Mit der neuen Energieeinsparverordnung geht es den Altbauten nun an Dach und Decke.
Ratgeber

2016 müssen alle Dächer oder Decken gedämmt sein!

Autor:
Redaktion

Keine Ausnahmen mehr für Altbauen: Ab jetzt müssen die Decken oder die obersten Dachgeschosse aller Häuser energetisch auf der Höhe sein.

Mit Jahresbeginn 2016 ging die Bundesregierung einen Schritt weiter, um ihre ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Durch die erhöhten Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) soll der Primärenergie-Bedarf der Häuser um 25 Prozent gesenkt werden. Jetzt erhalten die Häuser ähnlich wie Kühlschränke oder Waschmaschinen ein Effizienz-Label in ihrem Energieausweis. So soll jeder Käufer oder Mieter einfach wie bei „weißer Ware“ unterscheiden können, wie viel Energie das Haus im Durchschnitt verheizt.

EnEV 2016: Neue Kessel, verkleidete Rohre, dichte Dächer

Für Hausbesitzer und Vermieter heißt die verschärfte Gesetzeslage: Sie müssen investieren. Wer beispielsweise noch einen mehr als 30 Jahre alten Verbrennungs-Heizkessel mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen nutzte, muss ihn spätestens zum Jahresbeginn stillgelegt und ausgewechselt haben. Heizungs- und Warmwasserrohre in unbewohnten Räumen müssen gedämmt sein. Vor allem aber steigt der Gesetzgeber mit seinen neuen Regelungen den Hausbesitzern aufs Dach: Sie müssen das Hausdach oder alternativ dazu die oberste Geschossdecke mit Wärmeschutz einkleiden. Decke oder Dach dürfen einen ganz bestimmten Wärmedurchgangs-Koeffizienten nicht mehr überschreiten: den sogenannten U-Wert von 0,24. Sprich, 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturunterschied zwischen innen und außen.

Wann sollte das Dach und wann die Decke gedämmt sein? 

Ist das Dachgeschoss bewohnt, muss auf jeden Fall das Dach selbst gedämmt werden. Hier reduzieren die Dämmmaterialien nicht nur den Energieverlust. Sie sorgen auch dafür, dass die Dachräume im Winter ohne zusätzliche Klimageräte schön warm und im Sommer angenehm kühl gehalten werden. Bei unbewohnten Dachgeschossen reicht es, die oberste Geschossdecke zu dämmen. Für den Bauherren ist diese Variante prinzipiell günstiger: Die Geschossdeckendämmung schlägt mit etwa 35 bis 50 Euro pro Quadratmeter für Dämmmatten und gegebenenfalls neue Bodenbeläge zu Buche. Ist jedoch das Dach abzudichten, fallen je nach Dämmart etwa 100 bis 200 Euro Sanierungskosten pro Quadratmeter an. Der Vorteil: die Räume unterm Dach sind dann nicht mehr „kaltgestellt“. Sie können genutzt, vermietet und verkauft werden.

Kosten nach kurzer Zeit wieder eingespart

Wer nicht dämmt, kann schnell kalte Füße kriegen. Bewusstes Missachten der EnEV wird mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet. Doch was nach Bevormundung klingt, erweist sich mittelfristig als finanzieller Segen. In der Regel amortisieren sich die Investitionen bereits nach vier bis sechs Jahren durch den gesenkten Energieverbrauch. Außerdem deckt die KfW viele der Kosten ab: Die staatliche Bankengruppe springt mit günstigen Darlehen und Fördergeldern ein, wenn die Sanierungsobjekte den KfW-Effizienzhaus-Standards entsprechen.

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Dach dämmen: was kostet es?

Diese weitere Fragen beantworten wir in unserem Preisradar zum Thema Dachdämmung.

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