Wer seinen Umzug gut vorbereitet, erspart sich einiges an Stress.
Ratgeber

Umzug-Tetris – Transporter richtig beladen

Autor:
Pauline Schneider

Wer Sack und Pack in einem Rutsch von A nach B transportieren will, muss den Umzugswagen mit System beladen. – Sieben Tipps zum schlauen Packen.

Ordnung ist die halbe Miete. Umzüge gestalten sich entweder mühsam und chaotisch oder aber entspannt und geregelt. Wer schon im Vorfeld logisch plant und sorgfältig packt, kann ganz ohne Stress ins neue Heim starten.

Besonders wenn die Distanz zwischen dem alten und neuen Wohnort weit ist, sollte der Umzug idealerweise in einem Rutsch über die Bühne gehen. Zudem kostet ein Transporter in der Regel viel Miete, sodass durch einen schnellen Transport auch eine Menge Geld gespart werden kann.

1. Vorbereitungen treffen

Die eigentliche Arbeit eines Umzugs beginnt schon lange bevor der Wagen vor der Tür steht und das Schleppen losgeht. Damit Helfer direkt mit dem Beladen anfangen können, müssen die Umzugskartons gepackt und verschlossen, alle Möbel abgebaut und sämtliche Haushaltsgeräte ausgesteckt und transportbereit sein.

Kleiner Tipp: Kleinteile wie Schrauben oder Muttern am besten in Plastiktüten sammeln und mit Klebeband an dem jeweiligen Möbelstück befestigen. So geht nichts verloren oder wird beim Wiederaufbau verwechselt. 

Um möglichst wenig die Treppen hoch und herunter zu laufen, gilt es Einzelteile zu vermeiden. Lieber einen zusätzlichen Karton mit sperrigen Nachtischlampen oder Vasen nur halb füllen, anstatt diese lose im Auto unterbringen zu wollen. Das viele Laufen vergeudet unnötig viel Zeit sowie Energie und erhöht die Gefahr, dass etwas während des Umzugs kaputt geht.  

Ein zusätzliches Hilfsmittel: Alles mit farbigen Klebezetteln markieren. Zum Beispiel gelb für das Wohnzimmer, grün für die Küche, pink für das Schlafzimmer oder blau für das Bad. Kleben diese Farben auch jeweils an den Türen in der neuen Wohnung, erleichtert diese Methode allen Helfern das Hineintragen und Platzieren der Möbel.

2. Schränke und Kommoden präparieren

Vor dem Beladen des Transporters mit den großen Möbeln, unbedingt alles, was Schubladen oder Türen hat, fachgerecht sichern. Häufig lassen sich Schranktüren abmontieren und sind getrennt vom Rest verstaubar. Lassen sich die Türen nicht abschließen, einfach mit Klebeband zukleben, sodass sie sich während der Fahrt nicht von alleine öffnen. Bei Schubladen gilt dasselbe. So kann alles was sich in dem jeweiligen Möbelstück befindet, dort bleiben und ohne große Umpack-Aktion zum neuen Wohnort transportiert werden.

Es empfiehlt sich, alle Griffe, Schlüssel oder losen Kleinteile abzumontieren, damit keine Kratzer oder anderen Beschädigung beim Transport entstehen. Auch hier ist es sinnvoll alles in einem Tütchen zu sammeln und dies zu beschriften.

3. Schutz durch Decken

Spiegel, Bilderrahmen, Bettkästen oder abmontierte Schranktüren lassen sich mit weichen Decken oder Polsterfolie schützen. Bei den meisten Autoverleihhäusern und Umzugsunternehmen können die Decken gegen einen Aufpreis geliehen werden.  

Da flache große Teile leicht zerbrechen und anfällig für Risse und Kratzer sind, lehnen sie am sichersten unmittelbar an der Außenwand des Wagens. Auch eine Matratze schützt fragile Gegenstände während des Umzugs. Sie kann gut als Trennwand zwischen den Spiegeln, Bildern oder Türen zum Rest der Ladung dienen. Zusätzlich fixieren Spanngurte und Seile die Gegenstände an der Wand, sodass sie nicht umherrutschen können.

4. Umzugskartons einladen

Nachdem an den Seiten die langen, flachen Sachen befestigt werden, beginnt nun das Einladen der Umzugskartons. Generell gilt, möglichst einheitliche Kartons beim Packen zu verwenden, damit sie sich besser und stabiler stapeln lassen.

Die schwersten Kartons kommen ganz unten auf den Boden und nehmen zur Decke hin an Gewicht ab. Eine gleichmäßig verteilte Last im Transporter erleichtert das Fahren und Manövrieren sehr.  Am besten die Kisten direkt an der Trennwand zwischen Fahrkabine und Laderaum bis zur Decke stapeln. So entsteht nur ein minimaler Leerraum zwischen den Kisten und der Platz wird optimal genutzt.

5. Große Möbelstücke einladen

Im nächsten Schritt sind die großen, sperrigen Gegenstände dran. Tische, Stühle, Kommoden und alles Weitere, was nicht auseinandergebaut werden kann. Als besonders praktikabel zeigt sich, in der Mitte der Ladefläche mit dem Platzieren der Möbel anfangen und sie direkt ineinander verkeilen. Entstehen Zwischenräume, einfach mit Handtüchern, Decken, Kissen oder anderen weichen Gegenständen füllen. Die Möbel verfügen somit über eine Schutzschicht und gleichzeitig wird kein nützlicher Raum verschwendet.

Wer besonders wertvolle Möbel besitzt, kann auch direkt eine Decke auf den Boden des Wagens legen, alle Gegenstände stehen so auf gepolstertem Grund.

6. Haushaltsgeräte einladen

Idealerweise zuletzt die Haushaltsgeräte in den Sprinter laden. Waschmaschine, Spülmaschine oder Kühlschrank wiegen in der Regel besonders viel. Sie gleich zu Beginn wieder ausladen zu können, ist von Vorteil. Das neue Heim steht noch leer, es stehen keine Hindernisse im Weg herum und die Geräte können direkt an ihren neuen Platz gestellt werden.  

7. Nicht an Sicherungsgurten sparen

Damit alle Möbel und alle Mitfahrer den Umzug unbeschadet überstehen, empfiehlt es sich, die gesamte Ladung im Innenraum zusätzlich zu sichern. Bei einem Bremsmanöver passiert es schnell, dass Möbel verrutschen oder umkippen und schnell große Schäden entstehen.

Sicherungsgurte stellen die Autovermietungen in der Regel zur Verfügung. Stellt sich heraus, dass diese nicht ausreichen, lieber zehn Euro investieren und zusätzliche Gurte kaufen, als einen Unfall zu riskieren. Spanngurte oder Seile zum Befestigen der Ladung, gibt es jedem Baumarkt. 

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