Beim Umzug in die Ferne reisen die Möbel im Container
Ratgeber

Über den großen Teich: Umzug per Seefracht

Autor:
Redaktion

Ein Umzug in ferne Länder muss gut überlegt und organisiert werden. Sollen Möbel und Hausrat per Seefracht reisen, stehen verschiedene Optionen offen.

Was soll mit und was bleibt besser zu Hause?

Die Einreise- und Zollbestimmungen einiger Länder sind sehr streng. In die USA kann niemand seine geliebte Ledercouch oder das Federbett mit nehmen, da die Einfuhr von Tierprodukten verboten ist. In Neuseeland ist es nicht erlaubt Erde, Pflanzen oder Samen mitzuführen. Auch ein gebrauchter Rasenmäher hat wenig Chancen ins Land zu dürfen.

Neben den gesetzlichen Bestimmungen sollte der Umzugswillige auch an technische Besonderheiten denken. Ein deutscher Fernseher nutzt in den USA nichts, ein eventuell notwendiger Umbau eines Autos ist oft teurer, als den Wagen in Deutschland zu verkaufen und vor Ort einen neuen Wagen zu kaufen.

Die Wahl des Transportunternehmens

Ein normales Frachtunternehmen ist für einen Umzug nicht ausgerüstet. Diese erwarten meist einen fachgerecht gepackten Container, der nur noch zum Hafen zu bringen ist. Zahlreiche internationale Umzugsfirmen bieten einen besseren Service. Die Mitarbeiter helfen auf Wunsch beim Verpacken und beladen der Container.

Wer bei einem Überseeumzug selber packen möchte, muss an eine detaillierte Stückgutliste denken und alles genau, meist in englischer Sprache, in entsprechende Formulare eintragen. Gemischter Hausrat oder Gartengeräte genügen als Angaben nicht. Die Papiere hat der Spediteur. Sie sind auch beim Zoll des Einreiselandes erhältlich.

Es macht Sinn, sich verschiedene Angebote einzuholen und zu vergleichen. Die meisten Firmen bieten einen einfachen Service ohne Packdienst und einen Komfortservice an. Bei letzterem erledigen die Mitarbeiter alle Arbeiten. Die meisten Unternehmen liefern die Fracht bis zu einem Seehafen im Zielland. Einige Unternehmen arbeiten mit dortigen Umzugsfirmen zusammen, welche die Möbel in die neue Wohnung bringen.

Verpackungsgrößen bei Seefracht

Wer nur seine persönlichen Sachen und Kleidung mitnehmen möchte, benötigt eine stabile Movebox, einen besonders starken Karton. Diesen gibt es in zwei Größen: 1,3 und 2,6 Kubikmeter. Die meisten Unternehmen holen die Box ab und versenden diese als Sammelfracht zu einem Seehafen. Von dort geht es im Sammelcontainer weiter zum Ziel.

Einen sogenannten Überseeliftvan gibt es in den Größen 5,8 und 11,6 Kubikmeter. In diesen ist ausreichend Platz, um auch Geschirr oder einige ausgewählte Möbelstücke mitzunehmen. Die Liftvans sind aus massivem Holz und werden von den Umzugsfirmen ebenfalls abgeholt. Der Transport erfolgt als Sammelfracht.

Überseecontainer haben entweder 32 oder 64 Kubikmeter. Die kleine Größe reicht für Wohnungen bis zu 40 Quadratmeter. Der größere Container ist bis zu einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern ausreichend. Es ist besser, zur Sicherheit mehr Containerraum zu veranschlagen. Falls ein Container nicht voll wird, besteht die Möglichkeit den freien Raum für Sammelfrachten zur Verfügung zu stellen.

Selber packen ist nicht immer ratsam

Die Fracht ist versichert. Wenn etwas beim Transport beschädigt wird, steht die Frage nach einem Verpackungsfehler im Raum. Wer von der Fachfirma packen lässt, ist auf der sicheren Seite. Natürlich ist es billiger, wenn man das Umzugsgut selber verpackt. Für die benötigten Kartons müssen Sie selbst aufkommen.

Für einen großen Liftvan sind Kartons für etwas 220 Euro erforderlich. Der Verpackungsservice kostet etwa 580 Euro, die notwendigen Kartons sind in diesem Preis enthalten. Ein Umzug von Köln nach New York kostet mit  Packservice etwa 2.400 Euro und ohne 1.650 Euro plus 220 Euro für Kartonagen.

Kosten für den Umzug

Die genannten Kosten beziehen sich auf den großen Liftvan (11,6 Kubikmeter). Soll der gesamte Hausrat einer Zwei-Zimmer-Wohnung mit, ist ein 20-Fuß-Überseekontainer nötig. Ohne Packservice kostet er mit Transport etwa 2.100 Euro, mit dem Service 4.200 Euro. Zum Verpacken des Hausrats sind etwa 1.200 Euro für Kartonagen zu veranschlagen.

Es kann einige Wochen dauern, bis die Fracht am Zielhafen ankommt. Mit Luftfracht geht es schneller. Allerdings darf der Container für die Luftfracht nicht selber gepackt werden, da die Gewichtsverteilung wichtig ist. Die Fracht kostet mindestens zwei Euro je Kilogramm. Ein leerer Container wiegt etwa 4.000 Kilogramm. Es macht also nur Sinn, einzelne Stücke, die sofort vor Ort sein sollen, per Flugzeug zu verschicken. 

Die genannten Preise sind Durchschnittspreise aus dem Jahr 2014.

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Tags: Umzug
Gewerke:Umzug und Transport

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