigungen in der Küche gehören das Ein- und Ausräumen und hantieren mit den vermeintlichen Schätzen. Gerade Kleinkinder wissen noch nicht, dass scharfe Scheren und Messerklingen Verletzungen verursachen. Ebenfalls ist ein Finger oder die Hand schneller eingeklemmt, als die Mutter reagieren kann. 

Hierfür gibt es Tür- und Schubladensicherungen, die der Nachwuchs nicht öffnen kann, aber für Erwachsene kein Problem darstellen. Praktisch sind sogenannte Multisicherungen, welche sich ebenso an Elektrogeräten einsetzen lassen. Auf diese Weise ist gleichzeitig an allen Kücheneinrichtungen für Sicherheit gesorgt. Um ein Kleinkind während der Küchenarbeit zu beschäftigen, macht eine "Kinderschublade" Sinn, in der es gefahrlos kramen kann.

Vor allem Reinigungsmittel sind an einem sicheren abschließbaren Ort zu verstauen. Schon ein kleiner Schluck aus der bunten Flasche kann mit einer tödlichen Vergiftung enden. Auch über den Kopf gezogene Plastiktüten sind ein lebensgefährliches Spielzeug. Mit jedem Atemzug legen sie sich fester auf das Gesicht, und Kinder drohen zu ersticken. Deswegen sind Einkaufstüten gleich wegzulegen oder besser noch darauf zu verzichten.

Sicherheit ist lernbar

Auch mit Steckdosen verhält es sich wie mit Schubladen und Türen. Gerade in der Küche sind sie in greifbarer Nähe. Eine wirksame Möglichkeit sind Steckdosensicherungen. Wollen Kinder dort hineingreifen, passiert nichts. Wollen die Erwachsenen die Steckdose nutzen, drehen sie einfach den Stecker hinein. 

Viele Küchenunfälle passieren beim Ausrutschen. Nicht selten führen diese zu schmerzhaften Prellungen oder Arm- und Beinbrüchen. Werden in der Hektik Flüssigkeiten verschüttet, sind diese sofort aufzuwischen. Auch Spielsachen oder andere auf dem Boden liegende Gegenstände sind beiseitezulegen, um nicht ins Stolpern zu geraten. Mit sicheren Vorkehrungen und Gewohnheiten lassen sich viele Unfallrisiken entschärfen.

Sicherheitsmaßnahmen im Überblick

  • Alle Topf- oder Pfannenstiele nach innen zeigen lassen. 
  • Die hinteren Kochfelder bevorzugen.
  • Am besten Herdschutzgitter verwenden.
  • An Backofentür wärmeisolierende Schutzgitter anbringen.
  • Sämtliche Elektrogeräte nach Gebrauch wegstellen.
  • Stromkabel verstecken und nicht hinunterhängen lassen.
  • Türen von Haushaltsmaschinen verschlossen halten.
  • Putzmittel sicher aufbewahren.
  • Plastiktüten gleich wegpacken.
  • Wasserlachen und Fettspritzer sofort aufwischen.
  • Kindersicherung an Steckdosen.
  • Schränke und Schubladen mit Türsicherungen versehen.
  • Hindernisse beseitigen.

Kaum ein Raum ist spannender und anziehender für Kinder als die Küche. Oft versuchen sie durch Anfassen herauszufinden, woher die Geräusche und Gerüche kommen. Gleichzeitig ist die Mutter oder der Vater selber beschäftigt und kann nicht immer die Augen auf dem Kind haben. Doch es gibt kleine Maßnahmen, welche der Familie ein gutes Stück Sicherheit geben. Doch die beste Sicherheitsvorkehrung ist der Laufstall. So kann der Sprössling das Geschehen aus sicherer Entfernung beobachten und die Eltern können in Ruhe arbeiten.

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