Die meisten Autopannen werden durch die Batterie verursacht.
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Autopannen - die zehn häufigsten Gründe

Autor:
Redaktion

Manche Autopanne ist unvermeidbar. Dennoch ließe sich manches verhindern, wenn man die häufigsten Gründe für Pannen kennt.

Motorschäden sind recht seltene Gründe

Moderne Motoren sind robust und langlebig. Defekte sind kaum zu erwarten. Trotzdem sind Motorschäden auf Platz Zehn der ADAC-Pannenstatistik zu finden. Die Gründe sind unter anderem eine schlechte Wartung. Besonders bei Fahrzeugen mit geringer Kilometerleistung sind die heute üblichen langen Ölwechselintervalle ein Problem. Wer nicht jedes halbe Jahr das Öl wechselt, sollte Mehrbereichsöl verwenden. Auch zu wenig Motoröl oder Kühlwasser ohne Frostschutzmittel kann zu Motorschäden führen.

Störungen im Kraftstofffluss

Etwa zwei Prozent aller Autopannen beruhen auf Problemen mit der Kraftstoffversorgung. Meist ist die Kraftstoffpumpe defekt. Es kann aber auch an einem verstopften Kraftstofffilter oder an dem Relais für die Pumpe liegen. Eine Vorbeugung gegen diese Probleme ist kaum möglich.

Anlasser sorgen nach wie vor für Autopannen

Diese Panne kann überall und jederzeit auftreten. Interessanterweise hat sich an der Anfälligkeit des Magnetschalters im Anlasser nie etwas geändert. Typische Situation: Der Anlasser dreht sich, treibt aber den Motor nicht an. Fast immer lässt sich das Problem durch einen kräftigen Schlag auf den Anlasser beheben. Sollte der Anlasser sich nicht drehen, obwohl die Batterie geladen ist, liegt es meist an einem losen Kabel.

Kein Strom trotz langer Autofahrt

Wenn sogar nach einer längeren Fahrt auf der Autobahn die Batterie nicht geladen wird, liegt es meist an der Lichtmaschine oder am Keilriemen. Wer auf eine korrekte Spannung des Riemens achtet, wird damit selten ein Problem bekommen. Übrigens: Ein schrilles quietschendes Geräusch beim Beschleunigen deutet auf eine zu geringe Keilriemenspannung hin.

Probleme mit der Schließanlage

Etwa vier Prozent aller Pannen haben etwas mit der Schließanlage zu tun. Allerdings zählen in dieser Statistik auch hausgemachte Pannen. Die Gründe liegen selten an den Schlössern oder der Zentralverriegelung, sondern bei den Fahrern. Sie vergessen den Schlüssel im Wagen. Häufigste Ursache: Die Zentralverriegelung wird bei geöffnetem Kofferraum ausgelöst. Schließt man ihn, wenn der Schlüssel im Wagen ist, lässt sich die Tür nicht mehr öffnen. Tipp: Ersatzschüssel in der Geldbörse mitführen.

Kupplung und Getriebe melden sich meist vor einer Panne

Eigentlich sollten diese beiden Aggregate nie zu Gründen für eine Autopanne werden. Schäden melden sich rechtzeitig durch Geräusche oder schwergängige Schaltung an. Wer rechtzeitig bei den ersten Anzeichen eine Fachwerkstatt aufsucht, kann wegen defekten an der Kupplung oder dem Getriebe eigentlich nicht fahrunfähig werden. Einzige Ausnahme: Wagen mit Kupplungsseil. Dieses kann plötzlich reißen.

Reifenpannen als vierthäufigste Ursache

Moderne Reifen sind hochwertig und sehr stabil. Das Straßennetz ist gut ausgebaut, scharfkantige Teile sind selten auf den Straßen Deutschlands zu finden. Trotzdem werden etwa fünf Prozent alle Autopannen durch defekte Reifen verursacht. Häufigste Gründe sind fahren mit zu niedrigem Luftdruck oder Kontakt mit dem Bordstein.

Überhitzung des Motors

An heißen Sommertagen oder bei Fahrten über Passstraßen kommt es auch bei modernen Autos immer noch zu Überhitzungen. Die Gründe sind im heute üblichen Kühlsystem zu suchen. Damit das Auto schnell auf Betriebstemperatur kommt, läuft das Kühlwasser beim Start nicht über den Kühler. Erst ab einer bestimmten Temperatur wird dieser mit in den Kreislauf genommen. Wird es noch wärmer, schaltet sich ein Lüfter ein. Dieser Vorgang wird über einen Thermostat gesteuert. Fällt er aus, kommt es zu Überhitzungen. Zu wenig Kühlflüssigkeit oder ein Leck ist eher selten die Ursache.

Defekte rund um die Einspritzanlage

Einst war der Vergaser einer der häufigsten Gründe für eine Panne. Heute haben die Autos Einspritzanlagen, die fast genau so oft zu Problemen führen. Während früher ein geübter Bastler oder der Gelbe Engel vor Ort mit dem Schraubenzieher den Defekt beheben konnte, muss das Auto nun in die Werkstatt. Etwa sieben Prozent alle Autopannen beruhen auf diesen Ursachen, an denen die Fahrer wenig ändern können.

Spitzenreiter seit Jahren - die Batterie

Eigentlich kaum zu glauben, dass über ein Drittel aller Autopannen auf einer leeren Batterie beruhen. Dabei sind oft die Batterien nicht defekt, sondern lediglich entladen, zum Beispiel weil man vergaß, das Licht auszuschalten.

Viele Autofahrer vernachlässigen außerdem die Wartung. Kristalle an den Polen sind ein Hinweis auf einen schlechten Kontakt. Die Pole müssen regelmäßig gefettet werden. Übrigens, die Leistung einer Batterie sinkt bei Kälte fast auf die Hälfte. Wenn der Strom im Herbst gerade noch für das Starten ausreicht, wird es im Winter garantiert zu Startproblemen kommen.

Tags:
Gewerke:Karosserie- und Fahrzeugbauer

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