Plexiglas - gängiger Spritzschutz für Duschen und Badewannen
Ratgeber

Plexiglas in der Dusche - Vor- und Nachteile

Autor:
Redaktion

Plexiglas dient seit Jahrzehnten an Duschen und Badewannen als Spritzschutz. Es hat gegenüber Echtglas Vor- und Nachteile, die jeder kennen sollte.

Was ist Plexiglas?

Seine genaue Bezeichnung lautet Polymethylmethacrylat (PMMA) - es ist außer unter dem Namen Plexiglas auch als Acrylglas im Handel erhältlich. Der transparente Kunststoff lässt sich einfärben, fräsen und bei Temperaturen von über 100 Grad Celsius verformen. Im Vergleich zu anderen transparenten Kunststoffen ist das Material hart, es ist aber deutlich weicher als Glas.

Das leichte und preisgünstige Material kommt bei Duschkabinen zum Einsatz. Es dient zusammen mit Aluminium-Rahmen als Duschwand. Freitragende Eckversionen sind möglich, ein Befestigen an einer Wand ist nicht nötig. Die leichten Wände lassen sich verkleben, ein Anschrauben ist überflüssig.

In den letzten Jahren kommt Plexiglas zusammen mit hochwertigen Fotodrucken als Duschrückwand zum Einsatz. Das Material ist wegen seiner Vielseitigkeit auch bei Designern beliebt.

Die Reinigung des Materials

Gegenüber Fliesen hat Plexiglas einen Vorteil: Das Kunstglas ist beständig gegen Säuren; Kalkflecken lassen sich mit einem Schwamm, der mit Essigwasser oder Zitronensaft getränkt ist, auflösen. Diese Putzmittel greifen die Fugenmasse zwischen Fliesen an, daher lässt sich Kalk von einer gefliesten Wand schwer ablösen.

Plexiglas verträgt keinen Kontakt mit Benzin, Aceton, Lösungsmitteln und Alkohol. In den meisten Glasreinigern sind Inhaltsstoffe, die in Acrylglas Spannungsrisskorrosion entstehen lassen. Diese führt zu spontanen Brüchen, obwohl das Material einer geringen Belastung ausgesetzt ist. Durch alkoholhaltiges Mundwasser, Haarspray oder Nagellackentferner wird das Glas trüb. 

Des Weiteren neigt Acrylglas zu Kratzern durch Scheuermittel oder die harte Seite von Putzschwämmen. Das Reinigen muss ohne Druck, mit weichen Tüchern oder Schwämmen erfolgen.

Vor- und Nachteile des Kunstglases im Bad

Für Plexiglas sprechen das geringe Gewicht und der günstige Preis. Eine Rückwand von 75 auf 200 Zentimeter aus Plexiglas kostet im Schnitt 70 Euro weniger als eine gleiche Wand aus Glas.

Ein weiterer Vorteil ist, dass gebrochenes Kunstglas keine scharfen Splitter aufweist. Die großen Bruchstücke des Acrylglases lassen sich leicht entsorgen. Einscheibensicherheitsglas (ESG) zerfällt in kleine scharfkantige Krümel, die sich schwer entfernen lassen.

Diesen Vorteilen steht ein großer Nachteil von Acrylglas gegenüber: Es ist problematisch zu reinigen. Echtglas ist Kunstglas in dieser Hinsicht weit überlegen.  Selbst bei vorsichtigem Reinigen zeigen sich nach kurzer Zeit kleine Kratzer auf der Oberfläche des Plexiglases. Glasklare, hochtransparente Duschwände wirken nach wenigen Jahren stumpf und matt. Aus diesem Grund bietet der Handel ausschließlich strukturiertes Acrylglas an, in welchem Kratzer weniger auffallen. 

Ein weiterer Nachteil ist die geringe Stabilität. Leichte rahmenlose Konstruktionen sind aus Plexiglas nicht möglich. Ein Metallrahmen ist immer erforderlich. Ein nahezu unsichtbarer Spritzschutz lässt sich aus dem Material nicht bauen.

Tags: Dusche
Gewerke:Raumausstatter

Das könnte Sie auch interessieren:

Qualifizierte Handwerker
in Ihrer Nähe finden!
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen
Jetzt kostenlos Angebote erhalten
Handwerker direkt suchen:
Handwerker direkt suchen:
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen

Wir verwenden Cookies, um unsere MyHammer Dienste anzubieten, zu schützen und zu verbessern. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit unseren Cookie-Richtlinien einverstanden. Weitere Informationen

Ok